Rüebli statt Karotten: Bizarre Sprachpolitik Schweizer Kantone

«Rüebli statt Karotten»: Unter diesem Motto hat ein Komitee für die Mundartinitiative im Kanton Aargau am 31. Mai 2012 eine Initiative eingereicht, dass an der Mundart im Kindergarten festgehalten wird. Sie verlangt dazu eine Änderung des Schulgesetzes: Die Unterrichtssprache im Kindergarten soll grundsätzlich die Mundart sein. Anstoss war, dass seit einiger Zeit Kindergärtnerinnen während der Hälfte der Unterrichtszeit die Kinder auf Hochdeutsch betreuten. Die Initiative wurde organisiert von der fremdenfeindlichen Schweizerischen Volkspartei , die über die Schweiz am liebsten eine Käseglocke stülpen würde, damit das Heidiland sich nicht verändert. Hochdeutsch im Kindergarten ist für sie ein verhängnisvoller Eingriff in das Schweizer Kulturerbe und mit einem Kulturverlust verbunden, der dem Land sehr teuer zu stehen komme. Geredet wurde vom Zerfall der Mundart. Solche Heimattümelei hat in der Schweiz einen guten Boden. Gegen den Willen von Regierung, Parlament und den meisten Part...