Sonntag, 22. März 2009

Kfz-Steuer für neue Wälder

Der Präsident des rumänischen Senates, Mircea Geoană, und der Minister für Umwelt (ministrul Mediului), Nicolae Nemirschi, haben heute im Ort Dăbuleni angekündigt, dass ein Teil der Einnahmen aus der Kfz-Steuer (taxa auto) von 25 Millionen Euro für die Wiederaufforstung der rumänischen Wälder eingesetzt werden wird.

Der Ort Dăbuleni liegt im Süden Rumäniens in der Nähe der Donau. Der Ort ist auch als die "Sahara Olteniens" bekannt, weil er von einer Sandwüste von ca. 800 km² umgeben ist. Also ein guter Ort, um mit der Aufforstung zu beginnen.

Das Ziel ist es 30% der Fläche Rumäniens für Wälder zur Verfügung zu stellen gegenüber derzeit 23 bis 24%. Nach dem Sturz des kommunistischen Regimes war es zu grossflächigen Rodungen der rumänischen Wälder bekommen. Der Klimawandel durch das Fehlen der Waldflächen ist in Rumänien bereits spürbar und hat zum Teil zu extremen Wetterbedingungen geführt.

"Ich möchte mit Nachdruck eine Botschaft an diejenigen richten, die unsere Wälder zerstoren, diejenigen, die nur an ihren schnellen Profit von heute und nicht an die kommenden Generationen denken. Ich richte diese Botschaft an diejenigen, die nicht gekommen sind, um zu sehen wie sich die saftigen Wiesen der Donauufer in eine Wüste verwandelt haben. Wir riskieren einen Klimawechsel unvorstellbaren Ausmasses, der dazu führen wird, dass die Landwirtschaft Rumäniens und das Leben so sein wird wie in einem Land des Mittleren Ostens" erklärte Geoană.

Wie wahr!


Informationsquelle: Evenimentul Zilei, Taxa auto împădureşte România