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Bolsonaro und Orban feiern ihre Verbrüderung

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Bolsonaro reist zur Zeit durch Europa mit dem Ziel, vor dem russischen Präsidenten seinen Kniefall zu machen. Der brasilianische Versager sucht Verbündete unter denen, die von Demokratie nichts halten und Selbstdarsteller erster Güte wie er sind. Dazu passt in der Tat Victor Orban, das Großmaul aus Ungarn. Er scheint in Europa neben Putin, der einzige zu sein, der Bolsonaro empfangen wollte. Beim Zusammentreffen mit Orban erklärte Bolsonaro nach Meldung des brasilianischen Blogs "Blog das Cidadania" unter dem Titel "Bolsonaro behauptet, Bruder des ungarischen Halbdiktators zu sein": “Geschätzter Orban, es ist für mich eine große Befriedigung in Ungarn zu sein. Ich betrachte ihr Land als unseren kleinen großen Bruder. Klein, wenn wir die flächenmäßige Größe unserer Länder sehen, aber groß, wenn wir die Werte in Betracht ziehen, die wir repräsentieren und die wir in 4 Worten zusammenfassen können: Gott, Vaterland, Familie und Freiheit. Wir stimmen auch in vielem übrei...

Die britischen Tories schreiben sich den Brexit schön und hoffen auf die Dummheit ihrer Volkes

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Premierminister Boris Johnson und seine ihm ergebene Schar von der konservativen Partei müssen ganz schön verzweifelt sein, wenn sie sich dazu gezwungen sehen, den Brexit in einem Druckwerk namens "Benefit of Brexit" als Riesenerfolg hinzustellen, obwohl in Großbritannien kaum einem verborgen bleibt, dass er ein Riesendesaster ist. Aber das Schwadronieren und Schönreden liegen ja Johnson und seiner Gefolgschaft im Blut.  Im Vorwort beschreibt Johnson das Ziel dieses Erfolgsberichts: "Dieses Papier beschreibt wie wir ihn (den Brexit) nutzen wollen. Indem wir uns von 40 Jahren EU-Mitgliedschaft abnabeln, indem wir beibehalten, was funktioniert, ändern was nicht funktioniert, neue Industrien förden, ältere neu bleben und tatkräftig die britische Flagge auf der Weltbühne wieder aufrichten." Natürlich macht so etwas neugierig, auch wenn man auf Grund der bisherigen Nachrichtenlage denkt, dass es schwer sein muss diesen Brexit schön zu reden. Gottseidank ist zu Beginn de...

Brasilianische Machos verbieten ihren Frauen sich gegen Covid impfen zu lassen

Die Internet-Zeitung "The Intercept" berichtet in einem ihrer Newsletter von Fällen, in denen in Brasilien Frauen von ihren Ehemännern verboten wurde, sich gegen Covid impfen zu lassen und die nach Infektion verstorben sind. Die Reporterin Yasmin Santos von "The Intercept" bezieht sich auf einen Bericht der Ärztin Nathália Fraporti und schreibt: Natali, die in der Pandemie in den Intensivstationen von vier Krankenhäusern in Sao Paulo gearbeitet hatte, schilderte mir Fälle in denen Männer, entweder weil sie sich nach der Politik der Regierung Bolsonaro richteten oder die durch den Sturm von Fake News desorientiert waren, von ihren Frauen verlangten, dass sie sich nicht impfen lassen dürften. In den Fällen, von denen sie berichteten, haben die Männer das später bereut, aber in einem der zwei Fälle, der von Renata, war es zu spät: Beide, der Mann und die Frau, infizierten sich, er überlebte, sie verstarb. Obwohl die Pandamie erst neueren Datums sei, erklärte die Ärzti...

