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Die Stadt des Erlösers droht zu ersticken

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In der Stadt Salvador / Bahia zirkuliert eine der grössten Fahrzeugflotten Brasiliens. Man schätzt, dass es über 700.000 Fahrzeuge in der Stadt gibt, die 3 Millionen Einwohner zählt. Die Verantwortlichen der Stadt haben bisher totzdem keine Veranlassung gesehen, die Schadstoffkonzentration in der Luft zu messen. Sie ignorieren damit ein brasilianisches Bundesgesetz, das eine Überwachung der Luftqualität in Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern vorschreibt. In den nächsten 3 Jahren wird mit einer Zunahme von weiteren 120.000 Fahrzeuge gerechnet. Dabei ist auch den Brasiliianern bekannt, dass ein Auto im Schnitt 4 Tonnen CO2 im Jahr in die Luft bläst. Das bedeutet somit, dass die vorerwähnte Zunahme an Fahrzeugen in Salvador eine Erhöhung der jährlichen CO2-Emission von 480.000 Tonnen bedeutet. Den Brasilianern ist auch bekannt, dass die Verbrennung von fossilen Treibstoffen die wichtigste Quelle der Luftverschmutzung ist. Auch dass die Staubpartikel bei den Dieselmotoren höchst g...

Saubere Beschützer oder rettet mich vor der Bürgerwehr!

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Bloggerin Fernanda Dannemann vom Jornal do Brasil hat unter dem Titel "Ein Volk, das eine Miliz braucht, ist arm" eine Alltagsbeschreibung aus Rio de Janeiro geliefert, die sehr wirklichkeitsnah die Ängste der Bewohner dieser Stadt beschreibt. Diese Ängste führen dazu, dass die Cariocas wiederum zu Beschützern laufen, die die Spirale der Gewalt antreiben unter dem Vorwand ihnen zu helfen. Die Rede ist von Stadtmilizen oder Bürgerwehren, die sich den Bewohnern einzelner Viertel als Beschützer anbieten. Sie erzählt von einer Freundin, die mehrere Tage ins Krankenhaus musste. Ihre Wohnung befand sich in einem Viertel, in das die Polizei so gut wie gar nicht kam und wo es auch keine Polizeistation gab. Sie fürchtete sich schon sehr in eine Wohnung zurückzukehren, die einige Tage von ihr nicht bewohnt wurde. Nach ihrer Rückkehr nahm ein Nachbar Kontakt mit einem "Miliciano" auf, der auch mit seiner Bürgerwehr ein "Blick" auf ihre Wohnung werfen wollte. Die ...

Gynäkologe hasst junge Ministerin

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Spanien hat eine neue Gesundheitsministerin. Sie heisst Leire Pajín und ist Politikerin der Regierungspartei PSOE . Sie ist 1976 geboren und lebt in Benidorm . Ihre politischen Sporen hat sie im Parlament der autonomen Region Valencia verdient. Sie war Präsidentin der Nichtregierungsorganisation " Solidaridad Internacional " (Internationale Solidarität) und Mitglied bei der "Vereinigung der Freunde des sahaurischen Volkes" in Alicante. 2000 wurde sie in das spanische Parlament gewählt und war damals die jüngste Abgeordnete in der Gesichichte der spanischen Demokratie. Francisco Javier León de la Riva ist Mitglied der konservativen PP und Bürgermeister von Valladolid . Er ist 1945 geboren, verheiratet und von Beruf Gynäkologe. Auf Grund seinen beruflichen Werdegangs hält er sich für einen Experten in Gesundheitsfragen. Ihn muss es sehr geärgert haben, dass nun eine junge Frau ein Ministerium führt, für das vermutlich er sich für kompetenter hält. So verlor er ...

