Schulkrieg in Belém

Eine Welle der Gewalt beunruhigt Schüler (alunos), Eltern (pais) und Erzieher in Belém, der Stadt an der Amazonas-Mündung.

Es gibt eine grosse Rivalität zwischen einzelnen Schulen, die sich in offene Gewalt zugespitzt hat. In der Regel gehen nach Beendigung der Schule die Streitigkeiten zwischen den Schülern los. Die Polizei berichtet, dass es allein in diesem Jahr 143 Zwischenfälle (ocorrências) in Belém gegeben hat. Mehrere Waffen wurden bei Schülern beschlagnahmt.

Eine 15-jähriger Schülerin wurde im Unterrichtsraum mit dem Messer erstochen und starb, nachdem sie sich in der Pause mit einer Mitschülerin gestritten hatte. "Ich kann das nicht verstehen, ich kann das nicht akzeptieren, dass irgendein Schüler in einem Unterrichtsraum sterben muss. Das hat keine Logik (Não tem lógica), das kann keiner verstehen!" sagte der Vater des Opfers.


Die Polizei will jetzt verstärkt vor den Schulen patroullieren. In einer Schule haben die Schüler Friedensbotschaften an ihren Schuluniformen angebracht.

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