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Ich bin ein Wrack

Der französische Blog "24 heures Philo" (24Philo) widmet sich von Zeit zu Zeit auch französischen Redensarten und versucht zu erklären, was sie bedeuten und wie sie zustande kamen.

Diesmal ist der Satz «Je suis en vrac» auf dem Seziertisch. Spontan habe ich das mit " Ich bin ein Wrack" oder auch "ich fühle mich als ein Wrack" übersetzt. Philo24 erklärt, dass das Wort «vrac» aus dem Niederländischen kommt, vermutlich aus dem 17. Jahrhundert und bis heute bedeutet, dass eine Sache völlig durcheinander ist (quelque chose qui est livré pêle-mêle). Es kennzeichnet damit eine Sache, die in Unordnung ist.

Bezogen auf eine Person soll es komisch (cocasse) werden. Es bezeichnet eine Person, die nur Chaos im Kopf hat. Mit dieser Formulierung trifft man den Zustand dieser Person eigentlich sehr genau. Es ist stärker wie die Ausdrücke «Je n’ai plus ma tête» (ich habe meinen Kopf verloren) ou «Je fais ou je dis n’importe quoi» (ich mache irgendetwas) oder «Je ne suis pas dans mon assiette» (ich bin nicht mehr in meinem Teller).

Und nun zu unserer deutschen Bedeutung, wobei wir Vrac als Wrack deuten: Ich bin ein Wrack ist doch so zu verstehen, dass man physisch und psychisch total am Ende ist. Nur gibt es dann noch ein Chaos? Da ist doch dann eher das Nirwana!

Der Duden deutet das so: Wrack, das; -[e]s, Plur. -s, selten -e (gestrandetes od. stark beschädigtes Schiff; übertr. für jmd., dessen körperliche Kräfte völlig verbraucht sind).

Informationsquelle: 24 heures Philo «Je suis en vrac», une expression disséquée

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