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Paraiba - João Pessoa

Paraiba ist ein kleiner brasilianischer Bundesstaat nördlich von Pernambuco. Die Hauptstadt ist João Pessoa, eine Stadt am Atlantik mit ca. 600.000 Einwohnern. João Pessoa ist eine sehr grüne Stadt. Hinsichtlich der Grünanlagen soll die Stadt den zweiten Platz auf einer Weltrangliste der UNO (nach Paris) und den ersten Platz unter den Städten Brasiliens besetzen.

Für diesen Ruf sind die zwei grossen Reserven Atlantischen Regenwaldes inmitten der Stadt verantwortlich: der "Mata do Buraquinho" - mit mehr als 400 Hektar und der "Parque Arruda Câmara". Gerade letzterer, auch "Bica" genannt, ist ein beliebter Treffpunkt für Einheimische wie für Touristen.

"Während man in anderen Küstenstädten die Wohn- und Geschäftszentren vertikalisiert, gigantische Wolkenkratzer aus Stahlbeton und Glas auf die alte natürliche Landschaft setzt, versuchen die Stadtplaner von João Pessoa andere Massstäbe anzulegen: hier existiert ein Gesetz, welches die Konstruktion von Gebäuden über drei Stockwerke hinaus verbietet. Und das beweist ebenfalls, dass man sich hier Gedanken über den Schutz und die Erhaltung der Umwelt macht." lobt das Brasilien-Portal die Stadt.

Als Nachrichtenquelle für Paraiba habe ich den "Jornal da Paraíba" ausgesucht und in die beiliegende Liste übernommen. Ausgerechnet im "Jornal da Paraíba" wettert heute der Journalist Marcos Tavares gegen die umweltschonende Politik der Verantwortlichen von João Pessoa. Er hält es für hinverbrannt, dass man an der Strandpromenade höchstens 3 Stockwerke bauen darf. "Die Strandline (a beira-mar) gibt es nur für einige Privilegierte, die die Meeresbrise geniessen können" kritisiert er. Dass Hochhäuser dafür dem Hinterland die "Brise" nehmen, ist für ihn keinen Kommentar wert. Jetzt soll sogar verboten werden, dass am Strand Areale mit Ketten abgegrenzt werden, z.b. Strandbars, und die Vermietung von Stühlen und Liegen verboten wird. Das hält er für den Gipfel der Dummheit in der Tourismus-Politik.

Bildquelle: http://www.joao-pessoa.com/photos/manaira.jpg

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