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Recife eröffnet mit Hilfe der Armee den Krieg gegen die Aedes Aegypti

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Die Stadt Recife im brasilianischen Pernambuco hat vor kurzem den Notstand ausgerufen. Die Verursacher des Notstandes sind Mücken der Gattung Aedes Aegypti. Sie sind Überträger von Krankheiten wie Dengue , Chikungunya und Zika . Ein starkes Ansteigen von Fällen von Mikrozephalie hat die Stadtverwaltung veranlasst, das Nordost-Kommando der brasilianischen Armee um Hilfe zu ersuchen. Im dichtbesiedelten Stadtteil COHAB sind bereits 2.781 Fälle von Denguefieber gemeldet worden. “Es ist an der Zeit die Kräfte zu bündeln. Brasilien muss sich dieser Mücke stellen und wir müssen diesen Krieg beginnen, der einer um Kampf für das Leben ist. In der gemeinsamen Besprechung (mit der Armee) haben wir sofort beginnende Aktionen beschlossen. Unsere Seuchenspezialisten sind auf den Straßen, am letzten Samstag hatten wir bereits einen Aktionstag und jetzt können wir auch auf die Hilfe der Armee zählen, mit der wir bereits im vergangenen Halbjahr Pläne erarbeitet haben und diese Pläne werden jetzt...

Die sieben Höllen des Nahverkehrs in Recife

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Zu Beginn der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts hatte ich die Gelegenheit den öffentlichen Nahverkehr in der brasilianischen Stadt Recife in Pernambuco zu erleben. Damals gab es noch einen vollklimatisierten Bus mit Sitzplatzgarantie, der einem von den beliebteren Stadtteilen ins Zentrum brachte. Der Dienst wurde aber bald wegen Unwirtschaftlichkeit eingestellt. Es blieb nur noch der normale Busverkehr. Der bestand aus Bussen, die eigentlich für Überlandreisen gedacht waren und Haltestellen, für die man einen siebten Sinn brauchte, denn sie waren selten als solche erkennbar. Da sich ein Großteil der Bevölkerung ein Auto nicht leisten konnte, war der Andrang natürlich entsprechend groß. Bekam man mal Zugang zu einem Bus, konnte man sich in der Regel nur noch reinquetschen. Der Bus hatte keine Klimaanlage und so klebte man Körper an Körper und war den nicht immer wohlwollenden Fahrkünsten des Fahrers hilflos ausgeliefert. Hat sich nach über 30 Jahren und nach einer Fußball-WM etwas...

Die WM-Stadt in Recife: Außer Spesen nichts gewesen

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Die “Cidade da Copa”, die Stadt  der (Fußball-)Weltmeisterschaft in Recife, sollte laut Wikipedia portugiesisch die erste “intelligente” Stadt Lateinamerikas werden. Mit High-Tech sollten Sicherheit, Nachhaltigkeit und Transport auf höchstem Niveau geboten. Hörte sich doch toll an. Der Ausbau der WM-Stadt rund um das WM-Stadion im Vorort von Recife, in São Lourenço da Mata sollte in mehreren Etappen ausgebaut werden mit dem Endziel, dass die neue Stadt bis 2025 fertig ist. Wie sich immer mehr herausstellt, entpuppt sich das als schöne Reißbrett-Träume . “JConlineblogs” berichtete vor kurzem aus Recife wie es tatsächlich in der “Cidade da Copa” aussieht. Hier der Bericht: Nautico , Santa Cruz und Sport können nicht verhindern, dass der Publikumszulauf zum WM-Stadion rapide abnimmt. Leere Kassen und laufende Verluste machen das Stadion zum weißen Elefanten, wo es doch eigentlich der Ankerpunkt für die Cidade da Copa, einem Immobilien-Projekt, das sich auf 1,6 Mrd R$ (ca. 500...

