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Auch Richter brauchen Geld, notfalls auch illegales

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“Hallo, Herr Delinquent, sie haben Probleme mit der Justiz. Da können wir was machen! Ich bin ja schließlich Richterin beim obersten Berufungsgericht. Ein untergeordnetes Landgericht ist für mich kein Problem. Die stauche ich kurz zusammen, dann läuft das in ihrem Sinne”. Ob die Richterin Maria David vom obersten Berufungsgericht Rumäniens mit einem straffällig gewordenen Geschäftsmann in dieser Form handelseinig geworden ist, können die rumänischen Medien nicht bestätigen. Aber etwa ähnlich muss das Angebot der Richterin gelautet haben. Auf jeden Fall hat die rumänische Antikorruptionsbehörde DNA die Richterin gestern verhaften lassen. Der Vorwurf lautet auf Annahme von Bestechungsgeldern in Höhe von 200.000 Euro gegen Einflussnahme in einem Prozess, der in unteren Instanzen gegen den Geschäftsmann Petre Blanda lief. Ein Berufungsgericht hatte 2009 die erstinstanzliche Strafe gegen den Geschäftsmann vorläufig ausgesetzt. Vor kurzem erfolgte eine endgültige Entscheidung, in der di...

Olympische Spiele ruinierten Athen, Madrid kann trotzdem nicht die Finger davon lassen

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Das Handelsblatt schrieb im Juni 2004 : “Etwa sechs Milliarden Euro werden die Olympischen Spiele in Athen vom 13. bis 29. August kosten. Das erklärte der griechische Wirtschaftsminister Giorgos Alogoskoufis am Donnerstag im griechischen Parlament. Der ursprüngliche Etat war auf 4,6 Milliarden Euro beziffert worden…..Die gesamte griechische Presse dagegen geht von einem Betrag um die zehn Milliarden Euro aus.” Das IOC soll sich damals herausgeredet haben, dass die hohen Kosten nichts mit den Wünschen des IOC zu tun hätten. Die Griechen hätten darauf bestanden, teure Anlagen zu bauen. Inzwischen ist Griechenland Pleite. Olympische Spiele hätte das Land wirklich nicht gebraucht. Für eine nachhaltige Entwicklung der griechischen Finanzen haben sie auf jeden Fall nicht gesorgt. Demnächst steht die Entscheidung an, wer im Jahr 2020 die Olympische Spiele ausrichten darf. Noch stehen immer noch genügend bankrotte Großstädte bereit, um noch mehr Geld für diese megalomanen Spiele hinaus zu...

Der Terror der Jet-Ski-Angeber bedroht Brasilianer

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Am Strand von Bertioga (Bundesstaat São Paulo) in Brasilien wurde am vergangenen Samstag die dreijährige Grazielly Almeida Lames, die am Strand spielte, von einem führungslosen Jet-Ski – bei uns auch Wassermotorrad genannt - überfahren. Auf dem Weg ins Krankenhaus ist sie gestorben. Diejenigen, die die Kontrolle über den Jet-Ski verloren hatten, waren zwei Jugendliche von jeweils 12 und 14 Jahren.  Scheinbar ist in Brasilien dieser sinnlose und auf Kosten der Mitmenschen gehende “Sport” an den Stränden äußerst populär. Und es scheint ein sehr beliebter Sport bei Neureichen und Angebern zu sein. Gar nicht beliebt ist aber dieses Menschenleben gefährdende Krachvergnügen bei einem Großteil der übrigen Strandbesucher. Journalist Andre Barcinki schreibt in seinem Blog: “Zu wissen, dass ein Kind wegen diesem idiotischen Spielzeug sein Leben verlor und zwei weitere für ihr Leben gezeichnet sind, lässt mich völlig konsterniert zurück. Denn es gibt nichts, was ich mehr auf der Welt ha...

