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Das Genozid am lothringischen Volk

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Die Gruppe engagierter Blogger aus Lothringen (BLE) hat ein überraschendes Thema: Sie verlangt aus Anlass der französischen Bestätigung des Genozids der Türken an den Armeniern die Anerkennung des Genozids am lothringischen Volk durch Frankreich. Das Genozid passierte 1645 – 1648 im dreißigjährigen Krieg. Damals wurden von den Söldnertruppen des Kardinals Richelieu über 250.000 Lothringer getötet, ungefähr 60% der damaligen Bevölkerung Lothringens. BLE schildert die Vorgänge wie folgt: “Nachdem bereits alle Schlösser, Festungen und befestigte Gebäude auf Befehl von Richelieu zerstört worden waren, wurden die Einwohner vieler Orte wie in Kischeidt, im Bitcherland an den Bäumen aufgehängt. Eine Stadt wurde komplett zerstört, die von La Mothe . Diese ehemalige befestigte Stadt ist heute noch das Symbol des lothringischen Widerstandes gegen den französischen Eindringling.” Was bezweckten damals die Franzosen mit dieser Vernichtungsstrategie? “Die Franzosen haben in Lothringen nur ei...

Wenn der schottische Schwanz mit dem englischen Hund wackelt

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Davor haben die englische Nationalisten unter der Führung des UKIP -Chefs Nigel Farage furchtbare Angst. Das Ressentiment zwischen Engländern und Schotten gerät immer mehr zum Hauptthema des derzeitigen Wahlkampfes. Dahinter steckt, dass Labour zwar wahrscheinlich keine eigene Mehrheit im nächsten Parlament bekommen wird, aber eventuell mit der stärker werdenden SNP (Schottischen Nationalpartei) eine Koalition oder geduldete Minderheitsregierung bilden und so die bisher regierenden Tories ablösen könnte. Die Tories sehen diese Gefahr und schlagen wie wild in englisch-nationalistischer Tonlage um sich, egal wie viel Porzellan sie dabei zerschlagen. Neben der wirtschaftlichen Situation sind es die Schotten und die EU, die sie zu den Sündenböcken für Englands Niedergang machen. Die Schotten für alles haftbar zu machen ist für die Tories naheliegend, denn im nördlichen Teil der britischen Insel haben sie so gut wie keine Chance einen Wahlkreis zu gewinnen. Der Journalist Rafael Behr...

Griechenland: Und so sieht es Varoufakis

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In Estland haben sich am Wochenende die EU-Finanzminister getroffen. Thema war wieder einmal Griechendland. Unter dem Titel “Varoufakis als Zeitverschwender, Zocker und Amateur kritisiert” berichtet das Handelsblatt: “Die Finanzminister der Euro-Länder haben ihren griechischen Amtskollegen Yanis Varoufakis scharf kritisiert. Wie die Agentur Bloomberg berichtet, soll es auf dem Treffen in Riga ordentlich gekracht haben. Grund: Noch immer konnte Varoufakis keine Reformliste vorlegen, schloss Lohn- und Rentenkürzungen schon vor dem Treffen aus.” Laut Handelsblatt soll Varoufakis vor dem Treffen Zugeständnisse gemacht haben, die den Euro-Partnern nicht reichten. “In einem am Freitag veröffentlichten Beitrag für einen Blog hatte der Finanzminister eine Begrenzung der Frühverrentung in Aussicht gestellt. Zugleich erklärte er sich zum Aufbau einer unabhängigen Steuerkommission, der Fortsetzung von Privatisierungen, einem Angehen der Risiko-Kredite und einer Förderung des Unternehmertums...

Das Elsass darf weiterhin zweisprachig lernen

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Vor kurzem erschreckte eine Entscheidung der Pariser Schulbürokratie die deutsch-französische Gemütlichkeit. Die Ministerin für nationale Erziehung, Najat Vallaud-Belkacem , verkündet den Plan, bilinguale Klassen aufzulösen. Betroffen waren vor allem Klassen mit deutsch-französischem Unterricht. Dies betraf etwa 15% der Schüler und Schülerinnen in Frankreich. Nur im Elsass war das Verhältnis anders: Hier besuchen 60% der Schüler eine bilinguale Klasse. Aber Deutsch ist im Elsass nicht nur eine Fremdsprache. Die deutsche Sprache und der elsässische Dialekt sind ein Bestandteil der Kultur des elsässischen Volkes. Nach den Wirren zweier Weltkriege hatte die Zentralregierung in Paris die Lust verloren, die Elsässer wenigstens ein deutschsprachiges Gnadenbrot zukommen zu lassen. Erst Ende des vergangenen Jahrhunderts dämmerte die Erkenntnis, dass die Zweisprachigkeit eigentlich ein großer Vorteil nicht nur in kultureller Hinsicht ist, sondern auch in wirtschaftlicher. Denn im Badischen un...

