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Frauen in Moldawien haben nichts zu lachen

Auf der Internetseite "PlatzForma" aus Moldawien hat sich die Journalistin Vlada Ciobanu anlässlich der an diesem Wochenende stattfindenden Parlamentswahlen mit dem Frauenbild im moldawischen Wahlkampf befasst. Das Resultat ist wenig erfreulich. Ciobanu hat den Eindruck, dass bezüglich der Gleichstellung der Frauen das Land nicht im 21. Jahrhundert lebt.

Ihre Erkenntnis ist, dass es mit der Gleichstellung der Frau in Moldawien noch nicht weit her ist. Nach Ansicht der verantwortlichen Politiker gehöre es zu den Aufgaben der Frauen für Haushalt und Kinder zu sorgen und ansonsten den Mund zu halten. Unterstützt werden diese antiquierten Ansichten von der Orthodoxen Kirche. 

Gerade bei der häuslichen Gewalt sieht es in Moldawien sehr dunkel aus. Ciobanu schreibt dazu:

Die häusliche Gewalt ist in Moldawien ein sehr großes Problem. Frauen und Kinder werden missbraucht, geschlagen, einige sogar getötet. Das betrifft das Land in allen Bereichen, aber darüber hinaus wächst eine neue Generationen zwischen Schreien und Missbrauch auf und alles was als Erkenntnis bleibt ist: Gewalt erzeugt Gewalt. Viele dieser Fälle könnten vermieden werden, aber dafür gibt es kein Konzept; alles, was in der Familie passiert muss auch da bleiben. Wenn die Gesellschaft offen diese Gewalt verurteilen würde und wenn etwas passiert die Polizei rufen würde und die Polizei sofort handeln würde, dann müssten viele Kinder nicht zuschauen wie die Mutter auf dem Hof verprügelt wird. Ja, in einer solchen Gesellschaft leben wir zur Zeit. Man sagt, dass nicht interessieren soll, was im privaten Leben passiert, aber auch  die  Kandidaten auf einen Sitz im Parlament scheinen sich damit abzufinden, dass wir in Moldawien weiter in einer Gesellschaft mit mittelalterlicher Gewalt leben.  Kandidat für das Parlament zu sein und dieses Problem nicht zur Kenntnis zu nehmen bedeutet für alle, dass es keine Verbesserung oder Anerkennung dieser schwierigen Situation geben wird.

Präsident Igor Dodon (ja, derjenige, der Leute in seiner Mannschaft hat, die auf Facebook in seinem Namen schreiben, dass er gegen die Toleranz ist und die Gleichberechtigung der Geschlechter), hat seine Ehefrau beglückwünscht, dass sie für ein gemütliches Heim sogt, eine gut Hausfrau ist und die Kinder erzieht. In der Öffentlichkeit ist sie nur gut für kitschige Familienbilder.

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