Miss Ronde

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Die Pummelchen, die weiblichen Übergewichtigen, schlagen zurück. Zumindest in Frankreich. Den Psychotherapeuten Thierry Frezard haben die Leiden der "Rondes" (Runden) im Jahr 2005 derart betroffen gemacht, dass er sich entschieden hat, einen Schönheitswettbewerb für sie ins Leben zu rufen. Auslöser war seine Freundin Virginia, die darunter litt, nicht die Idealfigur zu haben. Da es dergleichen in Frankreich bisher nicht gab, hat er den Schönheitswettbewerk "Miss Ronde France" ins Leben gerufen. Bei der ersten Ausgabe des Wettbewerbs gab es 32 Kandidatinnen. Virginia wurde damals Dritte. Danach roch die Presse Lunte und der Wettbewerb wurde zum Gesprächsthema. Für 2011 meldeten sich Kandidatinnen aus ganz Frankreich. Inzwischen ist die Bezeichnung "Miss Ronde France" urheberrechtlich geschützt. Zuvor gab es Verwechslungen mit ähnlichen Veranstaltungen im kanadischen Québec . Die Regeln: Die Kanidatinnen müssen die französische Staatsangehörigkeit besitzen...

Hochzeitsfeier im Camp Nou mit dem Segen von Barça

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Am 18. September passierte im Stadion des FC Barcelona , dem Camp Nou , etwas Ungewöhnliches. In der Halbzeitpause des Spiels Barcelona gegen Sevilla lief eine Frau ganz in Weiß und ein ebenso aufgemöbelter Herr im Anzug auf den Rasen. Ana und Boris aus Polen hatten einen Traum, den sie verwirklichen konnten. Sie heirateten in Barcelona und der FC Barcelona machte es möglich, dass die Hochzeitsbilder auf dem berühmten Rasen des Camp Nou geschoßen wurden. Das war Auftakt zu einer geschäftstüchtigen Aktion des Fussballclubs, der damit noch mehr Geld in seine Kassen holen will. Man kann jetzt heiraten im Camp Nou mit dem Segen des FC Barcelona, wenn man bereit ist, die Unkosten zu bezahlen. Aber genügend Fußballverückte gibt es ja. Die Aktion ist inzwischen angelaufen und schon gibt es 25 Anträge auf die Fußball-Hochzeit im Camp Nou. Für die Neuvermählten ist der Zutritt zum Rasen des Stadions vorgesehen, wo Barça eine "Cava" (katalanischen Sekt) spendiert. Die Hochzeitsgäste...

Navarra ist für Multikulti

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Navarra ist eine spanische autonome Region. Die Hauptstadt ist Pamplona , vor allem bekannt wegen des Festes "San Fermin", an dem die Stiere zum Gaudi vom Halbstarken durch die Straßen getrieben werden. Navarra hat sich  Gedanken über die auf seinem Gebiet lebenden Ausländer gemacht. In Navarra lebten zum Stichtag 1. Januar 2010 70.931 Ausländer, die ca. 11% der Bevölkerung ausmachen. 66% davon kommen aus nicht-spanischsprachigen Ländern. In Erkenntnis der Tatsache, dass die Kommunikation mit Ausländern, deren Sprache man nicht versteht, sehr schwierig ist, wurde ein Dienst zur sprachlichen und interkulturellen Vermittlung geschaffen. Zuständig waren das Büro zur "Betreuung der Einwanderung" (Oficina de Atención a la Inmigración) der Regierung von Navarra. Über Navarra verteilt wurden 18 Kontaktstellen für Ausländer geschaffen. Das Programm erstreckte auf sprachliche und landsmannschaftliche Vermittliung für Lateinamerikaner, Magrebiner ( vor allem Marrokko), Af...

Wenn Pillen nicht helfen

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Brasilien hat ein riesiges Problem mit gefälschten Medikamenten . Es ist nicht schwer, in Brasilien an Medikamente zu kommen. Apotheken, in Brasilien "farmacias oder drogarias" genannt, beherrschen die Strassenbilder brasilianischer Städte. Daraus darf man schließen, dass die Brasilianer auch ziemlich wahllos ihr Heil in Pillen suchen. Die Regierung ist auf jeden Fall inzwischen sehr besorgt über die Entwicklung auf dem Markt der Medikamente. Es gibt kriminelle Banden, die gefälschte Medikamente vor allem aus Paraguay und China importieren. Die brasilianische Gesundheitsbehörde ANVISA hat herausgefunden, dass etwa 20% der verkauften Medikamente im Land aus Schmuggel, Piraterie oder irregulärer Produktion stammen. Man schätzt, dass die Banden inzwischen auf einen Umsatz von 4 Milliarden US-Dollar kommen. Es reicht, in Brasilien im Internet nachzusehen oder auf einen Markt zu einem ambulanten Händler zu gehen, um eine Idee über die Gefährlichkeit der Situation zu bekommen. Ne...