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Pfusch bei AKW-Bau in Frankreich

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Das Kernkraftwerk Flamanville liegt an der Westküste der französischen Halbinsel Cotentin am Ärmelkanal. Das Kernkraftwerk umfasst zwei Druckwasserreaktoren und liegt etwa 20 Kilometer südlich der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague. Seit 2004 wird auf dem Areal ein weiterer Reaktor gebaut, dieses mal ein Druckwasserreaktor der dritten Generation (Europäischer Druckwasserreaktor, EPR). Das Datum der endgültigen Inbetriebnahme wurde ständig verschoben, jetzt hofft man, dass die Stromproduktion im Jahr 2016 beginnen kann. Bisher schätzt man die Kosten auf 6 Milliarden Euro. Wenn das mal reicht! Die französische Atomsicherheitsbehörde ASN hat in den letzten Monaten mehrfach die Rohbauten des künftigen Reaktors beanstandet. Das Satire-Magazin “le Canard enchaîné ” hat heute enthüllt, dass vom 2010 bis August 2011 vier scharf gehaltene Briefe an EDF, den Bauherrn, abgesandt wurden, in der die Qualität mehrerer lebenswichtiger Konstruktionsteile des zukünftigen Reaktors kritisiert wird....

Die Kikos schwärmen aus und bekehren

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Kiko Argüello ist ein hundertprozentiger Katholik, seiner Berufung nach Künstler und Gründer des “Neukatechumenischen Weges” (Camino Neocatecumenal). Abgekürzt werden seine Anhänger “Los Kikos” genannt. Seine Bewegung hat er in der 60er Jahren in Spanien gegründet. Heute manifestiert sie sich so: “Ich bin nicht verückt! Der Herr hat mir gesagt, du musst mir 20.000 Priester für China vorbereiten. Und hier sind 300.000!” Eine große Menge Jugendlicher, die Kiko Argüello während des katholischen Weltjugendtages in Madrid zuhören, springen auf und rennen zum Altar von Cibles. Dieses Spektakel zeigte sehr gut den Stil und die Effektivität des Camino Neocatecumenal, der Armee der neuen Evangelisierung der Katholischen Kirche in der Welt. Ist sie eine katholische Sekte? Die beste Veranlagung dazu hat die Gruppierung. Eine Mischung aus Hysterie und Massenpsychose, ein Führer – Argüello wird auch gerne “lider” (Führer) genannt –, Geheimnistuerei, das sind die besten Voraussetzungen für ein...

Kaiowá und Guarani haben die Nase voll

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Die brasilianischen Indio-Völker der Kaiowá und Guarani haben sich in diesen Tagen im Indio-Gebiet Passo Pirajú, in der Gemeinde von  Dourados des Bundesstaates Mato Grosso do Sul versammelt und ein Manifest verabschiedet, das ich hiermit teilweise wiedergebe: “Die Völker der Kaiowá und Guarani haben viel Besuch bekommen durch den MPF , FUNAI (brasilianische Behörde für Indios), von Vertretern der Bundespolizei und der Bundesregierung und Abgeordneten, die sich unsere Forderung zur endgültigen Festlegung unserer Gebiete angehört haben. Wir werden keinen Rückschritt in unseren Rechten akzeptieren. Die Behörden FUNAI und MPF haben uns über den Fortgang der Identifizierung unseres Territoriums informiert und sagten, dass ein Teil der Berichte dazu noch in diesem Jahr erscheinen würde und ein Teil zu Beginn des kommenden Jahres. Seit der TAC ( eine Art Schlichtungsvereinbarung ) durch den MPF und FUNAI 2007 unterschrieben wurde, haben sie uns auf jedem Aty Guasu ( Versammlung der ...

Warum der 23. August für die Rumänen wichtig sein soll

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“Der 23. August ist unter zwei Gesichtspunkten für die Rumänen wichtig. Am 23. August 1939 wurde der berühmte Ribbentrop-Molotow-Pakt in Moskau unterzeichnet. Der Vertrag war ein Markstein in der europäischen Geschichte und im Geheimprotokoll zum Vertrag wurde Bessarabien erwähnt. Dieser Pakt bereitete für die Rumänen den psychologischen Schock des Sommers 1940 vor. An zweiter Stelle hat Rumänien am 23. August 1944 im 2. Weltkrieg die Seite gewechselt und kämpfte jetzt zusammen mit den Alliierten gegen die ehemaligen Verbündeten, die Deutschen.” Dies ist die Darstellung des Geschichtsprofessors Mihai Manea, der bedauert, dass dieser Tag für die Rumänen kein Festtag mehr ist. Heutzutage weiß die Mehrheit der rumänischen Jugendlichen nichts mehr über diesen Feiertag. Geschichtsprofessor Manea bedauert, dass die Rumänen damit ein gesellschaftliches Gemeinschaftsgefühl über einen nationalen Feiertag verloren haben. Die Rumänen erinnern sich an diesen Tag als den Tag, an dem sie dem geli...

