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Die katalonische Situation schreit nach Ausgleich

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Die autonomen Region Katalonien hat eine neue Regierung gewählt. Gewonnen hat eine Koalition von Parteien, die die Unabhängigkeit des Landes von Spanien fordern. Allerdings waren es nur 48% der Wähler, die für die Parteien, die für die Unabhängigkeit eintreten, gestimmt haben. Ganz fatal ging allerdings die Wahl für die derzeitige spanische Regierungspartei Partido Popular (PP) aus, die nur noch 8,5% der Stimmen erhielt und damit nur noch fünfstärkste Kraft im katalonischen Parlament ist. Was nun? Wie geht’s weiter, nachdem die Abstimmung nicht zum überwältigende Plebiszit geworden ist, aber die Unabhängigkeitsbefürworter die Mehrheit haben? Ignacio Escolar von der Internet-Zeitung “diario.es” gibt dazu folgenden Kommentar ab: 48% der Stimmen für die Unabhängigkeitsbewegung ist weiterhin viel, auch wenn es sich nicht um die Mehrheit handelt. Sie wird noch stärker werden, wenn das (spanische) Parlament bei den nächsten Wahlen sich nicht der Herausforderung stellt, diesen Staat ...

Der späte Sieg der Securitate oder wie wird man diese Bande los

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Die Ceausescu-Diktatur hatte über die Geheimpolizei Securitate das rumänische Volk so gut im Griff, dass fast jeder mitarbeiten musste, ob er wollte oder nicht. Widerstand wurde mit existenzieller Vernichtung bestraft. So arrangierte sich halt jeder auf seine Art mit diesem Krebsgeschwür des Misstrauens. Jedes Vertrauen in den Mitmenschen wurde damit zerstört. Es wurde ein Heer nur auf das Bespitzeln und Bedrohen spezialisierter Agenten geschaffen, für die Moral und Gewissensbisse unbekannte Wörter waren und sind. Die meisten haben die Revolution von 1989/90 unbeschadet überstanden und treiben weiterhin ihr Unwesen, vermutlich bis der biologische Zeitablauf ihnen das Handwerk legt. Gezielt nutzen diese Herrschaften die Informationen, die sie während ihrer Schnüffelpraxis angesammelt hatten, zur Erpressung von bekannten Politikern oder Persönlichkeiten, die den Hauptteil ihrer Berufsphase noch unter der Diktatur verbracht haben. Natürlich benützen sie diese Machtmittel nicht, um ei...

Warum soll Gott die Queen schützen und warum soll man vor der Queen auf die Knie gehen?

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In der britischen Nationalhymne wird Gott aufgefordert, die Königin (Queen) bzw. den König zu schützen. Die erste Strophe lautet: “Gott schütze unsere anmutige Königin! Lang lebe unsere edle Königin! Gott schütze die Königin! Lass sie siegreich sein, glücklich und ruhmreich, lang regiere sie über uns. Gott schütze die Königin!” Die britische Nationalhymne wurde laut Angaben der Webseite “The British Monarchy” nach der Schlacht von Prestonpans in Schottland, wo Prinz Charles Edward Stuart die Armee des Königs George II besiegte,  in einer patriotischen Welle vom Dirigenten des Orchesters im Royal Theater komponiert und hatte damals einen überragenden Erfolg beim Publikum. Die Nationalhymne ist somit aus Anlass einer blutigen Schlacht gegen die Schotten entstanden, womit man wohl eher von einem Trauertag für das “Vereinigte Königreich” sprechen könnte, statt dessen aber mit englischen Hurra-Patriotismus vorlieb nehmen muss. Seit fast 3 Jahrhunderten wird somit der eigen...

Mein Name ist Mariano Rajoy, ich wasche meine Hände in Unschuld

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Spanien geht schweren Zeiten entgegen. Während die Wirtschaftspresse in Deutschland jubelt, dass die Austeritätspolitik in Spanien angeschlagen und es wirtschaftlich bergauf geht, kommt das Desaster tatsächlich von einer anderen Seite. Es geht um die Einheit des Landes. Diese ist bedroht von den Unabhängigkeitsbestrebungen Kataloniens , aber auch anderen Regionen wie das Baskenland . Noch 2011 hielten sich diejenigen Katalanen, die ein unabhängiges Katalonien wollen und diejenigen die in einem spanischen Bundesstaat leben wollten, mit jeweils 30% etwa die Waage. Heute sieht das Verhältnis völlig anders aus. 45% sprechen sich für einen unabhängigen Staat aus, nur noch 20% plädieren für einen Bundesstaat und etwa 23% halten die bisherige Konstruktion der autonomen Region für erhaltenswert. Mariano Rajoy ist seit 2011 spanischer Ministerpräsident und Führer der konservativen Partei Partido Popular (PP) . “Ich habe keine Schuld, dass es mehr Unabhängigkeitsanhänger gibt”, erklärt er ...

