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Geheimsekte versuchte die katholische Kirche in Spanien zu unterwandern

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Aus Mexiko stammt die geheimbündlerische Sekte “El Yunque”. Sie hat sich auf katholischen Fundamentalismus zur Verteidigung christlicher Werte spezialisiert. In Mexiko ist es ihr gelungen in der “ Partido Acción Nacional ” Fuß zu fassen. Seit Anfang 2000 fällt sie auch in Spanien durch Organisation ultrarechter Proteste auf. Für die Angehörigen von “El Yunque” gilt, dass die Organisation alles bedeutet, Familie und auch Kirche sind ihr untergeordnet. Die Mitglieder sind verpflichtet “auch mit Verlust des Lebens das zu verteidigen, was Gott uns gegeben hat, um seine Herrschaft auf Erden einzurichten”. Die Mitglieder müssen sich gegenseitig überwachen. Es gilt absoluter Gehorsam gegenüber der Organisation und absolute Geheimhaltung. Verräter werden mit dem Tode bedroht. Wikipedia (spanisch) beschreibt die Sekte so: Die nationale Organisation des Yunque oder einfach “El Yunque” ist der Name einer mexikanischen Organisation der extremen Rechten mit regionalem Charakt...

Madonnen küssen sich nicht in Valencia

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Valencia ist wohl die bigotteste Stadt Spaniens. Zumindest macht Valencia diesen Eindruck. Hier residiert Kardinal Antonio Cañizares , bekannt für seine fremdenfeindliche Reden und Homophobie. Spanien ist gleichzeitig das Land mit den meisten Madonnen-Figuren, bei der die eine Madonna, in Spanien “virgen” “Jungfrau” genannt in verschiedene Personen aufgespalten zu sein scheint. Die einen sind Anhänger der Madonna von Montserrat, die andern der von Macarena wieder andere verehren die von der unbefleckten Empfängnis (Concepción) usw. In Valencia hatte nun eine linke Gruppierung namens “Endavant” (Sozialistische Organisation der Nationalen Befreiung) in den Augen der guten Katholiken Valencias die bodenlose Frechheit für die “Parade des homosexuellen Stolzes”  (Gay Pride) Mitte Juni ein Plakat zu veröffentlichen, auf dem sich die Madonna der Obdachlosen (Virgen de los Desamaparados) und die Madonna von Montserrat (Virgen de Montserrat) küss...

Die polnischen Hetzer, die Christen und Katholiken sein wollen

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Es ist immer wieder erstaunlich wie Menschen, die sich gerne auf christliche Werte berufen, mit einer Selbstverständlichkeit Fanatismus und Hass befürworten. Sie sind in der Regel Nationalisten und haben die kleinkarierte Ansicht, dass ihr universaler Gott nur für ihr Völkchen zuständig ist. Ihr Gott scheint dumm genug zu sein, um sich für ihren kleinkarierten Egoismus einspannen zu lassen. Generell sind Völker dieser Erde der Meinung, dass Gott, an den sie vorgeben fest zu glauben, scheinbar mit einer deutschen, französischen, polnischen oder saudiarabischen Flagge in der Gegend rumrennt und für jedes Volk den Hooligan gegen das andere Volk spielt. Im christlich-katholischen Bereich treiben Vertreter der katholischen Kirche in Polen es zur Zeit besonders toll . Einer von ihnen, der Priester Jacek Miedlar, ist ein besonders geübter Hetzer, der versucht seine Kirche auf sein nationalistisches Gedankengut zu reduzieren. Thomas Dudek berichtet in einem Beit...

Israels Angst vor einer Nonne

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Die Benediktinernonne Teresa Forcades ist eine katalanische Ärztin und Theologin. Sie gilt als feministische Theologin und im Bereich des öffentlichen Gesundheitswesens als Kritikerin der Pharmaindustrie. An der Humboldt-Universität in Berlin führte sie Forschungen zum Dialog zwischen den theologischen Grundlagen der Person und den Grundlagen der Subjektivierung von bestimmten zeitgenössischen Anthropologien durch. Sie ist Mitbegründerin der politischen Bewegung “ Procés Constituent ” in Katalonien. Diese Bewegung will eine Basisbewegung zur Schaffung einer neuen, republikanischen Verfassung in Katalonien fördern. Teresa Forcades hat sich im Sommer des vergangenen Jahres an der “Flotte für Gaza” beteiligt. Sie befand sich auf einem der Schiffe, die mit Hilfslieferungen für die Bevölkerung des Gaza-Streifens die israelische Blockade brechen wollte. Teresa Forcades, die sich auf einem der Schiffe befand, musste die Reise aus gesundheitlichen Gründen abbrechen. Sie ...

