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Der Arzt und der Polizist und die Prügelei in der Praxis

Geschichten, die das Leben schreibt, diesmal aus Rumänien. Der Gemeindepolizist Marius Stănescu aus Piteşti geht mit seiner Ehefrau nach Bukarest ins Universitätskrankenhaus. Er schildert die darauf folgenden Geschehnisse der rumänischen Presse:

"Ich bin gegen 12 Uhr mit meiner Frau in die Praxis von Doktor Cristian Peteu gekommen. Bis 13 Uhr habe ich brav gewartet, obwohl Leute, die nach uns gekommen sind vor uns behandelt wurden. Schliesslich war ich genervt und habe die Sprechstundenhilfe gefragt, ob man hier eine Beschleunigungsgebühr (taxă de urgenţă) bezahlen müsse wie beim Passamt, damit endlich jemand am Schalter erscheint. Ich bin etwas lauter geworden, gebe ich zu, und habe den Doktor verlangt. Da war sie beleidigt und hat mich angebrüllt, ich solle mit meinem Weib (nevasta) abhauen, sie würde nicht behandelt. Sie müssen nämlich wissen, dass meine Frau schon mehrere Fehlgeburten hatte und die letzte hatte sie, nachdem der Doktor Peteu ihr einen Tanzkurs verschrieben hatte. Ich habe dann darauf bestanden, mit dem Doktor sprechen zu wollen und bin dann schliesslich im Zimmer des Stellvertreters gelandet. Nach kurzer Zeit ist dann der Doktor aufgetaucht und hat mich angemotzt: "Was machst Du hier, was will der Kerl? Wer bist du eigentlich, pass auf, ich häng dir ein Strafverfahren an" («Ce faceţi aici, ce vrea ăsta? Cine eşti tu, bă, că-ţi fac dosar penal»).
Dann hat er mich in einen Schrank gestossen und hat mit den Fäusten auf meinem Kopf gehauen. Nachdem er mich geschlagen hat, habe ich ihm gesagt, pass auf, das macht man nicht mit einem Polizisten. Darauf hat er geschrieen: "Komm raus, damit wir uns prügeln!"".

Seltsam nur, dass der Doktor nachher schwerverletzt war. Marius kann sich den Nasenbeinbruch und die Fraktur am Arm beim Arzt nicht erklären. "Kann sein, dass ich mich mit meinem getrübten Auge zu heftig gewehrt habe, aber den Arm im Gips, das kann ich mir nicht erklären", versucht Marius die Folgen zu analysieren und fügt noch hinzu, dass der Gips auch getürkt sein könne. Doktor Peteu mein dazu: "Ja natürlich, ich bin ein Masochist, ich hau mir den Kopf gegen die Wand und schlag mir die Nase auf den Tisch! („Eu sunt un masochist, mă dau cu capul de pereţi şi dau cu mâinile în masă)".

Das Täterprofil:
Marius Stănescu ist bekannt für seine "scharfe Hand und sein grosses Maul" („iute la mânie şi tare-n gură“). Er ist 1,60 gross, 58 kg schwer und 29 Jahre alt. Sein zierlicher Körper ist für ihn auch das Beweismittel, dass er dem Doktor nichts getan haben kann. Seit 2007 ist er Dorfpolizist in der Gemeinde Bradu bei Piteşti. Zuvor war er Taxifahrer (taximetrist), Bauarbeiter (muncitor în construcţii), Autohändler (dealer auto).

Bei den Kollegen ist er nicht besonders beliebt. Seine Neigung zu Streit und Prügeleien ist bekannt. Der Bürgermeister von Bradu meint: "Er ist aufmüpfig und es gibt ständig Reibereien zwischen den Vorgesetzten und ihm. Aber so etwas schlimmes wie jetzt hat er sich bisher nicht zu Schulden kommen lassen."

Der gemeine Bürger von Bradu hält ohnehin nichts von seinem Dorfpolizisten: "Das ist ein Aufschneider, tut sich furchtbar wichtig als Polizist und hat ein grosses Maul" („tupeist, cam plin de el că-i poliţist şi tare-n gură”).

Informationsquelle: Adevarul, Poliţistul „agresor de medici“ se dă lovit

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