Wo Frauen pfeifend den Gewalttätern Beine machen

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Die häusliche Gewalt und insbesondere die Gewalt gegen Frauen ist in Brasilien, wenn es nach der Statistik geht, nicht im Schwinden, sondern im Gegenteil sie ist gewachsen. Zwischen 2003 und 2014 hat die Zahl der Anrufe bei den für die Hilfe für Opfern von Gewalt spezialisierten Organisationen um 306% zugenommen. Allein in diesem Jahr verzeichnete die Notrufnummer 180 einen Zuwachs von 8.000 Anrufen. Die Steigerung kann aber auch darauf zurückzuführen sein, dass die Gewalt gegen Frauen durch das Gesetz “Maria da Penha” als Verbrechen eingestuft wurde und inzwischen 98% der Bevölkerung dieses Gesetz und dessen Auswirkungen kennen. Eine Basis, auf der sich Betroffene wehren können. Die Frauen in Recife / Pernambuco haben ein anderes Mittel um sich zu wehren. Im Stadtteil Córrego do Euclides hat eine Gruppe, die sich “Frauengruppe feminine Bürgerschaft (Cidadania Feminina)” nennt, das Pfeifen als Möglichkeit der Verteidigung gegen Gewalt entdeckt. Sie hat an alle Frauen des Viertels...

Der Baobá steht im Mittelpunkt des schwarzen Bewusstseins

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Am 22. November feiert Brasilien seine afrikanischen Wurzeln mit dem “ Nationaltag des schwarzen Bewusstseins ” (Dia Nacional da Consciência Negra). In Recife wird aus diesem Anlass der Touristenbus eine besondere Route abfahren, in dessen Mittelpunkt der Baum “ Baobá ” steht. Der Baobá ist ein Baum der aus Afrika stammt, er wird auch Baum des Lebens genannt. Er kann einen Umfang von bis zu 30 Meter Durchmesser erreichen. In Recife hat er sowohl vom Klima wie von der Beschaffenheit des Bodens her günstige Wachstumsbedingungen. Man zählt in der ganzen Stadt 13 Bäume dieser Art. Das schwarze Bewusstsein kann man in Recife auch auf dem Fahrrad strampelnd kennenlernen. Am Sonntag ab 9 Uhr geht es los. Unterwegs werden die Radler von Maracatu - und Sambakapellen unterhalten. Es geht zur Kirche von “Unserer lieben Frau vom Rosenkranz der schwarzen Menschen” (Nossa Senhora do Rosário dos Homens Pretos) von Recife, die von versklavten Afrikanern gebaut worden war. Besucht wird auch der “Pa...

Dunkle Wolken über Recife

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Die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien nähert sich dem Ende der Vorrunde. Deutschland wird morgen in Recife gegen die USA antreten. Der Wetterbericht für Recife für heute und morgen sieht allerdings nicht so gut aus. Apac , der pernambucanische Wetterdienst, gibt eine Warnung heraus. Für heute und morgen werden Regenfälle mit einem akkumulierten Niederschlag von 50mm erwartet. Wobei die kommende Nacht und der morgige Vormittag am stärksten gefährdet sind. Schuld ist ein "Feuchtigkeitskanal" (canal de umidade) der eine instabile Wetterlage verursacht. Es ist auch mit Nebel zu rechnen. Die am stärksten betroffenen Gebiete sind der Großraum Recife und der atlantische Wald in der Küstenzone. Manche werden bei den in Recife herrschenden Temperaturen ungläubig den Kopf schütteln, wenn sie lesen, dass der Wetterdienst die Pernambucanos aufklärt, dass mit dem 21. Juni der Winter in Brasilien beginnt. Aufklärend fährt Apec fort: "Allerdings gibt es im Nordosten Brasilien...

Die dickstielige Wasserhyazinthe würgt den Capibaribe

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Der Hauptfluss der brasilianischen Stadt Recife , der Rio Capibaribe, bietet zur Zeit ein farbenprächtiges Schauspiel. Statt schlammig schwarzgrau oder braun zeigt er sich über und über grün mit weiteren Farbtupfern. Der Fluss sieht wie zugewachsen aus und die wenigen Boote auf dem Fluss kommen kaum mehr weiter. “Baronesas” nennen die Brasilianer diese Pflanze, die wissenschaftliche Bezeichnung lautet “Eichornia crassipes”, auf deutsch “dickstielige Wasserhyazinthe . In Wikipedia ist zu lesen: “Die Dickstielige Wasserhyazinthe wurde 1888 als Zierpflanze aus Brasilien nach Nordamerika eingeführt. Ohne Fressfeinde vermehrt sich die Schwimmpflanze massenhaft und wuchert sämtliche Binnengewässer in Afrika zu: Eine Wasserhyazinthen-Decke verdoppelt ihre Fläche in nur zwei Wochen. Durch den Lichtmangel sterben die Wasserpflanzen unter Eichhornia crassipes ab und auch die Fische sterben als Folge. Außerdem behindern die dicken Schwimmpflanzenteppiche die Schifffahrt und Fischerei. Krokodi...

