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Wer verdient eigentlich an Olympiade & Co?

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Sportliche Goßveranstaltungen sind heutzutage reine Geldmaschinen. Der Sport spielt nur noch eine Nebenrolle. In erster Linie sahnen erst einmal die Dachverbände des Sport und die Funktionärsbürokratie, die in der Regel in Luxushotels absteigt und sich kostenlos durchfüttern lässt, ab. Als nächstes sind es Unternehmen, die mit Exklusiv-Verträgen sich Werbepfründe sichern und im Hintergrund in geschlossenen “Clubs” begleitend ihre Strippen ziehen. Ein gutes Beispiel dafür ist das Deutsche Haus in London zur demnächst startenden Olympiade. Natürlich hat das übermächtige IOC alles Interesse, den veranstaltenden Ländern und Kommunen dieses teure Spektakel als Langzeitsinvestition darzustellen. Die meisten vom Steuerzahler finanzierten staatlichen Organe fallen auch darauf rein. Die Politiker hoffen, dass von dem Glanz des Spektakels etwas für sie abfällt, deswegen stimmen sie gerne in den Chor der Profitabilität einer solchen Großveranstaltung ein. Dabei gibt es genügend Beispiele, da...

Rumänien, 13 Jahre nach der Mineriade Rechtfertigung für einen neuen Aufstand?

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Vor 13 Jahren gab es in Rumänien die sogenannte 2. Mineriade . Minenarbeiter aus dem Schiltal machten sich auf dem Weg nach Bukarest, um der damaligen Regierung "mores" zu lehren und Entschädigungen für ihre Entlassungen durchzusetzen. Rumänien stand damals vor einer schweren Staatskrise. In Rumänien lebend, habe ich mir damals (1999) ein paar Notizen zur Situation im Land gemacht, die ich hiermit wiedergebe:   "Rumänien, dieses Land der scharfen Gegensätze, lässt auch den nur vorübergehend hier lebenden Ausländer nicht ganz unberührt. Das heißt, dass man mit der Zeit von den Stimmungsumbrüchen, die in diesem Land herrschen, beeinflusst wird. Die Rumänen sind zur Zeit ewige Pessimisten, die glauben ihr Land ist Mist, die Politiker sind Deppen und aus uns wird so oder so nix. Es ist schwer, Ihnen „Kopf hoch“ zu sagen und zu empfehlen, in die Hände zu spucken und die Lösung ihrer Probleme selbst in die Hand zu nehmen.   Im Frühjahr 1999 sah es für Rumänien sehr...

Spanischer Atomkraftwerkbetreiber straft nicht willfährige Gemeinde ab

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Sie müssen eine fürchterliche Angst haben, die spanischen Atomkraftbetreiber oder über eine gnadenlose Arroganz verfügen. Die Betreiber des spanischen Atomkraftwerks Almaraz haben der Gemeinde Navalmoral de la Mata, in dessen Nähe das AKW liegt, die Wirtschaftszuschüsse entzogen, weil die Gemeinde es einer Gruppe der Umweltschutz-Bewegung erlaubt hat, Gemeindeeinrichtungen zu benutzen. Wer sind denn nun diese gefährlichen Atomkraftgegner? Die Gruppe “Eco Marcha” hatte zu einer Aktion “Pedaleando Caminos Alternativos” (Radeln auf alternativen Wegen) aufgerufen. Die Gruppe der radelnden Umweltinteressierten ist seit einigen Tagen unterwegs. Sie beschreiben ihre Absichten so: “In 15 Etappen, drei davon durch die Region Madrid, radelt das ökologische Fahrerfeld gegen die Krise und die sozialen Einschnitte, für die Alternativen zu diesem ungerechten und unhaltbaren Model, für die Bewahrung der Natur und die alternativen Wege, die uns aus diesem Hexenkessel herausholen.” In Navalmoral d...

