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Sturm gegen Sozialkunde-Unterricht gescheitert

Die spanische Regierung hat 2006 mit dem Rahmengesetz zur Erziehung (Ley Orgánica de Educación) das Fach "Sozialkunde"(Educación para la Ciudadanía), man kann es auch Ethikunterricht nennen, eingeführt.

Ziel diese Fachs soll es sein " die Entwicklung freier und ganzheitlicher Personen durch die Festigung des Selbstwertgefühles, der persönlichen Würde und des Verantwortungsgefühl zu fördern sowie zukünftige Bürger mit eigener Urteilskraft zu schaffen. Bürger, die sich respektvoll, teilnehmend (participativos) und solidarisch (solidarios) zeigen und die ihre Rechte kennen, ihre Pflichte übernehmen und zivile Umgangsformen entwickeln". So steht es im oben zitierten Gesetz (Real Decreto 1631/2006).

Der spanischen Rechten war das wieder einmal zuviel. Arm in Arm mit der katholischen Kirchen wurde das Fach bekämpft. Man wollte dem Staat nicht die moralische Erziehung der Kinder anvertrauen. Die katholische Kirche war vor allem empört, dass ihre Werte in diesem Unterricht keinen Alleinvertretungsanspruch mehr hatten, sondern auch über alternative Lebensformen ausserhalb der traditionellen Familie unterrichtet werden sollte.

Aus diesen Kreisen hatten nun Eltern geklagt. Sie wollten das Recht haben "aus Gewissensgründen" (objeción de conciencia) ihre Kinder von diesem Fach dispensieren zu lassen. Heute hat nun der Oberste spanische Gerichtshof (Tribunal Supremo) über diese Klage entschieden. Mit 22 zu 7 Stimmen hat er ein solches Recht abgelehnt. Das Gericht ist der Ansicht, dass der Inhalt des Faches die Rechte der Eltern (los derechos de los padres) nicht verletzt.

Informationsquelle: La Vanguardia, El Supremo rechaza el derecho a objetar contra Educación para la Ciudadanía

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