Spanische Exorzisten gehen schweren Zeiten entgegen

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In Spanien verfügen 26% der katholischen Diözesen über einen eigenen Exorzisten. Allein Madrid soll es acht davon geben. Im vergangenen März gab es einen Prozess gegen den Pfarrer Hernández Sahagún aus Valladolid wegen eines 10-fach ausgeübten Exorzismus an einer Jugendlichen, die zu jener Zeit minderjährig war und sich in psychiatrischer Behandlung befand. Die Familie zeigte den Pfarrer an, weil er die Jugendliche körperlich und psychisch in den Sitzungen misshandelt habe. Es war das erste Mal, dass ein Exorzist in Spanien vor Gericht gestellt wurde. Geschadet hat es ihm nicht, der Prozess wurde eingestellt. Der Priester José Antonio Fortea aus Alcalá ist der herausragendste Vertreter von Spaniens katholischer Exorzistenzunft. Er gilt als Experte in Dämonologie und hat lange Zeit sich um Fälle von angeblich Besessenen gekümmert. Verschreckt durch diesen ersten Gerichtsprozess, kommt er bedauernd zur Ansicht, dass der Exorzismus aus Spanien verschwinden werde. Sc...

Polen sucht sein Heil im Vorgestern

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Polen hat im vergangenen Herbst die Retro-Partei PiS mit absoluter Mehrheit ins Parlament gewählt und hat damit eine neue Regierung bekommen, die für eine Gedankenwelt aus dem Vorgestern steht.  Zuvor wurde bereits mit der Wahl von Andrzej Duda im Sommer ein Repräsentant der PiS zum Staatspräsidenten gewählt. Die PiS hat also sozusagen einen Freibrief vom polnischen Wähler bekommen. Einen Freibrief, den sie gleich nutzt, um den Staat in ihrem Sinne umzumodeln. Wer und was steckt denn nun hinter diesem glänzenden Wahlsieger? Christian Modehn vom “Religonsphilosophischen Salon” hat darüber einen recht überzeugenden Bericht geschrieben: Das neue Regime, gegen das sich erste Massenproteste in Polen organisieren, hat eine in Polen altbewährte ideologische und kaum einzuschüchternde machtvollste Stütze: Die katholische Kirche. Auch wenn die Säkularisierung als Kirchendistanz der Jugend dort zunimmt: „Polnisch ist identisch mit katholisch“. Zumindest am Sta...

Wie sich ein Erzbischof in christlicher Nächstenliebe gegen Flüchtlinge sorgt

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Antonio Cañizares , Kardinal und Erzbischof von Valencia, bekannt durch seine Homophobie und feuriger Abtreibungsgegner, kämpft eher für den Schutz des ungeborenen Lebens als für das bereits existierende Leben. Die übliche Schizophrenie vieler katholischer Kirchenfürsten. Am vergangenen Mittwoch machte er sich bei einem öffentlichen Treffen über die Flüchtlinge Sorgen. Nein, nicht, weil er sich um ihr Schicksal sorgt, sondern darum, dass er sie für unglaubwürdige Invasoren hält. “Was passiert gerade in Europa? Diese Invasion von Einwanderern und Flüchtlingen ist doch nicht sauber? Was wird aus Spanien in ein paar Jahren?”, diese Fragen stellte der 71-Jährige sich und der Versammlung. Des weiteren bezweifelt er, dass die Syrer tatsächlich so verfolgt sind wie sie angeben und  vermutet, dass die Flüchtlinge das Trojanische Pferd für Europa seien. Die Angstphantasien des Herrn Kardinals beziehen sich natürlich darauf, dass Europa bald nicht mehr so katholisch sein wird, wie er sic...

