Das Flugzeugunglück von Sao Paulo
Nach der Flugzeugkatastrophe von São Paulo am 17. Juli, bei der rund 200 Menschen ums Leben kamen, ist Brasiliens Regierung in die Schusslinie der Experten geraten. Das Unglück sehen viele als vorläufigen Höhepunkt einer schweren Krise. Sie hatte Ende September 2006 mit einem anderen schweren Flugzeugunfall begonnen. Der "Stern" berichtet über die Ursachen: Fluglotsen, die kaum Englisch können, stottern oder sogar schwerhörig sind, dazu eine zu kurze Landebahn. Brasilianische Experten sind sich einig: Das Unglück am Congonhas-Airport mit 200 Toten war nur eine Frage der Zeit. Die "Folha de Sao Paulo" hat heute herausgefunden, dass der Inspektor der INFRAERO (zum Verteidigungsministerium gehörende brasilianische Flughafen-Verwaltungsbehörde) am Tag des Unglücks mit dem Auto die Piste kontrolliert hat ohne aus dem Auto auszusteigen ("nem desceu do carro para fazer a inspeção"). Die Deutsche Welle berichtete: "Erst Ende Juni war die Modernisierung der Ha...