Wurde in Tordesillas zum letzten Mal ein Stier zu Tode gehetzt?

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Heute um 11:25 Uhr wurde heute beim Stierkampfspektakel “Toro de la Vega” in Tordesillas der Stier “Rompesuelas” (Sohlenbrecher) zu Tode gehetzt und erstochen. Inzwischen geht auch vielen Spaniern das jedem Tierschutz hohnsprechende Spektakel auf den Geist und das Thema ist auch in der Politik angekommen. Die Tierschützerpartei PACMA  hat unter dem Slogan “ Brich eine Lanze gegen den Toro de la Vega ” eine Kampagne gestartet, der sich viele, auch prominente Spanier angeschlossen haben. PACMA erklärt auf seiner Webseite, was eigentlich der “Toro de la Vega” ist: “Im vollen 21. Jahrhundert wird in Tordesillas ein Turnier zu Fuß und auf dem Pferd gefeiert, in dem der Stier verfolgt und mit Lanzen misshandelt wird bis zu seinem schmerzhaften und langsamen Tod”. In Tordesillas kam es heute morgen zu Auseinandersetzungen zwischen Stierkampfbefürwortern und –Gegnern. 15 Personen wurden dabei leicht verletzt. Die Sozialisten forderten den Justizminister im Parlament auf, ein Gesetz z...

Eine rumänische Handreichung zur Flüchtlingskrise

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Rumänien liegt abseits des großen Flüchtlingsstroms, der sich über Griechenland, Mazedonien, Serbien, Ungarn nach Westeuropa ergießt. Noch, denn die Europäische Union möchte Rumänien bei der Verteilung der Flüchtlinge auch nicht ungeschoren davon kommen lassen. Während in den ehemaligen Ostblockländern Ungarn, Tschechei, Slowakei und Polen ein eher hasserfüllte Atmosphäre gegenüber Flüchtlingen herrscht und staatlich gefördert wird, ist es in Rumänien bisher relativ ruhig geblieben. Rumänien hat eher das Problem, dass es trotz langem Drängen immer noch nicht in den Schengenraum aufgenommen wurde, während die tschechische Politik in zwergenhafter Weitsicht schon einmal die Kündigung von Schengen ins Spiel bringt. Rumänien hat sich auf jeden Fall schon einmal grundsätzlich bereit erklärt, Flüchtlinge aufzunehmen. Höchste Zeit für die EU und hier besonders die deutschen Hardliner Rumänien auch bei der Aufnahme in den Schengenraum entgegen zu kommen. Trotzdem, auch in Rumänien herrsc...

Aus der Sicht eines Juden: Deutschland als Beispiel für Israel

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“Die Umwandlung einer Nation von mörderischen Aggressoren im vergangenen Jahrhundert in freundliche Retter von Flüchtlingen in diesem Jahrhundert, gibt uns Hoffnung, dass ein Wechsel möglich ist. “ Dies schreibt Rabbi Eliyahu Fink in der israelischen Zeitung “Haaretz” zum israelischen Neujahrsfeiertag Rosch ha-Schana , der am 14. September stattfinden wird. Er fordert auf, diesen Tag als einen Tag der Besinnung zu begehen und dabei die derzeitigen Geschehnisse zu bedenken: “Während wir an diesem Tag in die Synagoge gehen, verlassen tausende Menschen ihre Heimat in verzweifelter Suche nach einem besseren Leben. Über 4 Millionen Flüchtlinge sind aus Syrien geflohen – unschuldige Opfer des Krieges auf der Wanderung rund um den Globus und in der Hoffnung irgendwo besser leben und neu anfangen zu können.” Rabbi Fink fährt fort: Niemand will Flüchtlinge. Wohlhabende Nationen im Nahen Osten, Europa und Amerika tun erschreckend wenig, um die die Flüchtlinge aufzunehmen und die Krise versch...