Päderasten in Granada unter dem Schutz ihres aufklärungsunwilligen Erzbischofs

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Im vergangenen Jahr schrieb ein junger Lehrer, Anwärter für den Orden des Opus Dei , an Papst Franziskus einen Brief, in dem er ihm schilderte, dass er von seinem 13. bis 18. Lebensjahr von mehreren Priestern sexuell missbraucht wurde. Der Papst las seinen Brief und rief danach bei ihm an, um ihn um Verzeihung zu bitten. Gestärkt durch das Vertrauen des Vatikan fühlte sich der junge Mann ermutigt, den Fall beim andalusischen Oberstaatsanwalt anzuzeigen. 10 Priester und 2 weltliche Angestellte in Granada sollen in den Missbrauch von Jugendlichen verwickelt gewesen sein. Die Gruppe wird als “Clan de los Romanones” nach dem Anführer der Gruppe Pater Romá benannt. Die Justiz eröffnete dann ein nichtöffentliches Strafverfahren. Im Herbst eilte der verantwortliche Erzbischof von Granada, Francisco Javier Martinez , in den Vatikan, um dort Erklärungen zum Fall abzugeben, auch habe er privat mit dem Opfer des Missbrauchs gesprochen. Aber er d...

Die Anarchisten bemächtigen sich der Karwoche und der spanische Staat zeigt seine Parteilichkeit

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Ab Sonntag marschieren sie wieder, die frommen spanischen “ Nazarenos ”, die ihrer Trauer über den Tod des HERRN in langen Prozessionen mit meist einer Gipsstatue der Jungfrau Maria an der Spitze ein Zeichen setzen. Besonders attraktiv sind die Prozessionen in Sevilla , das das spanische Zentrum der Feierlichkeiten zur “ Semana Santa ” (Karwoche) ist. Das religiöse Spektakel ist im Laufe der Zeit jedoch zu einem Folklore- und Touristenspektakel degeneriert und so verwundert es nicht, dass ein beträchtlicher Teil der Spanier respektlos die Aufmerksamkeit auch auf eigene, nicht-religiöse - Anliegen lenken möchte. Bereits 2014 gab es einen erheblichen Aufruhr, weil die Gewerkschaft CGT unterstützt von Lesben, Schwulen und Abtreibungsbefürwortern die alternative Prozession “Anarchistenbruderschaft von der heiligsten ungehorsamen Fotze und die heilige Beerdigung der Arbeiterrechte” (anarcofradía del santísimo coño insumiso y el santo entierro de los derechos sociolaborales) in Sevilla v...

Der Protzbischof von Madrid

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Es ist schwer als verdienter alter Kardinal und langjähriger Vorsitzender der spanischen Bischofskonferenz plötzlich ins Nichts des Ruhestandes gestoßen zu werden. Zumal, wenn man als “kleiner Ratzinger” zu den Lieblingen eines überforderten und inzwischen abgetretenen Papstes mit Familiennamen Ratzinger gehörte. Plötzlich gibt es einen Papst, der auf Bescheidenheit und Armut setzt und mit solchen Dinosauriern wie Rouco Varela nichts mehr anfangen kann. Deshalb hat er den 78-jährigen Kardinal im vergangenen Jahr gnädig "auf eigenen Antrag" in den Ruhestand versetzt. Zu seinem Nachfolger wählte die spanische Bischofskonferenz den Erzbischof von Valencia, Carlos Osoro . Die Webseite “Eldiario.es” schrieb dazu: “Die Ernennung von Osoro bedeutet für Rouco eine doppelte Niederlage, genauso wie die Ernennung seines alten Widersachers Antonio Cañizares zum neuen Erzbischof von Valencia. Dies bedeutet das Ende einer Etappe, in der die spanische Kirche einen guten Teil jenes Pr...

