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Es werden Posts vom 2020 angezeigt.

Das UNESCO-Weltkuturerbe soll verhindern, dass in Rosia Gold gefördert wird

Die Pläne zum Abbau von Gold in den Apuseni-Bergen, genaugenommen in Rosia Montana, exisitieren immer noch und werden auch von einschlägigen Kreisen weiterhin verfolgt. Über die Jahre haben Bürgerinitiativen gegen das Projekt gekämpft. Jetzt besteht die Chance endgültig zu verhindern, dass der Bergbau in dieser Region möglich wird. Unmweltorganisationen verlangen, dass die rumänische Regierung die Anerkennung der Region als Weltkuturerbe durch die UNESCO vorantreibt. Sie scheint damit Erfolg gehabt zu haben, am 31. Januar hat jetzt das Kuturministerium einen entsprechenden Antrag bei der UNESCO gestellt.

Der Senator und Umweltaktivist Mihai Goțiu schreibt, dass die am Berbauprojekt interessierten Wirtschaftsuntehmen weiterhin versuchten, den UNESCO-Antrag zu hintertreiben, indem Lügen und Falschbehauptungen in der Bevölkerung verbreitet würden, die da sind:

Rumänien müsse Milliarden an Dollar für die Anerkennung als Weltkulturerbe an die UNESCO bezahlen Rumänien würde auf erhebliche G…

Wir haben und brauchen keinen König

Der spanische König Felipe VI. hat am 3. Februar das Abgeordnetenhaus nach der vollendeten Regierungsbildung mit einer Rede eröffnet. Nach spanischem Brauch folge vor dem Parlament (Kongress) erst einmal eine militärische Ehrung des Königs. Monarchie und Militär fühlen sich nämlich in der Tradition des Diktators Franco als die wahren Herren des Landes. In seiner Rede führte er aus, dass jetzt die Stunde des Wortes, des Argumentes und Dialoges gekommen sei. Da das neue Parlament viel vielfältiger sei, komme es darauf an, dass man im Parlament Kompromisse finde. Ansonsten wurde er nicht sehr konkret und auf die Zerrissenheit des Landes ging er nicht ein.

Zerrissen zeigte sich schon das Parlament. Die Vertreter der Regionalparteien, etwa 50 an der Zahl, verließen vor seiner Rede das Parlament. Sie veröffentlichten eine Erklärung mit folgenden Inhalt:

"Wir haben keinen König. Demokratie, Freiheit und Republiken. Die spanische Monarchie und sein höchster Repräsentant, der König von S…

Überschwemmungen und Erdrutsche in Brasilien und mangelnder Zivilschutz

In den brasilianischen Bundesstaaten Minas Gerais, Espirito Santo und Rio de Janeiro hat es Ende Januar heftige Regenfälle mit Überschwemmungen und Erdrutschen gegeben. Der Beauftragte für Menschenrechtsfragen und Minderheiten des brasilianischen Parlaments, Helder Salomão, hat die Region besucht und von den Verantwortlichen dringende Maßnahmen zur Beseitigung der Notlage der Bevölkerung gefordert.

Die Situation sieht nach Schilderung des Blogs "Combate racismo ambiental" so aus:

In den letzten Tagen sind 3 Bundesstaaten des Südostens von Überschwemmungen heimgesucht worden, die zu Bergrutschen, Toten, Zusammenbruch von Gebäuden und anderen Problemen auf Grund der starken Regenfälle geführt haben.

In Espírito Santo ist in zwei Städten der öffentliche Notstand ausgerufen worden und in 16 weiteren eine Notsituation. Bisher wurden 10 Tote und circa 14.000 Obdachlose gezählt. In Minas Gerais gibt es bereits 55 Tote und 101 Städte in Notlage. In Rio steigt die Zahl der Obdachlosen…

Das Kulturministerium und die Frisöre

Der rumänische Rechnungshof hat aufgedeckt, dass das  rumänische Kulturministerium eine Reihe von Frisören und Frisörinnen beschäftigte, die in das Ministerium abgeordnet wurden und dort das 2,5 fache eines Gehaltes des Durchschnittsbediensteten des Ministeriums verdienten. Die Haarspezialisten wurden als "Räte" im Ministerium angestellt. Insgesamt soll es sich um 14 Personen handeln. Die Gewerkschaft "Culturalia" beschwert sich über diese Einstellungen und die Höhe der Gehälter. Die Stammbediensteten würden währenddessen oft nicht einmal ihr Gehalt vollständig ausbezahlt bekommen.

Das Kulturministerium scheint kein Einzelfall zu sein, auch im Agrarministerium sind solche Beschäftigungsverhältnisse zu finden. "Culturalia" verlangt jetzt, dass eine Untersuchung dieser Einstellungspraxis erfolgt. Dies dürfte auch für die rumänischen Bürger interessant sein: Was haben denn Frisöre für eine Expertise in das Kulturministerium eingebracht?


Coafeze detaşate …

Britische Regierung demütigt Schottland im imperialen Kolonialstil

Die schottische Ministerpräsidentin hatte bei der Regierung in London den Antrag für die Abhaltung eines neuen Referendums über die Unabhängigkeit für Schottland gestellt. Premier Boris Johnson hat diesen Antrag süffisant unter dem Hinweis abgelehnt, dass die Schotten bereits 2014 ein Referendum abhalten konnten und für den Verbleib in der Union gestimmt hätten und das reiche auch. Es wäre auch nur demokratisch, wenn am Resultat dieses Referendums festgehalten würde.

Der Politikwissenschaftler Richard Murphy hat Johnsons Argumente in seinem Blog unter dem Titel "Johnsons Haltung gegenüber Schottland ist eines der grenzenlosen Verachtung" die Argumente der Johnson-Regierung zerpflückt:

Erstens, die angegebenen Überlegungen stimmen nicht. Es genügt nicht zu behaupten, dass die Zukunft Schottlands wurde durch den Kommentar eines SNP-Parteiführers für immer festgelegt wurde (die Erklärung, dass das Referendum 2014 eine einmalige Gelegenheit in diesem Jahrhundert gewesen war). D…

Wie es sich anfühlt ein schwarzhäutige Lehrerin in Brasilien zu sein

Im Blog "Blogueiras negras" beschreibt die Lehrerin Luciane Silva, promoviert in afrikanischer Literatur und einem Doktor im Bereich Erziehungswesen, wie es sich anfühlt als eine schwarze Lehrerin an brasilianischen Schulen zu unterrichten. Nachstehend zusammengefasst ihren Bericht:
Vorurteile und der tägliche Rassismus in Brasilien töten. Wenn man sich dagegen wehrt, wird man mit dem Vorwurf des "Opfergehabes" zum Schweigen gebracht. In der Schule sind für schwarze Lehrer/-innen nicht nur der Umgang mit den Schülern, sondern auch den Arbeitskollegen ein Problem. Einer schwarzen Lehrer/-in gesteht man keine Autorität zu. Weder Schüler noch Arbeitskollegen sind daran gewöhnt eine schwarze Person in einer führenden Stellung zu akzeptieren und als Autorität anzuerkennen. In der brasilianischen Gesellschaft ist man daran gewöhnt, Schwarze nur in subalternen Stellungen, wo man ihnen Weisungen gibt, zu erleben. Und diese Weisungen erteilen normalerweise Weiße.

Schwarze, …