Sururu auf Kinderschweiss gebetttet

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Im Nordosten in Brasilien ist Sururu ein beliebtes Gericht in den Restaurants und Bars von Recife , der Hauptstadt Pernambucos. Bei der Sururu handelt es sich um eine Muschelart, die vergleichbar der Auster schmeckt und die vor allem in Südamerika vorkommt. Normalerweise werden die Sururu mit Kokosmilch zubereitet und oft zusammen mit Mandioka-Mehl und Limetten gegessen. Von der Soße glauben die Pernambucanos, dass diese belebende Wirkung auf das Sexualleben hätte. Dort wo die Altstadt von Recife über das Mündungsgebiet der 4 Flüsse Capibaribe, Tejipió, Jordão und Pina in die südlichen Stadtgebiet der Stadtteile Pina und Boa Viagem übergeht gibt es im Mündungsgebiet seichtes Meerwasser mit Schlamm, in denen die Sururu gut gedeiht. Der Fang der Sururu ist Tätigkeitsfeld der Anwohner des Mündungsgebietes. Seit Jahrzehnten üben die Anwohner schon im Kindesalter diese Tätigkeit aus. Da eine Person alleine den Familienunterhalt nicht sicherstellen kann, wurden die Kinder zur Mitarbeit ...

Rassismus in Brasilien: Warum sich für Farbige anstrengen?

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In Recife / Pernambuco gibt es zur Zeit einen mysteriösen Todesfall, der inzwischen vor allem die Studenten an der Bundesuniversität von Pernambuco beschäftigt. Der Student von 25 Jahren, Matias Dantas Neto mit Spitzname “Samambaia” verließ am 2. Januar die elterliche Wohnung in Recife, um im Zentrum der Stadt ein Notebook zu kaufen. Da er nicht nach Hause zurückkam, suchten ihn die besorgten Familienangehörigen und nahmen Kontakt mit Polizeistationen und Krankenhäusern auf. Am 4. Januar wurde sein lebloser Körper in einem Zustand, der zu Zweifeln an einem natürlichen Tod Anlass gab, am Strand von Boa Viagem gefunden. Was danach kam, schilderte eine Freundin von Samambaia. Demnach habe sich die mit dem Leichnam befassten Stellen, insbesondere das Institut für Gerichtsmedizin (IML), nicht die geringste Mühe gegeben, den Familienangehörigen eine sachgerechte Auskunft über die Todesursache zu geben. Die Angehörigen bekamen völlig widersprüchliche Auskünfte zu hören, mal war Samambaia d...

Brasilien: Recife soll in die Höhe gehen und manche wollen nicht mitmachen

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Die nordostbrasilianische Millionenstadt Recife hat ein großes Bauprojekt am Hafen beschlossen. Es soll das “neue Recife” (Novo Recife) werden. Blogger Edilson Silva beschreibt die städtebauliche Situation der pernambucanischen Hauptstadt folgendermaßen: “Recife steht vor einer historischen Entscheidung: Werden wir uns einer städtebaulichen Nutzung des urbanen Raumes, wie es Städte wie São Paulo vorgemacht haben, folgen oder entscheiden wir uns für ein Beispiel mutiger, revolutionärer und einzig auf  Dimensionen der wirtschaftlichen, sozialen und umweltfreundlichen Nachhaltigkeit ausgerichtete Stadtplanung in unserer Stadt? Die Verteidiger des Bauprojekts verweisen darauf, dass es sich bei dem Urbanisierungsgebiet um eine Fläche von 100.000 qm handelt, das verwahrlost und nur teilweise genutzt werde. Zudem würden mit dem Projekt Arbeitsplätze geschaffen und die lokale Wirtschaft aufgewertet.” Der Rat für urbane Entwicklung der Stadt hat sich heute für das Neubauprojekt entschi...

