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Worte sezieren: Cool gegen Frais

Der Blog "24 heure Philo" hat sich erneut dem "Sezieren" einer französischen Redewendung gewidmet, die auch zum Nachdenken über unsere diesbezüglich Redensart verleitet. Es geht um den Ausdruck «C'est frais». Es ist eine Redensart, die vor allem bei jungen Parisern üblich sein soll. Wenn etwas gut aussieht, z. B. eine Bekleidung, oder etwas gelungen ist, z.B. ein Foto ( «T’es frais sur cette photo !»), dann benutzt man diesen Ausdruck, der ohne zeitlichen Bezug ist. Es ist ein Ausruf, eine Aussage ohne davor und ohne danach. Die Aussage hat nur etwas positives. Eine minimalistische Formulierung um etwas Maximales zu sagen.

So die Ausführungen vom Autor des Blogbeitrags, Giorgione. Was würde uns dazu einfallen? Spricht alles für "das ist aber cool", vor allem, wenn die Aussage einen jugendlichen Anstrich bekommen sollten. Für ältere Semester ginge auch noch: "Das ist gelungen" oder "das ist stark". Die Franzosen bemitleiden uns gerne, weil wir vieles nicht mehr in unserer Sprache aussagen können. Wir müssen das Englische zu Hife nehmen oder wir tun das auch gerne freiwillig, weil das eben wieder "cool" ist.

Aber so einfach ist das auch in Frankreich nicht. Der verzweifelte Kampf gegen englischsprachige Modeausdrücke findet auch dort statt. 3 Kommentare sind zu den Ausführungen im Blog zu finden. 2 weisen auf die Schwachstelle hin: Der eine Kommentator ist überrascht, dass in den Blogausführungen eine Annäherung an das englischsprachige Äquivalent "that's cool !" fehlt, der andere gibt sich erstaunt darüber und meint "ist das nicht einfach eine Übersetzung des Wortes "cool?".

Unser Blogautor Giorgione scheint also mit seinem Beitrag einen Versuch unternommen zu haben, allein die französische Version als das Übliche im Sprachgebrauch darzustellen und die englische Version im Sprachgebrauch der Franzosen zu unterschlagen. Absicht?

Informationsquelle: Blog "24 heure Philo"

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