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Pestizide in Brasilien dank Bolsonaro im gewissenlosen Einsatz

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Wer gewinnt tatsächlich mit den Agrarpestiziden in Brasilien, fragt sich die Webseite "Outras Midias". "Fast 90% der Pestizide, die Bolsonaro freigegeben hat, werden im Ausland produziert. Dieses Geschäft trägt allein mit 7,2 Milliarden US$ zu unserm Handelsdefizit bei. Dank Steuerprivilegien gibt es auch keine Einnahmen für den Staat. Die Politik beklagt, dass die brasilianische Agrarwirtschaft immer mehr in den Händen von Ausländern ist." Quem ganha de fato com os agrotóxicos no Brasil  

Wieder Hunger in Brasilien

Nach Daten des Brasilianischen Statistikinstitutes (IBGE) aus dem Jahre 2018 haben 10,3 Millionen keine regelmäßige Mahlzeit am Tag. Diese Situation hat sich noch verschlimmert mit der Corona-Pandemie. Brasilien gehört jetzt wieder zu den Ländern, in denen es Hunger gibt, nachdem es seit 2014 nicht mehr dazu zählte. In der vergangenen Woche verlor das Land 5 Positionen im Ranking der UNO beim Index für menschliche Entwicklung (IDH), wo es vom 79. auf den 84. abrutschte. Die Situation wird sich noch weiter verschärfen, wenn die Nothilfe während der Pandemie wie geplant jetzt wegfällt.   Com a volta da fome no país, ONGs e movimentos populares alimentam o povo no Natal  

Parlamentswahlen in Rumänien: Alles wie gehabt

Bukarest (ADZ) – Die Sozialdemokratische Partei (PSD) hat mit 29,83 Prozent den größten Anteil der Wählerstimmen bei den Parlamentswahlen gewonnen, so die Angaben des Zentralen Wahlbüros (BEC) nach Auszählung der Stimmen aus 62,54 Prozent der Wahllokale am Montagvormittag. Dahinter folgt die Nationalliberale Partei (PNL) mit 24,66 Prozent, drittstärkste Kraft ist die Allianz USR-PLUS mit 15,44 Prozent – an vierter Stelle liegt überraschenderweise die sich rechtsaußen positionierende Allianz für die Vereinigung der Rumänen (AUR) mit 8,65 Prozent. Der Ungarnverband UDMR erzielte 7,57 Prozent und verbleibt damit im Parlament, zittern um den Einzug ins Parlament muss dagegen die Partei der Volksbewegung (PMP, 4,77 Prozent). Die Partei von Ex-Premierminister Victor Ponta, Pro România liegt bei 4,27 Prozent) und somit ebenfalls unter der Eintrittsschwelle.  Die Politikwissenschaftlerin Alina Mungiu-Pippidi kommentiert unter dem Titel "Es ist nicht so ausgegangen wie es sollte, sollen ...

Brexit macht kindisch

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Der britische Gesundheitsminister, Matt Hancock , verkündigt dieser Tage, dass die zuständige britische Gesundheitsbehörde MHRA den Impfstoff der Firmen Pfizer/Biontech für Impfungen gegen Covid-19 freigegeben habe. Stolz fügte er hinzu, dass das Vereinigte Königreich das erste Land in der Welt wäre, das einen klinisch getesteten Impfstoff freigegeben habe. Der Tory-Abgeordnete und konservativ-nationale Superpatriot Jacob Rees-Mogg benutzte diese Gelegenheit, um über Twitter bekannt zu geben, "dass dieser Impfstoff nur so schnell freigegeben werden konnte, weil sein Land aus der EU ausgetreten sei". So wäre keine Genehmigung der EU-Behörden nötig gewesen, die viel langsamer gewesen wäre. Der Brexit macht offensichtlich kindisch. Er lässt uns auf einen längst überholt geglaubten Länderegoismus in Europa zurück fallen, ohne sich daran zu erinnern, welches Leid in Europa zwei Weltkriege für die europäische Bevölkerung brachten. Es liegt scheinbar im Blut eines englischen Konse...
Die Webseite der "Kontext: Wochenzeitung" berichtet: Tropensteaks auf Kosten des Klimas Der Großhandelskonzern Metro verschachert brasilianisches Rinderfilet zum Schnäppchenpreis. Was Kunden freuen dürfte, verdirbt Umwelt- und Klimaschützern den Appetit: Im Herkunftsland des Fleisches verbrannten in diesem Jahr rekordverdächtig viele Urwälder und Savannen – meist um Weide- und Futteranbauflächen zu gewinnen. Weiterlesen:  Tropensteaks auf Kosten des Klimas  

Spaniens oberste Richter sind eine Katastrophe für das Land

Auf der einen Seite sind die spanischen obersten Gerichte wie der Tribunal Supremo oder die Audiencia Nacional in Madrid knallhart, wenn es darum geht Unabhängigkeitsbestrebungen in den Regionen oder Meinungsäußerungen, die sich gegen den Zentralstaat, Monarchie und Militär/Polizei richten mit harten Strafen zu verfolgen. Auf der anderen Seite zeigen sie eine erstaunliche Milde oder sogar ungespieltes Desinteresse, wenn es darum geht korrupte Politiker aus der Zeit der Regierung der konservativ/reaktionären Regierung um Mariano Rajoy zu verfolgen oder die Schandtaten des Ex-König Juan Carlos und seiner Familie strafrechtlich zu untersuchen. Jetzt hat die Audiencia Nacional wieder einen drauf gesetzt, indem sie die in den Bankia-Skandal verwickelten Manager, vor allem den ehemaligen Finanzminister Rodrigo Rato , in letzter Instanz von aller Schuld freisprachen. Die Bank "Bankia" hatte sich völlig verzockt und musste mit 22 Milliarden Euro vom Staat gerettet werden. Rato sass...

Brasilianer haben wenig Lust auf Lokalpolitik

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In Brasilien stehen die Kommunalwahlen bevor. Die Zeitung "Folha de S. Paulo" berichtete über eine Umfrage zur Wahl: "Befragt, ob sie wüssten, wen sie wählen würden, sagten 57%, dass sie keine Ahnung hätten, wen sie wählten sollten und 16% neigten dazu, überhaupt niemanden zu wählen." Der geschäftsführende Herausgeber der Online-Zeitung "Intercept" hat das zum Anlass genommen in einem Newsletter auf die Situation einzugehen. Hier der Wortlaut Die Wähler sind ziemlich desinteressiert dabei mitzuwirken, wer in den Städten das Sagen ab kommenden Jahr haben wird. Nach soviel Einprügeln auf die poltische Klasse, auch im Rahmen des Lava Jato-Skandals , sehen wir, dass uns die Rechnung dafür immer teurer zu stehen kommt. Es handelt sich um einen andauernden und frustrierenden Zustand. Wir sehen Zombies, Gespenster von demoralisierten Wählern. Wir überlassen das Wählen anderen. Das Problem ist, dass es jedesmal noch mehr Enttäuschte gibt, die auf die Seite der Zom...