Brasilianischer Nordosten schaut in die Finsternis

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Wieder einmal hat ein “ Apagão ”, ein Stromausfall, eine brasilianische Region nämlich den Nordosten mit den Großstädten Recife , Salvador und Fortaleza getroffen. Gestern Nacht um 23:14 Uhr OZ fiel die Stromversorgung großflächig in 77% der Bundesstaaten des Nordostens aus und 53 Millionen Menschen waren damit ohne Strom. Der Stromausfall dauerte 5 Stunden. Teilweise fiel auch der Strom in der Hauptstadt Brasilia aus. Die Ursachen sollen in  einem Brand in den Umspannstationen des im Norden gelegenen Bundesstaates Maranhão liegen. Gegen 4 Uhr OZ morgens war die Versorgung wieder hergestellt. Bereits im September war es zu Schwierigkeiten in der Stromversorgung dieser Region gekommen. In diesem Jahr wurden in Brasilien bisher 63 großflächige Stromausfälle gezählt. Allein 14 davon ereigneten sich zwischen dem 15. September und 15. Oktober. Im Schnitt bedeutet dies einen Stromausfall an jedem zweiten Tag des Jahres. Der stellvertretende Minister für Energie und Bergbau erklär...

Arbeiter wehren sich gegen Ausbeutung für Fußball-WM 2014

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In Brasilien werden in mehreren Städten neue Stadien für die Fußball-WM 2014 gebaut. Ungerechtigkeiten in der Bezahlung der Arbeiter haben inzwischen zu Protesten und ersten Streiks geführt. Zur Zeit sind es die Bauarbeiter in Recife / Pernambuco (Stadion Arena) und in Salvador / Bahia (Stadion Fonte Nova). Die Streiks drohen sich auf andere Austragungsorte auszuweiten, falls den Forderungen der Arbeiter nicht entgegengekommen wird. Insgesamt sind brasilienweit 25.000 Arbeiter in den 12 für die WM vorgesehenen Stadien beschäftigt. Die Gewerkschaften verlangen einen Einheitslohn von 1.100 R$ (ca. 500 Euro), 1.580 R$ für Schreiner und Steinmetze sowie ein Grundlohn von 350 R$, eine garantierte Gesundheitsversorgung, Bezahlung von Überstunden und 5 Ruhetage nach 60 Tagen Arbeit. Auch wird gefordert, dass der Transport zum Arbeitsplatz vom Arbeitgeber organisiert wird. Die Gewerkschaften sagen, dass sie bereits seit vergangenem Jahr eine Vereinbarung anstreben, die eine einheitliche ...

US-Krankenhausmüll erregt die Brasilianer

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Brasilien scheint mit tätiger Mithilfe von Unternehmen vor Ort ein beliebtes Ziel für die Verschiebung von Müll aus den Industrieländern zu sein. Dabei handelt es sich in der Regel um Sondermüll, der sachgerecht entsorgt werden müsste. So wurde in den Monaten Februar bis Mai dieses Jahres in Südbrasilien etwa 1.600 Tonnen Müll in Containern entdeckt, die als “Plastikabfälle für Recycling” deklariert waren, aber Haus- und Giftmüll enthielten. Der Müll wurde von England aus verschifft . So etwas trifft die brasilianische Seele tief: “Es ist richtig frustrierend daran zu denken, das uns jemand so etwas zuschicken kann”, erklärte der Polizeichef des Hafens von Santos und fügte hinzu: “Wir sind doch nicht die Müllhalde der Welt”. 5 brasilianische Unternehmen wurden auf Grund dieser Affäre mit einer Strafe im Gesamtwert von 223.000 US$ belegt. Geholfen hat es nichts. Zur Zeit regt man sich in Recife, im Bundesstaat Pernambuco auf, weil im Hafen Suape Container aus den USA eingetroffen ...

