Mittwoch, 7. Januar 2009

Mineralwasserprobleme in Pernambuco

Das so wichtige Nass, das man ohne Bedenken trinken kann, ist in den tropischen Gegenden des brasilianischen Nordostens nur in Flaschen erhältlich. In der Regel sind es Wasserspender mit einem Inhalt von 20 Liter. Es gibt ein Verteilungssystem für diese Wasserflaschen, in dem regelmässig von entsprechenden Unternehmen für Nachschub gesorgt wird. Diese Art der Wasserverteilung ist sehr wichtig, denn Wasser vom Wasserhahn ist wegen schlechter Qualität nicht trinkbar.

Die Qualität war auch nicht immer beim Flaschensystem gewährleistet. Deshalb wurde jetzt die Anbringung der Qualitätssiegel (selo de qualidade) an den Flaschen neu geregelt. Die Überwachung der Qualitätsstandards erfolgt durch die Agência Pernambucana de Vigilância Sanitária (Apevisa; Pernambucanische Agentur für Gesundheitsüberwachung). In Pernambuco gibt es 81 registrierte Untenehmen der Wasserindustrie, davon besitzen erst 24 eine Lizenz zur Anbringung des neuen Qualitätssiegels. Wer sich nicht an die Regeln hält, wird zukünftig eine Strafe von R$ 90 (ca. 30 Euro) erhalten.

Alles kostete Geld: Die neuen Regeln werden das Wasser teurer machen. Deswegen herrscht in Recife bereits einige Aufregung. Die 20 Liter-Flasche der Marke Santa Clara kostet jetzt 3,80 R$ (ca. 1,30 €). Für uns sieht das nach wenig aus, aber für die vielen Geringverdiener im brasilianischen Nordosten ist das ein harter Schlag.

Informationsquelle: Jornal do Comercio: Garrafão de água mineral sofre reajuste