Bigotter Innenminister entdeckt plötzlich den laizistischen Staat, wenn es um Flüchtlinge geht

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Jorge Fernández Díaz ist spanischer Innenminister. Als solcher auch zuständig für Fragen des Asyls und Behandlung der Flüchtlingswellen an Spaniens südlicher Grenze. Fernández Díaz hat auch den kürzlichen Beschluss der spanischen Regierung zu vertreten, dass die Flüchtlinge, denen es gelingt die Zäune zu den spanischen Exklaven in Afrika, Melilla und Ceuta , zu übersteigen, umgehend wieder nach Marokko abgeschoben werden, ohne zu prüfen, ob sie einen Asylgrund haben. Die spanische Bischofskonferenz – das Handeln des neuen Papstes zeigt Wirkung – hat seine energische Zurückweisung gegenüber diesem Beschluss erklärt und versichert, dass es dafür Alternativen gibt. Sie verlangt einen Dialog, um nach Wegen für einen rechtmäßigen Zugang für diejenigen zu suchen, die sich gezwungen sehen in ihrer Verzweiflung über die Zäune zu springen. Der Regierungsbeschluss verletze die Menschenrechte. Ein starkes Wort einer Kirche, die bisher nicht durch fortschrittliches Handeln in Menschenrechtsf...

Wie Horacio Cortes beschwingt mit dem Segen des Papstes ein anderer Mensch wird

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Horacio Cortes ist paraguayischer Staatpräsident. Er wurde 2013 gewählt als Vertreter der konservativen Colorado-Partei und das ein Jahr nachdem der ehemalige Bischof Fernando Lugo in einem umstrittenen Amtsenthebungsverfahren 2012 von den konservativen Kräften aus dem Amt vertrieben worden war. Cartes gehört zu den reichsten Männern Paraguay’s . Diesen Reichtum soll er, so geht das Gerücht, durch Geldwäsche, Zigaretten-Schmuggel und Drogenhandel erworben haben. Einmal reich geworden gibt es sich aber als geläutert. Seinem Volk verkündete er nach der Wahl, dass er auf das Gehalt eines Staatspräsidenten verzichten werde. Ansonsten hat er dem Volk einen “neuen Weg” und Wirtschaftswachstum für alle versprochen. “Ich bin nicht in die Politik gegangen, um Karriere zu machen oder wohlhabender zu werden”, waren seine Worte nach der Wahl. In die Regierung berief er nur Technokraten und vergrätzte damit seine Partei, die Colorados , deren Vertreter gehofft hatten, dass sie nun das Recht hätt...

Katholische Kirche will sich die Mezquita von Cordoba unter den Nagel reissen

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Die Mezquita im andalusischen Cordoba ist Weltkulturerbe der UNESCO . Gebaut wurde sie 785 in der Zeit des Kalifats von Córdoba. Sie gilt heute neben der Alhambra in Granada als eine der bedeutendsten Werke der andalusischen Architektur. Nach der Reconquista haben die christlichen Eroberer mit brutaler architektonischer Gewalt eine Kathedrale mitten ins Herz der Mezquita gestellt. Gleichzeitig hat damit die Kirche ihren Besitzanspruch an dem Monument geltend gemacht. Damals machte es keinen Unterschied, ob das nun Kirche oder Staat war, denn für Spanien und seine katholischen Könige war Kirche und Staat schließlich eins. Seit 2006 gibt es einen Streit, wem die Mezquita eigentlich gehört. Damals eröffnete die Aznar-Regierung die Möglichkeit, dass die Kirche sich selbst als Eigentümer in das Grundbruch eintragen konnte. Auf diese Weise hatte ein Bischof die Gelegenheit die Eigentumsverhältnisse ähnlich einem Notar festzulegen, was der Bischof von Córdoba auch ausnutzte. Seither tr...

Unbefleckte Empfängnis wird zur ewigen Bürgermeisterin ernannt

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La Linea de Concepción ist die Grenzstadt Spaniens zu Gibraltar. Seit 1870 trägt die Stadt den Beinamen “de la Concepción”, was soviel wie “La Linea von der Empfängnis” bedeutet. Maria, die Mutter Gottes, gibt es vor allem in Spanien in vielfältiger Ausfertigung, Zeugnis davon legen Mädchennamen ab, deren erster Bestandteil “Maria” ist, deren zweiter Teil sich aber im Laufe der Zeit verselbständigt hat. Davon zeugen “Socorro (Mariahilf), Concepción ( Maria Empfängnis ), Dolores (Maria von den Schmerzen) oder Mercedes (Maria von der Gnade)” und einige andere. So erklärte auch die Stadt La Linea “Maria de la Concepción” zu seiner Patronin und fügte den zweiten Teil seinem eigenen Namen hinzu. Inzwischen leben wir im 21. Jahrhundert, aber La Linea hat bewiesen, dass man durchaus in der Lage ist, das Rad noch einmal zurück zu drehen. Der Stadtrat, regiert von den Sozialisten der Partei PSOE , hat beschlossen die “Immaculada Concepción” nicht nur als Stadtpatronin zu verehren, sondern ...

