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Abusos urbanísticos - Städtebau zum Kotzen

Nativel Preciado, eine Journalistin bei der spanischen Internet-Zeitung Publico.es, nimmt sich des Themas des spanischen Städtebaus an. Es lohnt sich die Meinung einer Spanierin zu diesem Thema zu hören, deshalb nachstehend die Übersetzung ihres Artikels:

"Ich befinde mich in einer Strandregion und betrachte, einmal mehr, die urbanistischen Verwüstungen. Nur einige Meter vom Strand entfernt ist die Landschaft aus Zement und Beton noch trostloser geworden, denn die Krise hat die Kräne gestoppt und die Siedlungen stehen in halbfertigem Zustand, umgewandet in einen Müllhaufen aus Balken, Gerüste und zerbrochenen Ziegeln. Es tut mir leid, dass ich hier Nestbeschmutzung betreibe, aber die urbanistischen Missbräuche in Spanien sind so wie sie das Europäische Parlament in einem so verheerenden Bericht beschreibt, dass die PSOE (Regierungspartei) und die PP (grösste Oppositonspartei) diesen für inakzeptabel halten. Die Parteien sprechen sich selbst frei, denn dort wo sie regieren haben sie Abdrücke einer unhaltbaren Entwicklung hinterlassen, die in Zeiten des ungebremsten Baubooms, erlaubte eine Flussmündung zu bebauen oder dem Strand den Sand zu stehlen.

Es gibt Dokumentationen über jeden Fall, aber der schlimmste ist der jenes Unternehmens, das im Begriff war einen "Wohnkomplex" (“complejo de viviendas”) auf dem durch die Atombomben, die 1966 auf Palomares fielen, kontaminierten Boden zu bauen. Umweltschützer haben aufgeschrieen und sie schafften es, dass das Gebiet analysiert wurde. Die Strahlungsdetektoren bewiesen, dass es Spuren des Elementes Americium, das beim Zerfall von Plutonium, dem grössten künstlich geschaffenen Gift, gab. Die Landesregierung von Andalusien hat den Plan danach supendiert und die Enteignung des Geländes verfügt. Das Bauunternehmen hatte aber alle Genehmigung für die Bebauung und verlangt nun eine riesige Entschädigung. Auf diese Weise können dank der Schachereien gewisser unbelehrbarer Politiker Bauspekulanten eine Beute machen, ohne dass sie jemand daran hindert. Das ist nur ein Beispiel für den Missbrauch im spanischen Bauwesen, der vom europäischen Parlament kritisiert wurde."

Zum Atomunfall von Palomares schreibt die Zeitschrift Telepolis in ihrem Artikel Atombombe über Bord!
"Einer der bekanntesten Fälle passierte in Palomares an der Küste vor Spanien am 17. Januar 1966. Das Auftanken im Flug geschah in dieser Zeit stets irgendwo in der Welt alle sechs Minuten und galt als Routine, war aber dennoch hochgefährlich: Eine von 700 KC-135 Tankmaschinen trifft die B 52 hierzu, die vier Wasserstoffbomben enthält. Sie stoßen zusammen, die Folge ist die atomare Verseuchung des Landes um das Dorf mit dem Plutonium aus zwei Bomben. 14.000 Tonnen Erde wurden in die USA gebracht, eine dritte Bombe wurde in einem trockenen Flussbett doch die vierte Bombe ist verschwunden. Nach drei Monaten wird sie schließlich über eine halbe Meile unter Wasser entdeckt."

Informationsquelle: Público.es, Urbanismo depredador

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