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Itaituba gegen Wasserkraftwerk am Tapajos


Die brasilianische Regierung plant eine neues Wasserkraftwerk am Rio Tapajos (südlicher Nebenfluss des Amazonas). Die Bewohner der Gemeinde Itaituba wollen nach einem Bericht des Diário do Pará gegen diese Entscheidung klagen. Die Regierung räumt dem Tapajos grosse Priorität für die Elektrizitätsgewinnung und den Transport von Getreide nach Mato Grosso ein. Der Sprecher einer Gruppe von 16 Bewohner drückt seine Besorgnis über die Entscheidung aus. Der Fluss werde von den Betreibern mit Dynamit erweitert werden, um mehr Tiefe zu bekommen. Dadurch sind erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt und das Leben der Anwohner zu erwarten. Eine der ersten Auswirkungen sei, dass durch den höheren Wasserstand viele Anlieger-Gemeinden überschwemmt würden. Die Regierung wiegelt ab. Selbstverständlich werde das Kraftwerk nur gebaut, wenn eine Studie bestätigt habe, dass keine schädlichen Auswirkung auf die Umwelt zu erwarten sind. Wirtschaftskreise weisen daraufhin, dass Brasilien einen jährlichen Energiemehrbedarf von 5% und die Nordregionen sogar einen jährlichen Mehrbedarf von 12% habe. Letztere vor allem wegen der vielen Bergbau-Beriebe in der Region. Hinter dem Widerstand werden Ausländer ausgemacht. Der Präsident der Kommission des Centro das Indústrias do Pará (CIP), José Maria Mendonça, behauptete: "Unglücklicherweise wird der einzige Widerspruch formuliert von ONGs (Nichtregierungsorganisationen), in ihrer grossen Mehrheit europäische Organisationen, die sich für die Entwicklung dieser Nation nicht interessieren."

Bildquelle: Itaituba am Tapajos; http://www.riotapajos.com.br/galeria/albums/userpics/10001/itaituba.jpg

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