Chaos und Panik in Recife dank Flutwelle und Internet

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Recife , die Hauptstadt der nordöstlichen brasilianischen Bundesstaates Pernambuco, hat noch den 21. Juli 1975 in guter Erinnerung. Die Stadt erlebte damals die größte Überschwemmung ihrer Geschichte, 80 % des Stadtgebietes stand unter Wasser. 107 Personen starben und 350.000 Menschen wurden obdachlos. Das Schlimmste war aber eine durch Gerüchte in Gang gekommene Panik. Niemand weiss mehr, wer das Gerücht in die Welt gesetzt hatte, dass die Talsperre von Tapacurá gebrochen sei. Auf jeden Fall verbreitete sich das Gerücht rasend schnell, dass die Stadt in Kürze durch eine Flutwelle zerstört werden würde. Es brach eine kollektive Hysterie in der Stadt aus. Die  Panik dauerte 2 Stunden. Die Leute rannten panikartig durch die Stadt, kletterten auf Bäume, stürmten Hochbauten, Autos rasten durch die Stadt ohne die Verkehrsregelung zu beachten, Händler verliessen ihre Geschäfte, Banken und Schulen schlossen und aus den Krankenhäusern versuchten die Kranken zu fliehen. Erst nach 2 Stunden ...

TAL in den Fußstapfen von Arte

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Lateinamerikas Fernsehstationen sind fest in privaten Händen. Die Wirtschaft steuert über ihre Werbeausgaben den Inhalt der Fernsehsendungen und deren Qualität ist demzufolge auch entsprechend. Die Werbung ist nicht eine Begleiterscheinung der Sendung, sondern dominiert den Inhalt. Die öffentlich-rechtlichen Sender, die es auch in Lateinamerika gibt, sind unterfinanziert und laufen nur am Rande mit. Aber mit zunehmender Investition in die Bildung nimmt auch der Anspruch der Bevölkerung an qualitativ guten Fernsehsendungen langsam zu. In Recife / Pernambuco tagen deshalb heute die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten Lateinamerikas organisiert von TAL , "Televisión America Latina" (spanische Bezeichnung), "Televisão América Latina" (portugiesisch), um über Wege zur Gestaltung eines Qualitätsprogramms für die öffentlichen Sender Lateinamerikas zu diskutieren. TAL ist eine Plattform für den Austausch und die Verbreitung von audiovisuellen Produktionen von 20 latei...

Wenn der Bus vibriert

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Der Alltag in einer Stadt kann wenig erfreulich sein, vor allem wenn man auf dem Weg zur Arbeit in überfüllte Busse und Bahnen steigen muss oder mit dem Auto ständig im Stau steht. Anderswo gibt es da genauso ärgerliche Zustände wie bei uns. So im brasilianischen Nordosten, in Recife , wo sich die Journalistin Luce Pereira in einem Artikel über Fahrten mit dem Bus in ihrer Stadt aufregt. Ihr Ärger sagt doch auch einiges über die Lebensbedingungen in Recife und den alltäglichen Belastungen, deswegen will ich ihre Meinung hiermit wiedergeben: "Busfahren in Recife ist weit entfernt davon eine angenehme Sache zu sein. Es sind von altersher die immer gleichen Probleme: "Hygiene, die zu wünschen übrig lässt, eine Pünktlichkeit, die nach Hilfe schreit und ein geradezu mönchischer Komfort sowie Angestellte, die keiner übertriebenen Höflichkeit verdächtig sind. Dazu kommt, dass es in neuester Zeit im öffentlichen Nahverkehr üblich ist, dass Passagiere ihre Audiogeräte ...

Selbstjustiz auf Recife's Strassen

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Vor einem Altenheim im Stadtteil Boa Viagem von Recife steigt eine Angestellte aus einem Auto und wird von einem 28-jährigen Mann überfallen. Der Fahrer des Auto's zieht die Pistole und erschiesst den Angreifer mit einem Schuss in den Kopf und einem in die Brust. Augenzeugen berichten, dass der Schütze 4 Schüsse auf den Angreifer abgegeben habe und dann verschwand. Bereits Ende August gab es eine ähnliche Szene als ein unbekannter Schütze auf einen Jugendlichen schoss, der einer Frau die Handtasche entrissen hatte. Der Schütze verfolgte ihn und schoss ihm in die Beine. Die Polizei ist nicht begeistert und warnt die Bevölkerung vor solchen Akten der Selbstjustiz. "Sie wissen nie, was passieren kann. Der Angreifer hat nichts zu verlieren und ist zu allem entschlossen, entweder töten oder sterben ist sein Motto. Der überfallene Bürger hat Familie, Arbeit, er hat sein Leben", warnt eine Polizeisprecherin. Im oben geschilderten Fall des Fahrers, der aus seinem ...