Schottland: Der Kampf gegen Alkoholismus schädigt die Whisky-Industrie

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Die schottische Regierung sieht mit Sorge, dass ein großer Teil der Bevölkerung ein chronisches Alkoholproblem hat. Sie hat jetzt ein Gesetz auf den Weg gebracht, das einen Minimalpreis für alkoholische Getränke festlegen soll. Geplant ist, dass die billigste Flasche Wein nicht weniger als £4.69 (ca. 6 €) und das Vierer-Pack Bier mindestens £3.52 (ca. 4,50 €) kosten muss. Dagegen wehrt sich die Schottische Whisky-Vereinigung (Scotch Whisky Association; SWA), die Interessenvertretung der Whisky-Produzenten. Zwar sieht die SWA auch das Problem. Sie schreibt auf ihrer Webseite: “Wir akzeptieren, dass Schottland gegen die Alkoholschäden kämpfen und auf eine Änderung der Haltung zu Alkohol und Trunkenheit in Schottland gedrängt werden muss, aber die politischen Entscheidung müssen dahin gerichtet werden, wo das Problem liegt. Etwa 30% von denen die trinken, trinken 80% des verkauften Alkohols. Dieses Problem sollten wir zuerst angehen.” Die SWA ist nämlich der Meinung, dass ein Minimump...

Das Gottesvolk am Amazonas zieht Bilanz und sieht schwarz

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Anfang Juli haben sich die katholischen Bischöfe des brasilianischen Amazonasgebietes in der Stadt Santarém getroffen, um des 40-jährigen Jubiläum der ersten Bischofskonferenz in derselben Stadt zu gedenken. Die Bischöfe haben eine Bilanz über die seither eingetretenen Veränderungen gezogen und diese in einem Hirtenbrief an das “Gottesvolk” des Amazonas weitergegeben. Nachstehend in Auszügen ihre Schlussfolgerungen zum Stand der gesellschaftlichen, sozialen und wirtschaftlichen Situation der Amazonas-Region: “Wir stellen Fortschritte im sozialen und politischen Bereich fest, mit neuen Beteiligungsorganen, Räten für die öffentliche Politik, Teilnahme an Kampagnen für gerechtere Gesetze, Erweiterung des Bewusstseins und des Eintretens für die ökologische Frage. Auf wirtschaftlichem Gebiet wächst der Konsum und die Kaufkraft, auch wenn diese nicht immer zur Erhöhung der Lebensqualität beiträgt. Das Leben in Amazonien ist weiterhin schwer. Die Entscheidungen über die Entwicklung Am...

Spanische Abgeordnete kommentiert Proteste gegen Kürzungen mit "fickt euch!"

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Die derzeitige spanische Regierung hat ein Glaubwürdigkeitsproblem. Die Partido Popular (PP) hat die letzten Wahlen mit absoluter Mehrheit gewonnen. Erklärbar ist dieser Wahlsieg nur mit der Verzweiflung der Menschen über die sich ständig verschlechternde Wirtschaftssituation. Denn ausgerechnet diejenigen, die den spanischen Staat in den Jahren ihrer Macht (1996 - 2004) am schamlosesten ausgebeutet haben, dürfen jetzt die Spanier mit Kürzungen und Mehrbelastungen strangulieren. Der immer noch schwelende "Gürtel-Skandal" zeigt das deutlich. Während die Sozialisten noch an der Macht waren wurde von der damals in der Opposition befindlichen PP alles dafür getan, um die Einsparungsprogramme der damaligen Regierung zu torpedieren. Keine Versprechung gegenüber dem Volk war schade genug, um nicht angewandt zu werden. Und jetzt werden alle diese Versprechungen zur Makulatur und die Bürgerinnen und Bürger stehen mit einem "dicken Hals" da. Kein Wunder, dass die Emotionen...

Von britischen Jugendlichen wird erwartet, dass sie kälteresistent sind

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Großbritannien verfügt über eine Brennstoff-Armut-Strategie ( Fuel Poverty Strategy ). Das Strategie-Papier definiert das Vorliegen von Brennstoff-Armut für Fälle, in denen Haushalte mehr als 10 % des Einkommens unter Ausschluss der Wohnungskosten ausgeben müssen, um die Raumtemperatur ihrer Wohnungen auf ein akzeptables Niveau zu bringen. Als ein akzeptables Niveau für eine gesunde Innenraumtemperatur ist von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Raumtemperatur von 18 bis 21 Grad Celsius festgelegt worden. Bei steigenden Energiepreisen in den letzten Jahren hat die Brennstoff-Armut in der britischen Gesellschaft zugenommen. Die britische Regierung versucht dem entgegen zu steuern, indem für die betroffenen Haushalte Förderungsprogramme zur Wärmeisolierung der Wohnungen aufgelegt werden. Stellvertretend sei hier für die Bekämpfung der Brennstoff-Armut der “South Ayrshire Council” in Schottland zitiert: “Gegen die Brennstoff-Armut kämpfen ist wichtig für das Wohlergehen aller ...