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WM 2014 im brasilianischen Hinterland: Der Spaß ist vorbei, der Ärger bleibt

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Die FIFA WM 2014 ist Sportgeschichte. Was bleibt sind die Trümmer in finanzieller und tatsächlicher Art. Im Februar 2014 hatte ich einen Beitrag über den WM-Ort Manaus , der Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Amazonas, geschrieben. Unter anderem habe ich dazu ausgeführt: Für die 4 Spiele wurde ein neues Stadion gebaut, die Arena Amazonia . Ein bereits existierendes älteres Stadion wurde abgerissen, weil es den Anforderungen der FIFA nicht genügte. Den brasilianischen Staat kostete das 600 Millionen Real (etwa 187 Millionen Euro) und keiner weiß, was man nach den 4 Spielen mit dem Stadion anfangen soll. In diesem Zusammenhang wurde auch der Flughafen ausgebaut, für den eine große unter Naturschutz stehende Fläche entwaldet und ein Fluss unterirdisch verlegt wurde.  Für den Bau des Stadions starben 4 Bauarbeiter. Gegen das ausführende Bauunternehmen läuft seit einiger Zeit ein Schadensersatzprozess.  Die Sportausgabe der Zeitung “O Estado de São Paulo...

Auf Kritik steht Todesstrafe, das sollte man in Brasiliens Hinterland wissen

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Josias Paulino de Castro, wohnhaft in Guabira im Bundesstaat Mato Grosso, war Präsident der landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft ASPRONU. In dieser Funktion kämpfte er auch um die Legalisierung des Eigentums an Grundstücken. Hand in Hand mit korrupten Behörden werden dort Besitztitel gefälscht, um Siedler vertreiben zu können. In der Region gibt es zudem viele Sägereien und Personen, die am illegalen Holzeinschlag interessiert sind. Hinter dieser Holzmafia stecken hochrangige Politiker und korrupte Mitglieder der Militärpolizei. Eine brasilianische Zeitung beschreibt die Situation im Distrikt Guabira so: "Die harte Realität im Distrikt, einem Land ohne Gesetz, ist, dass der befiehlt, der die Macht hat und der gehorcht, der aus Einsicht kuscht." Anfang August erklärte Josias de Castro den Behörden in Cuiabá , der Hauptstadt von Mato Grosso :  "Es gibt gemietete Mörder (Pistoleiros) in der Region, aber die Behörden tun nichts gegen sie. Wir werden sterben, ...

Ein Trauerspiel der Regenwaldzerstörung

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Im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso mehren sich die Zeichen, dass die Zerstörung des Regenwaldes in letzter Zeit erheblich zugenommen hat. Im Zeitraum von August 2010 bis März 2011 war eine Steigerung von 22% bei den Rodungen und von 225% bei der Beschädigung der Wälder festzustellen. Nach Ermittlungen der brasilianischen Umweltschutzbehörde IBAMA kam es zu sogenannten Mega-Entwaldungen (Rodungen über 1.000 Hektar), eine  Entwicklung, die in den letzten 3 Jahren nicht mehr zu beobachten war. Der überwiegende Teil dieser großflächigen Rodungen war in der nördlichen Zentralregion von Mato Grosso zu beobachten. In dieser Region dominiert der großflächige Getreideanbau. Durch die Regenzeit kann der Umfang der Rodungen zur Zeit in manchen Regionen noch nicht festgestellt werden. Erst zum Ende der Regenzeit werden die Schäden im Norden und Nordosten erst in ihrem vollen Umfang erkannt werden können. Warum die Eile? Nach Informationen aus Fachkreisen hat ein Rennen um Rodunge...