Endlich ist auch in Spanien Massentierhaltung ein Thema

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Der spanische Verbraucher-Minister Garzón hat dieser Tage die Massentierhaltung in Spanien kritisiert und damit eine erhebliche Kontroverse ausgelöst. Sie sei verantwortlich für Umweltverschmutzung, die Misshandlung der Tiere und die schlechte Qualität des Fleisches. Das führte dazu, dass die gesamte politische Rechte im Parlament unisono aufbrüllte und seinen Rücktritt verlangte. Wie blind manche Politiker in diesem Spektrum sind, das ist daran zu erkennen, dass man nicht einmal bereit ist über ein gravierendes Problem in der spanischen Landwirtschaft zu reden.  Denn die Massentierhaltung, vor allem in der Schweinezucht, ist ein echtes Problem in Spanien. Böden und Grundwasser sind verseucht. Die Jauche wird in extra dafür eingerichteten Talsperren gelagert. In Katalonien, der Region mit den meisten Tierfabriken, sind 7 von 10 Grundwassergebiete verseucht. Dort ist das Trinkwasser nicht genießbar. Die Befürworter der Massentierhaltung ziehen sich auf das Totschlag-Argument des Ve...

Was haben Orban und Konsorten mit dem Steinzeit-Kommunismus gemein?

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In Rumänien gibt es die Ungarn-Partei UDMR , die vor allem von Angehörigen der ungarischen Minderheit gewählt wird, die aber oft das "Zünglein an der Waage" bei Regierungsbildungen ist. Vorsitzender ist Hunor Kelemen.  Im September 2021 fand in Budapest der "Gipfel für Demographie" statt, eine Versammlung rechtsgerichteter und reaktionärer Politiker, die sich für eine Familienbild von vorgestern stark machen. Treibende Kraft ist der ungarischen Ministerpräsident Orban. Auf dieser Versammlung demonstrierte nun UDMR-Kelemen ganz im Sinne Orbans für seine Ansicht zur "Demographie". Dabei ging es ihm vor allem darum nachzuweisen, dass unter dem kommunistischen Ceausescu-Regime, das die Abtreibung verboten hatte, es eine hohe Geburtenrate gab. Seine Schlussfolgerung war deshalb, dass man diesen Weg wieder beschreiten sollte, da die Geburtenrate in Rumänien in neuester Zeit viel zu niedrig sei. Zu diesem Zweck verlangte er die Einrichtung eines "Familienm...

Lieber heute als morgen raus aus Brasilien

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Die Webseite "Racismo ambiental" berichtet, dass die Zahl der auswandernden Brasilianer und Brasiliannerinnen noch nie so hoch war wie zur Zeit. Während 2012 noch 1,9 Millionen von ihnen im Ausland lebten, sind es jetzt 4,2 Millionen. 2018 erklärten 70 Millionen BrasilianerInnen, dass sie das Land verlassen würden, wenn sie die Möglichkeit dazu hätten, was darauf schließen lässt, dass die Auswanderung noch zunehmen wird. Ziel ist überwiegend Nordamerika (46%) und Europa (31%). Noch schlimmer ist, dass vor allem die Jugend das Land verlassen will. Nach einer Erhebung des sozialpolitischen Instituts Getulio Vargas haben 47% der zwischen 15 und 29 Jahre alten BrasilianerInnen erklärt, das Land bei nächster Möglichkeit verlassen zu wollen. Erstaunlich für ein Land, das bisher als Einwanderungsland galt. Aber es gibt genügend Gründe für dieses Phänomen. Es ist die wirtschaftliche und politische Entwicklung, die seit dem Impeachment der damaligen Präsidentin Dilma Rousseff eingeset...

Saudi Arabien lässt britische Zeitungen seine Umweltbilanz schön schreiben

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Die Internet-Zeitung Byline Times berichtet, dass sich die Tageszeitungen The Independent und Evening Standard von Saudi-Arabien für eine positive Berichterstattung bei der Umweltkonferenz COP26 der UN in Glasgow bezahlen lassen haben. Der Independent hatte allein 50 Artikel zu Saudi-Arabien verfasst, die weitgehend positiv über die Umweltbilanz des Landes berichteten, obwohl das Land als größter Öl-Exporteur mit zu den größten Verschmutzer des Planeten gehört.  UK Newspapers Accepted Money to Publish Positive Environmental Stories About Saudi Arabia Around COP26