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Gaza und Israel

Das zur Zeit vorherrschende Thema in der Welt ist der Angriff Israels auf den Gaza-Streifen. Die Meinungen sind geteilt und es lohnt sich einmal umzusehen, was so in der Welt des "Angelesenen" für Meinungen geäussert werden.

In Brasilien ist "O Estado de S. Paulo" der Meinung "Die militärische Aktion Israels ist legitim" (Ação militar israelense é legítima). Der Journalist Marcelo Ambrosio vom "Jornal do Brasil" berichtet in seinem Blog, dass er die israelischen Streitkräfte bei der Invasion in den Gaza-Streifen begleitet hat. Mit Entsetzen hat er in der Morgendämmerung festgestellt, dass von den Israelis Streubomben (bomba de fragmentação) eingesetzt wurden. Er weist daraufhin, dass Streubombem international geächtet sind und in einem solch dicht besiedelten Gebiet schlimme Schäden verursachen.

Und die brasilianische Regierung: In einer Pressemittleilung vom 3. Januar bedauert die brasilianische Regierung die israelische Invasion (deplora a incursão militar terrestre israelense), die nur zu noch mehr Spannungen führen werde.


In Spanien: Der Journalist José María Carrascal von "ABC Sevilla" vertritt die Meinung "Kriege können nicht gewonnen werden" (Guerras imposibles de ganar). Seiner Meinung nach werden nur "Realismus, Kaltblütigkeit und schmerzhafte Konzessionen auf beiden Seiten" den Konflikt lösen. Der katalanische "Avui" gibt beiden Seite die Schuld. Er befürchtet, dass in Israel der Weg der Gewalt nur wegen den bevorstehenden Wahlen gewählt wurde und verlangt Solidarität mit den Opfern (sentir-nos solidaris amb les víctimes). Das spanische Aussenministerium bedauert in einer Pressemitteilung zutiefst die Entwicklung durch die Landoffensive des israelischen Heeres und ruft zur sofortigen Beendigung der Feindlichkeiten auf (hostilidades).

Frankreich: "Le Monde" schreibt in seinem Editorial über den "Schiffbruch von Gaza" (Le naufrage de Gaza) und unterstellt Israel bisher bei der Lösung des Gaza-Problems "schlechten Willen" (mauvaise volonté israélienne) an den Tag gelegt zu haben. Deswegen sei die Autonomie für Gaza auch nur ein taktischer Coup gewesen.

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