Der Geisterflughafen am Fuß der Pyrenäen

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Huesca ist eine Stadt in der spanischen autonomen Region Aragón . Sie liegt am Fuß der südlichen Zentralpyrenäen und ist stolzer Besitzer eines Flughafens . Dieser wurde vor 4 Jahren eingeweiht, die spanische Regierung hatte dafür 40 Millionen Euro ausgegeben. Die Entwicklung der Passagierzahlen, die Huesca ansteuerten nahm allerdings eine deprimierende Entwicklung. Im vergangenen Monat Juli landeten hier nur 15 Passagiere. Vor lauter Schreck ist auch noch die letzte Fluggesellschaft, die Huesca bisher anflog, die Fluglinie “Pyrenair”, abgesprungen und hat seine Flüge nach Huesca eingestellt. 20 Beschäftigte des Flughafens warten seitdem gelangweilt auf Kundschaft. Trotzdem will AENA, der Betreiber spanischer Flughäfen, das Personal vorläufig halten. Dabei war alles ganz anders gedacht. Die verantwortlichen Politiker träumten von Huesca als einen wichtigen Verbindungsknoten der die Zentralpyrenäen mit der Welt verbinden sollte. Man hoffte vor allem auf Touristen, die im Rahmen von...

Balconing - idiotisch, aber gut fürs Internet

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Das neueste prickelnde Ferienerlebnis von Jugendlichen an spanischen Ferienorten ist das “Balconing”. Unter Anfeuerungsrufen ihrer Kumpane springen Jugendliche aus ihren Hotelzimmerballkonen und versuchen dabei das unten liegende Schwimmbecken zu treffen. Selbstverständlich sind die Handys auf Video geschaltet und halten diese denkwürdige Tat für die Öffentlichkeit im Internet fest. Auf den Balearen haben es auf diese Weise 3 Jugendliche dieses Jahr geschafft, sich aus dem Leben zu befördern. 10 sind dabei schwer verletzt worden. In der Regel haben die Betroffenen dabei noch eine große Restmenge Allkohol im Blut gehabt. Während früher Touristen unfreiwillig über die niedrigen spanischen Balkonbrüstungen fielen, wird diese Barrikade jetzt freiwillig genommen. Der letzte Fall war der einer 20-jährigen Italienerin, die aus dem 4. Stock ihres Hotels sprang und das Schwimmbecken nicht traf. Sie weilt nicht mehr unter uns. Besonders beliebt ist die Mutprobe bei den Alkoholexzessen in ...

Rio de Janeiro im Griff der Milizen

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Zwar hat Rio de Janeiro im Kampf gegen die Bandenkriminalität Fortschritte gemacht, aber eine andere kriminelle Gruppierung, die aus den Kreisen der Polizei kommt, hat die Stadt weiterhin bestens im Griff. Es sind die Milizen, die zu großen Teilen aus Polizisten oder Ex-Polizisten bestehen. Man schätzt, dass noch ungefähr 130 Stadtbezirke von Rio durch die Milizen kontrolliert werden. Sie sind im Drogenhandel tätig und terrorisieren in ähnlichem Stil wie die Drogenbanden die Bevölkerung. Am vergangenen Freitag wurde in Rio die Richterin Patricia Acioli erschossen. Sie war 47 Jahre alt und bekannt für ihre harte Linie gegenüber kriminellen Polizisten und wurde deshalb auch der “schwere Hammer” genannt. Sie wurde mit 21 Schüssen umgebracht als sie ihr Haus in Niterói betrat. Die Munition, mit der sie erschossen wurde, waren Kaliber 45 und 40. Diese Art von Munition wird exklusiv von der Armee und der Polizei in Brasilien benutzt. “Die Nutzung dieses Kalibers ist so etwas wie eine Unte...