Den Katalanen vergeht die Lust am Autofahren

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Der wirtschaftliche Aufstieg Spaniens seit Mitte der 80er Jahre war auch verbunden mit einem vielfach von der EU subventionierten Ausbau des Straßennetzes und damit einer umfassenden Ausweitung des Autoverkehrs. Barcelona setzte aus Anlass der Olympischen Spiele 1992 alles daran, die Verkehrssituation in der Stadt “autogerechter” zu gestalten. Mit dem Ausbau des inneren Autobahnrings (Ronda de Dalt, Ronda Litoral) glaubte man, die Stadt den Bedürfnissen des Individualverkehrs angepasst zu haben. Aber nach dem Motto “Wer Verkehr sät, wird Verkehr ernten”, wurde die Stadt bereits nach wenigen Jahren vom Autoverkehr erneut überrollt. Neue Autobahnen im Norden und Süden der Stadt wurden gebaut oder bestehende verbreitert. Ein solches Angebot sorgte aber dann nur noch für mehr Verkehr in die Stadt. Staus vor allem am Morgen und Abend waren und sind an der Tagesordnung. Jetzt zeichnet sich eine andere Entwicklung ab. Was der forcierte Straßenbau nicht schaffte, das schafft jetzt die Wi...

Riskantes Duschen am Strand der Copacabana

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Nicht nur an der Copacabana , sondern generell am Strand von Rio de Janeiro stehen Duschen, die die Badenden von Salz und Sand befreien sollen. Zu freizügig sollte man mit dem Duschwasser nicht umgehen. Ein Schluck davon kann fatale Folgen haben. Ein Arzt in Rio berichtet: “Wenn jemand zum Arzt mit Durchfall oder irgendeiner Infektion kommt, denkt man doch überhaupt nicht daran, dass die Krankheit von den Strandduschen, die der Kranke benutzt hat, kommt. Man denkt doch zuerst, dass es vom Essen oder Trinken kommt. Manche Infektionen zeigen erst nach 48 Stunden Symptome. Jetzt können sie nicht einmal ein Bad an den Stränden machen, ohne sich Sorgen zu machen.” Spezialisten für Infektionen haben festgestellt, dass die Strandduschen oft verseuchtes Wasser, vor allem Coli-Bakterien enthalten. Diese sind verantwortlich für Durchfall, Hepatitis und andere Erkankungen. Jetzt wurden auch schon Bakterien des Typs Escherichia coli entdeckt, die für urinologische Infektionen und Erkrankung...

Nach Fessenheim nun auch Garoña, was ist mit dem EU-Stresstest?

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Originalton EU-Energie-Kommissar Günther Oettinger : “Die (AKW-)Stressests sind ein wichtiger Schritt vorwärts, um die Betriebssicherheit und die allgemeine Sicherheit der Atomkraftanlagen in Europa zu gewährleisten. Wir können nur die höchst-möglichen Sicherheitsstandards akzeptieren. Weil jeder Mitgliedstaat das Recht hat, selbst darüber zu entscheiden, ob er Energie mit Atom oder nicht produzieren will, muss sicher gestellt werden, dass die Bürger keinem Risiko ausgesetzt werden und die höchsten Sicherheitsstandards nicht nur vorgeschrieben werden, sondern überall in der EU respektiert werden und auch darüber hinaus.” Den Stresstest dürfen die EU-Länder nach eigenem Gutdünken selbst durchführen, die Kommission darf das dann abnicken. Wie das abläuft kann man jetzt langsam erkennen. Auch Uralt-Meiler, die eigentlich von ihren Erbauern auf eine bestimmte Betriebszeit ausgelegt wurden, sind nun plötzlich sicher genug, um noch einmal ein Jahrzehnt weiter betrieben zu werden. So hat ...

Im öffentlichen spanischen Fernsehen darf wieder Stierblut fließen

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Im staatlichen spanischen Radio- und Fernsehsender RTVE dürfen wieder öffentlich Stiere bekämpft und abgestochen werden. Der Verwaltungsrat der Sendeanstalt hat das “Verhaltensbuch” des Senders entsprechend geändert. Stierkämpfe waren 2006 aus dem Programm gestrichen worden. Seither stand im “Verhaltensbuch” unter der Rubrik “Gewalt gegen Tiere”: “RTVE wird keine Stierkämpfe mehr übertragen, da der Sendezeitpunkt sich mit dem geschützten Zeitraum zum Schutz der Kinder überschneidet”. Der neue konservativen Regierung ist der Kinderschutz egal, wenn es um die “Fiesta Nacional” (das Nationalfest) geht. Da müssen die Kleinen eben auch mal so ein Gemetzel ertragen. Die Entscheidung wurde von den Verwaltungsräten, die von der Regierungspartei Partido Popular (PP) benannt worden waren, gegen die von den Sozialisten und von der katalanischen Partei ERC ernannten Verwaltungsräte beschlossen. Der Haupttreiber hinter dieser Entscheidung ist der Präsident des Senates, Pío García-Escudero. Er...