Das verlangen die spanischen Umweltschutzorganisationen von den Politikern

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In einem Monat finden in Spanien die Wahlen zu den Regionalparlamenten der autonomen Regionen Spaniens statt. Die spanischen Umweltschutzorganisationen “Amigos de la Tierra”, “Ecologistas en Acción”, “ Greenpeace ”, “SEO/BirdLife” und “ WWF ” haben im Hinblick auf die wachsenden Kompetenzen der Autonomien im Umweltschutz die Politiker aufgefordert, Verantwortung für eine nachhaltige Entwicklung zu übernehmen. Das Programm der Umweltschutzorganisationen enthält 17 Vorschläge für konkrete Sachbereiche. Saubere Luft, die Reduzierung von Abfällen und ein nicht von Spekulationen geleiteter Städtebau sind unter anderem enthalten. Weiterhin werden Forderungen zur Wassereinsparung, Schutz der Wälder, Überwachung der Nachhaltigkeit, Verteidigung der Rechte von Tieren, Förderung der Biodiversität und Schutz der Küsten und Gewässer gestellt. Für die Umweltschutzorganisationen ist dieses Jahr ein Jahr wichtiger Wahlen, aber auch der Start für eine neue Periode europäischer Fonds, aus denen M...

Rumänische Abgeordnete wollen sich für ihre Verdienste selbst honorieren

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Die Deutsche Allgemeine Zeitung für Rumänien (ADZ) schreibt am gestern: “Der PSD-Abgeordnete Petru Daea hat seine Gesetzesinitiative bezüglich der „Sonderrenten“, genauer gesagt zusätzlicher Altersbezüge für Parlamentsabgeordnete, im Unterhaus eingebracht. Unterzeichnet wurde sie von insgesamt 255, größtenteils zur aktuellen Mehrheit gehörenden Abgeordneten und Senatoren. Aus den Oppositionsreihen trugen letztlich nur noch 20 Liberale das umstrittene Legislativprojekt mit, nachdem die PNL -Leitung klargestellt hatte, es keineswegs zu unterstützen. Seine Initiative begründete der Abgeordnete Daea u. a. damit, dass „Volksvertreter“ keine „Arbeitnehmer“ seien, sondern „im Dienste des Volkes“ stünden, wie auch mit der Hoffnung, auf diesem Weg eine „qualitativ steigende Parlamentsleistung“ zu bewirken.” Das mit der “steigenden Leistung” bringt allerdings viele Rumänen dazu in lautes Gelächter auszubrechen. Bisher sind viele Volksvertreter dadurch aufgefallen, dass sie sich für ihr Tun v...

Dichter Nebel über Großbritanniens Zukunft

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Am 7. Mai wählen die Briten. Und es ist eine Wahl wie keine zuvor. Das Resultat wird den Volkswillen mit Sicherheit nicht repräsentieren, meint die Journalistin Polly Toynbee im Guardian. Das britische Wahlsystem verhindert nach ihrer Ansicht eine gerechte Repräsentation des Volkswillens im nächsten Parlament. Schon allein die Tatsache, dass die Briten sich für die Wahl registrieren lassen müssen, ist ein Problem für die Wahlbeteiligung. Die Regierung hatte die Bestimmungen für die Registrierung erschwert. Konnten früher Schulen, Universitäten und Haushalte sich gesammelt registrieren lassen, ist dies jetzt nicht mehr möglich. Bei der letzten Wahl haben sich 7,5 Millionen Briten nicht registrieren lassen und für die kommende Wahl rechnet man laut Polly Toynbee mit einer noch wesentlich höheren Zahl. Hinzu kommt das auf Grund des Mehrheitswahlrechts bisher funktionierende Zweiparteiensystem. Jetzt kämpfen jedoch mehr Parteien mit guten Aussichten auf Stimmen um Sitze im neuen Parlam...