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Es werden Posts vom Mai, 2018 angezeigt.

Spanien: Ist das derzeitige System wirklich alternativlos?

Spanien steht zur Zeit vor der Entscheidung eines endgültigen Bruchs mit seiner jüngeren faschistischen Vergangenheit oder Rückkehr in das Korsett der gelenkten Demokratie wie sie sich die Nachfolger des Diktators in der Übergangszeit von der Diktatur in die "reformierte" Demokratie vorgestellt haben. Der Schriftsteller und Regisseur Suso de Toro hat eine ausführliche Analyse des spanischen Dilemmas geschrieben, die er so zusammenfasst:
Das derzeitige System der Regierungsmacht (in Spanien) ist dernassen morsch, dass sie auch die Gesellschaft korrumpiert, die das akzeptiert und toleriert. Die Staatskrise ist eine Tatsache,  aber die staatlichen politischen Organisationen bieten keine Alternative an
Hier der übersetzte Text seines auf der Webseite eldiario.es erschienen Beitrags:
Im Großen wie im Kleinen zeigt sich dieselbe Realität. Das Kleine betrifft uns persönlich, die Person, die festgenommen wird, weil sie ihre Freiheit nutzt und die Demokratie, die Anderen, die bereits…

Wer möchte unter diesen Umständen schon in Pará leben?

Pará ist ein brasilianischer Bundesstaat an der Amazonas-Mündung. Seine Hauptstadt ist Belém do Pará. Belém hat einen bekannten Markplatz, der sich "Ver-o-peso" nennt, was auf Deutsch "Schau aufs Gewicht" bedeutet und auf erhebliche Unregelmäßigkeiten beim Marktgeschehen schließen lässt. "Ver-o-fato" nennt sich ein Blog, der über den Alltag in Belém und Pará berichtet. Den Blog-Namen könnte man mit "Schau auf die Tatsachen" übersetzen.

Vor kurzem berichtete der Blog unter dem Titel "Reiche und Überfallene" über die Lebenssituation in Pará:


Es ist nicht leicht in Pará zu leben. Es gibt Diebe, die Diebe berauben, Räuber, die Räuber überfallen und Menschen mit Angst bis es nicht mehr geht.

Die Armen zahlen Maut, um auf den Straßen gehen zu können. Sogar die Polizisten, die zuvor Leute gejagt haben werden jetzt gejagt und sterben. Nicht einmal der Reiche entkommt den Banditen, die an allen Ecken zu finden sind.

Man braucht nur den …

Offizielle Faschistenverehrung in Spanien bleibt eine regierungsamtliche Selbstverständlichkeit

Aus Wikipedia (spanisch) ist zu erfahren:
Das Herzogtum von Franco (Ducado de Franco) ist ein spanischer Adelstitel für höchste Repräsentanten des spanischen Adels, der am 26. November 1975 durch König Juan Carlos I eingerichtet und an Maria del Carmen Franco Polo verliehen wurde, die damals noch den Titel "angeheiratete Marquise von Villaverde" als Aufmerksamkeit für die besonderen Umstände und Verdienste, die damit verbunden sind" trug.

Seit dem 29. Dezember 2017 ist nach dem Tod der Titelträgerin dieser Titel vakant.

Die Titelträgerin, Maria del Carmen Franco Polo, war die Tochter des 1975 verstorbenen Diktators Francisco Franco. Nach ihrem Tod Tod gibt es nun in Spanien eine Diskussion, ob der Titel weiter vererbt werden kann. Die Enkelin des Diktators, Carmen Martínez Bordiú, hat einen solchen Antrag gestellt. In der Diskussion geht es nicht nur um die formale Möglichkeit, den Titel weiter tragen zu dürfen, sondern auch darum wie Spanien mit dem faschistischen Er…

Junge Ungarn flüchten aus Orbans migrantenfreiem Paradies

Victor Orban hat vor kurzem die Parlamentswahl in Ungarn gewonnen und dank eines nach seinen Vorstellungen zugeschnittenen Wahlrechts gleich auch noch mit verfassungsändernder Mehrheit. Das Orban-Regime zementiert sich in Ungarn ein. Scheinbar kann man mit einer Politik, die den Normalbürger unverfroren entmündigt, immer noch Wahlen gewinnen. Damit dürfte sich die Mehrheit der mit Angstpropaganda vor Flüchtlingen und Islam und unterschwellig mit antisemitischer Propaganda bombardierten ungarischen Wähler in ihr Schneckenhaus zurückgezogen haben, in der Hoffnung, dass dieses vom großsprecherischen Ministerpräsidenten auch tatsächlich gegen die Unbilden der Welt geschützt werden kann.

Der unterlegenen Minderheit, insbesondere der Jugend, nimmt das stickige Klima im Land die Luft zum atmen. Deshalb ist es sehr verständlich, wenn inzwischen viele das Weite suchen. Dank der Freizügigkeit in der Europäischen Union ist das zumindest in Europa heutzutage möglich. Die Web-Zeitung Huffington P…

Aus der rumänischen Provinz: Polizei macht Jagd auf Fußgänger

Aus dem rumänischen Kreis Brăila kam heute die Mitteilung, dass die Polizei 120 Strafen an Fußgänger verhängt hat, weil sie die Straße nicht korrekt überquert haben. Wer die rumänischen Straßenverhältnisse kennt, weiß, dass der Verkehr in Rumänien alles andere als fußgängerfreundlich gestaltet ist und das Hauptproblem bei den Fahrern des motorisierten Verkehrs liegt. Ein leichtes Stirnrunzeln über die Aktion der Polizei ist also angesagt.

Bei der Nachforschung auf der Webseite "Obiectiv" (Die Stimme Brailas) stößt man auf folgende Schlagzeilen aus dem vergangenen Jahr:

10-jähriges Kind von Auto angefahren, weil das Kind die Straße nicht korrekt überquert hat.80-jähriger Mann überquert die Straße nicht korrekt und wird von Auto erfasst.10-jähriger Junge überquert nicht korrekt die Schulstraße und prallt auf Auto8-jähriges Mädchen überquert nicht korrekt die Straße und wird von einem Auto erfasst.
Im Jahr 2016 berichtete "Obiectiv":
"Die Jagd" auf Fußgänger…