Direkt zum Hauptbereich

Sevilla hat jetzt eine Metro

Die Metro von Sevilla ist am Donnerstag eingeweiht worden. Am ersten Tag gab es Freifahrt, ab gestern muss gezahlt werden. Der Ansturm am Einweihungstag war riesig. Es handelt sich um die Linie 1 (Linea 1), die fertiggestellt wurde und das Zentrum von Sevilla vom Südosten nach Westen quert. Weitere 3 Strecken sind noch im Bau oder in Planung.

Wie das wohl weltweit üblich ist, hatten die Nutzer der neuen Metro Probleme mit den Fahrkartenautomaten und Entwertungsgeräten. Zudem funktionierten die Anzeigen nicht, die Ankunft der Züge wurden nach dem Zufallsprinzip angezeigt, die mit der Realität nicht übereinstimmte. Der beliebteste Haltepunkt war bisher "Ciudad Expo" (das Gelände der Expo 1992). Gelegentlich wollten die Türen sich nicht öffnen, so durften an der Station "Plaza de Cuba" die Passagiere sich 6 Minuten eingesperrt fühlen.

Die Sevillaner Jugend zeigte sich sehr begeistert. Sie sehen einen echten Zeitgewinn gegenüber dem Busverkehr. Bemängelt wird nur, dass die Wagen sehr klein und eng sind. Dafür wird aber die hohe Fahrfrequenz (alle 4 Minuten) gelobt.

Auswirkungen auf den Strassenverkehr? Zumindest gestern konnten die Sevillanos keine Veränderung feststellen. Die Strassen waren verstopft wie eh und je. Eine Umfrage des Diario de Sevilla hat bei 5.684 abgegebenen Stimmen ergeben, dass 41% mit Sicherheit die Metro benutzen werden, nur 12% werden es auf keinen Fall tun.

Informationsquelle: Diario de Sevilla, La línea 1 alcanza 30.124 viajeros el primer día que se paga el billete
Siehe auch Der
Kiosk-Sturz von Sevilla

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

7 Gründe warum man nicht nach Rumänien auswandern oder fliehen sollte

Journalistin Laura Stefanut von der Webseite “Romania Curata” hat 7 Gründe dafür gefunden, dass man nicht nach Rumänien auswandern oder fliehen sollte. Sie spricht zwar von Einwanderern, aber tatsächlich geht es um Flüchtlinge. Die Situation sieht für diese so aus:

Rumänien ist ein Land, aus dem Millionen Auswanderer nach Westeuropa und Nordamerika ausgewandert sind. Es ist aber kein Land, in das man auswandert. Gegenwärtig gibt es etwa 60.000 Einwanderer von außerhalb der EU im Land. Forscher der Sozialwissenschaften warnen, dass Rumänien auf eine schnelle demographischen Überalterung zusteuert, das viele Vorteile aus der Integration von Einwanderern ziehen könnte. Aber trotz aller Warnungen und Forschungen hat der Staat wenig sinnvolles in diese Richtung getan. Vor kurzem gab es Nachrichten über 2 Flüchtlinge, die aus Versehen in Rumänien gelandet waren und anfingen zu weinen als sie merkten, wo sie waren. Leider, das bestätigen die Forschungen, ist Rumänien kein gutes Z…

In Treue fest zum Atom

Der spanische Industrieminister macht es sich leicht. Ein paar Tage vor dem Unglück von Fukushima erklärte er: "Sich vor der Nuklearenergie fürchten ist wie vor der Sonnenfinsternis Angst haben".

María Teresa Domínguez, Sprecherin der Forums der spanischen Atomernergie erzählt 2009 in einem Interview: "Spanien hat 8 Atomkraftwerke, die auf höchstem Weltniveau bezüglich Verfügbarkeit und Betriebsbedingungen operieren." Keine Rede davon, dass die AKW Vandellos und Ascó schon Störfälle auf höchstem Niveau hatten. Frau Domínguez bedauert, dass die Nuklearenergie nur zu 8% zur Energieversorgung Spaniens beiträgt. Deshalb will sie daraufhin arbeiten, dass der spanische Strommix für die Zukunft einen Anteil von 30% an der Landesversorgung bekommt. Keine Angst wegen den Risiken? "Nein, die Risiken sind kontrollierbar. Ich sage das, weil ich Technikerin bin und auf dem Gebiet der Sicherheit der Atomkraftwerke arbeite. Aber das sage nicht nur ich, sondern das ist auch …

Die Betontürme von Barcelona: Auch Betonschrott macht anhänglich

Wer von den höheren Positionen der Collserola auf Barcelona hinunterblickt, dessen Blick bleibt bald an 3 Türmen im Nordosten von Barcelona hängen. Diese drei Türme, die an der Mündung des Flusses Besós ins Meer liegen, gehörten zu einem konventionellen thermischen Kraftwerk, das in den 70er Jahren gebaut worden war. Seit 2011 ist dieses Kraftwerk stillgelegt. Es hatte zuvor kräftig zur Luftverschmutzung in Barcelona beigetragen. Es liegt nicht auf der Gemarkung der Stadt Barcelona, sondern der Vorortgemeinde Sant Adrià.

Drei Türme aus Beton dienten als Kamine über die die Abgase des Kraftwerks abgeleitet wurden. Beim Bau waren sie 90m hoch über den bereits 90m hohen Hochöfen gebaut worden, Es stellte sich heraus, dass in dieser Höhe die Abgase das Stadtklima beeinträchtigten und so wurden sie bis auf 200m erhöht. Sie übertrafen damit die Türme der Kathedrale Sagrada Familia, das Wahrzeichen von Barcelona. Man könnte sich vorstellen, dass ein solches hässliches Bauwerk als Verschande…