Autolawine sorgt in Recife für Dauerchaos

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Recife , die Metropole des brasilianischen Nordostens erstickt im Verkehr. Nach einer Mitteilung der Verkehrsbehörde DETRAN sind inzwischen 500.000 motorisierte Fahrzeuge in Recife angemeldet. Das bedeutet, dass jeder dritter Bewohner der Stadt über einen motorisierten Untersatz verfügt. Das hat Folgen: Recife hat täglich seinen Dauerstau und droht am Verkehr zu ersticken. Die Zeitung "Diario de Pernambuco" schreibt, dass der Verkehr sein Limit erreicht habe, auch wenn die täglichen Staus teilweise auch auf das Verhalten der Fahrer zurückzuführen sei. Die Stadt ist eine "Geisel des Autoverkehrs" titelt Diario de Pernambuco. Die Zeitung will jetzt in Zusammenarbeit mit der Bundesuniversität von Pernambuco (UFPE) eine Serie über die Probleme des Verkehrs in der Stadt veröffentlichen. Auf den Hauptmagistralen der Stadt, die Recife von Nord nach Süd und umgekehrt queren, die Avenidas Agamenon Magalhães, Caxangá und Domingos Ferreira ist inzwischen die durc...

Programm "Regenschirm" beugt vor

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Den Brasilianern stecken die immer härter zuschlagenden Wetterkapriolen und die daraus folgenden Katastrophen doch langsam in den Knochen. Man lernt und sucht jetzt das Heil in der Vorbeugung und im besser koordinierten Zivilschutz. Die Stadtverwaltung in Recife / Pernambuco hat daraus ein Programm gemacht. Das Programm heisst "Programa Guarda-Chuva". Ein "Guarda-Chuva" ist ein Regenschirm. Den braucht man nämlich demnächst des öfteren im brasilianischen Nordosten . Die Regenzeit steht nämlich vor der Tür. Das Unwetter in Rio de Janeiro ist ein heilsamer Schock, um die Vorbereitungen auf das grosse Wasser auch anderswo im Land zu intensivieren. Was ist nun das Programm "Guarda-Chuva"? Die Stadtverwaltung Recife hat eine Webseite erstellt, in welcher sie das Programm erklärt: Ständige Präsenz der Statdtverwaltung auf den Hügeln und in der Ebene, Überwachung von Zonen mit hohem Risiko, Wiederaufnahme der Arbeiten, die unterbrochen wurden, systemat...

Haiti in Recife

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Erivaldo Braz dos Santos, 27, einer der vielen obdach- und mittellosen Menschen in Recife , lebt und schläft auf der Strasse. Der Kampf um das tägliche Essen beherrscht seinen Lebensrhytmus. Dabei steht er oft vor der Frage, ob bettelnd oder stehlend. Seine Strasse, in der er mit seiner Freundin lebt und schläft, liegt im Strandviertel von Recife. Wie er dieser Tage wieder einmal auf der Suche nach Essbaren war, erregte eine vom Militär errichtete Hütte am Strand sein Interesse. In der Hütte Säcke mit Lebensmittel und darüber eine grosse Überschrift, die er nicht lesen konnte. Den Betreibern der Hütte erklärte er, dass er Hunger habe und ob sie ihm nicht etwas zu essen geben könnten. Aber sie gaben ihm nichts. Auf dem Band über der Hütte stand "Spenden für Haiti". Einer der freiwilligen Helfer erklärte ihm das. "Es geht nicht um "unser" Haiti, sondern um das da Drüben", wurde er aufgeklärt. Und dass die Sammlung wirklich nur für Haiti wäre. I...