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Türkische Menschenhändler quälen Brasilianer

Mitte April reiste die brasilianische Musikgruppe Gafieira Brasil in die Türkei. Ein türkischer Empresario engagierte sie für Konzerte mit afro-brasilianischer Musik in Istanbul und mehreren anderen türkischen Städten. Das Engagement scheint für die Truppe ein Alptraum geworden zu sein.
Sie meldeten sich bei ihren Angehörigen und baten um Hilfe. Sie seien in einem verlassenen Landhotel in Bodrum wie in einem privaten Gefängnis eingeschlossen worden unter dem Vorwurf, sie hätten einen türkischen Empresario ermordet. Sie fühlen sich betrogen und sehen sich als Opfer eines Menschenhändlerringes. Eigentlich wären ihnen 10.000 US$ pro Monat vorgesprochen worden. Von dem Geld hätten sie bisher nichts gesehen. Inzwischen würden sie nicht einmal genug zu essen bekommen.

Sie hätten in der Türkei auch keine Arbeitserlaubnis bekommen, so wie es der Empresario versprochen habe. Deshalb wären sie von der Polizei 8 Stunden lang festgehalten worden und es wurde ihnen mit Abschiebung gedroht.

Alarmiert von der Angehörigen befasst sich jetzt das brasilianische Generalkonsulat mit dem Fall. Nach Ansicht des Generalkonsuls wurden die Künstler Opfer eines Menschenhändlerrings, der auch im Drogen-, Waffen- und Geldwäschegeschäft tätig ist und Verbindungen nach Sao Paulo und Rio de Janeiro hat. "Auch andere Brasilianer wurden schon Opfer dieser Falle", erklärte der Generalkonsul. Der vermeintliche Empresario Bayran würde von Polizei und Interpol gesucht.

Informationsquelle: Terra, Brasileiros dizem que foram mantidos em cárcere privado na Turquia

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