Das göttliche Bodenpersonal und seine Kapriolen

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Gott, das unbekannte Wesen, ist ein beliebtes Mittel, um seine Mitmenschen zu terrorisieren oder sie für bestimmte Interessen zu beeinflussen. Wehren kann er sich ja nicht, vermutlich weil er nicht existiert und nur eine menschengemachte Einbildung ist. Trotzdem ist manchmal erstaunlich, wie unverfroren einige seiner Diener unter Berufung auf IHN das Spiel ihrer Macht-Interessen treiben. Besonders gut meinte es ein evangelikaler Pastor in Honduras . In Honduras stehen Präsidentschaftswahlen an. Aus diesem Anlass erschien Pastor Roy Santos Gott, weil er besonders intensiv gebetet hatte. “Ich sah einen Weg, am Ende ein Rot mit einem dunklen Schwarz. Herr, was bedeutet das, fragte ich ihn und er antwortete mir: Der Weg ist die Gelegenheit des Farbwechsels. Man kann ihn gehen mit dem Einverständnis und der Maßgabe, dass man korrekte Entscheidungen trifft”. Pastor Santos erklärt uns, dass es um das politische Schicksal von Honduras geht, 24 Stunden vor der Wahl und dass er Gott über die...

Eine Kirche, die keine Barmherzigkeit kennt

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Spanien wird geschichtsbewusst. War der Bürgerkrieg der dreißiger Jahre des vergangenen Jahrhunderts dem Erklärungsmonopol der siegreichen Militärs und Faschisten unterworfen, wächst jetzt der Widerstand gegen diese Form der Geschichtsklitterung. Während in Südamerika, Südafrika und auch in den ehemaligen Ländern des Ostblocks Wahrheitskommissionen und Organisationen zur Aufarbeitung der Vergangenheit eingesetzt wurden, wurde in Spanien die dunkle Geschichte des Bürgerkriegs und der Franco -Diktatur unter Verschluss gehalten. Dies war der Preis dafür, dass die Militärs, die sich mit den entsprechenden Gesetzen die Strafverfolgung vom Leibe hielten, beim Übergang von der Diktatur in die Demokratie mitspielten.   Dass es in Spanien besonders lange dauert mit der Aufarbeitung der Geschichte, ist auch der katholischen Kirche zu verdanken. Schließlich war der Diktator ein superfrommer Betbruder, der meinte Gott auf seiner Seite zu wissen. Die Kirche sammelte ihre Privilegien gestü...

Der lange Arm der katholischen Kirche und die spanische Bildungspolitik

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Toleranz ist nicht eine Tugend der spanischen katholischen Kirche. Seit die konservative Regierung an der Macht ist, versucht sie mit Druck das Rad der Geschichte ein wenig zu ihren Gunsten zurückzudrehen. Das zeigt sich in der Abtreibungsfrage, aber besonders in der Schulpolitik. Es gibt viele staatliche subventionierte Privatschulen der katholischen Kirche in Spanien, wo die Kirche ohnehin das Sagen bezüglich der Lehrinhalte hat, aber das reicht nicht, jetzt sollen auch die staatlichen Schulen zur Anerkennung der Bedeutung des Religionsunterrichts gezwungen werden. Die Regierung bereitet ein Gesetz vor, das sie schönfärberisch “Gesetz zur Verbesserung der Qualität des Unterrichts”, abgekürzt LOMCE, nennt. In dieses “Verbesserungsgesetz” werden nun Maßnahmen gepackt, die mit “Verbesserung” aber auch gar nichts zu tun haben. So die Regelung, dass der katholische Religionsunterricht vollwertig für den offiziellen Notendurchschnitt der Schüler zählen soll. Vorgängerregierungen der soz...