Direkt zum Hauptbereich

Internationaler Frauentag - Dia Internacional da Mulher - Día Internacional de la Mujer in Südamerika

Diario de Pernambuco aus Recife (Brasilien) setzt die Schlagzeilen: "Frau, es ist an der Zeit zu lernen, nein zu sagen" (Mulher, está na hora de aprender a dizer "não"). Nein zum Ehemann oder Geliebten (namorado). Nein zu den Kindern. Nein zu den Eltern und Nein zur Gesellschaft. Ein guter Tag für Frauen, um darüber nachzudenken, warum sie immer "ja" zu den andern und "nein" zu sich selbst sagen.

Im südlichen Brasilien wird der Tag nicht mit einer Schlagzeile versehen. Das "Jornal do Brasil" aus
Rio berichtet, dass die Frauen sogar in der derzeitigen Wirtschaftskrise Energie und Zuversicht bei der Feier ihres Tages zeigen.

La Nación (
Buenos Aires) hat nichts anderes im Sinn als den Leserinnen Entspannungs- und Einkaufstipps für ihren Tag zu geben. Ein wütender Kommentar einer Leserin spricht Bände: Wie bitte??! Das versteh ich nicht! In diesem Jahr habt ihr einen Shopping-Tag daraus gemacht? Ins Hyatt-Hotel, um die Rechte aller zu feiern? Kann man sich Arbeiterinnen in der abgebrannten Fabrik vorstellen, die nach Spas fragen?" (Còmo?? ! NO entiendo! Este año ya lo volvieron un día comercial? el hyatt para festejar los derechos de todas?! Waht? Se imaginan a las obreras en la fàbrica incendiada pidiendo spas?).

Da ist "El Heraldo" aus
Concordia (Provinze Entre Rios / Argentinien) schon konkreter. Er verweist auf Bericht von Amnesty International über die immer noch weltweit und auch in Argentinien ausgeübte Gewalt gegen Frauen.

CNN
Chile berichtet über eine Veranstaltung zum Tag der Frau im Frauengefängnis von Iquique. Es soll erinnert werden wie schwierig für diese Frauen die Trennung von Familie und Kindern ist.

In der ecuadorianischen Stadt
Portoviejo, die Stadt der Tamarinden-Plantagen, feiert man sich selbst und "herausragende Damen" (damas destacadas) aus verschiedenen Bereichen. Es muss sich um Damen aus Portoviejo handeln, denn deren Ehrung wird durch den Leiter des lokalen Kulturhauses vorgenommen. Für alle, die es aber noch nicht begriffen haben führt die Zeitung "El Diario" aus, dass man an diesem Tag sich des Kampfes der Frau für Beteiligung und Gleichberechtigung mit dem Mann erinnert.

"Radio Nacional de
Venezuela" stellt richtig: Dies ist kein Tag um Schönheit zu proklamieren! (no es una dia para proclamar belleza). Seit 2001 nimmt der Präsident der bolivarischen Republik von Venezuela (el Presidente de la República Bolivariana de Venezuela), Hugo Rafael Chávez Frías, an der Feier des Tages teil. Dies unterstreiche nachhaltig die Bedeutung des Tages.

In
Uruguay wird nicht nur geredet, sondern gehandelt. Das uruguayische Gesundheitsministerum hat aus Anlass dieses Tages einen Kampagne für eine selbstbestimmte Sexualität gestartet, die die Verteilung von 98.000 Spiralen (dispositivos intrauterinos - Intrauterinpessar) vorsieht.

Beliebte Beiträge

Es reicht!

Vor kurzem wurde in Sao Paulo Ricardo Silva Nascimento, ein Müllsammler, schwarzer Hautfarbe, kaltblütig durch die Militärpolizei erschossen, mit einem Schuss in den Körper und zwei in den Kopf, nur weil er es wagte in einem Restaurant in einem Stadtviertel der Mittelklasse nach Essen zu betteln. Diesselbe Polizei, die ihn tötete, manipulierte vor aller Öffentlichkeit die Beweise am Tatort, transportierte illegalerweise den Körper ab und löschte auf den Mobiltelefonen von denen, die die Tat filmten, den Beweis des Verbrechens.

Bewohner des Viertels sollen dabei der Militärpolizei zugejubelt haben.

In Brasilien erlebt man zur Zeit einen Rückfall in die alte Tradition der Sklavengesellschaft und der Unterdrückung einer Bevölkerung, die ausgebeutet wird und in tiefer Armut lebt. In der Zeit der Präsidentschaft von Lula da Silva gab es eine Politik für die Armen, ein Programm, das sich "Zero fome" (Kein Hunger) nannte und mit dem man den beschämenden Zustand eines reichen Lande…

Pulverfass Brasilien

Im Juni 2013 wurde Brasilien von heftigen und gewalttätigen Demonstrationen erschüttert. Ausgangspunkt waren Fahrpreiserhöhungen im öffentlichen Nahverkehr. Die Situation verschärfte sich derart, dass die damalige Präsidentin Dilma Rousseff ihr Kabinett zu einer Dringlichkeitssitzung einberufen musste. Der Gewaltausbruch war unerwartet und verbreitete sich in ganz Brasilien in kürzester Zeit. Es wurde versuch,t Amtsgebäude zu stürmen und es gab viele Akte des Vandalismus. Die Polizei wurde nur mühsam Herr der Lage.

 Der Philosoph Vladimir Safatle von der Universität hat jetzt in einem Beitrag zur Zeitung "Folha", dere auch im Blog "Combate Racismo Ambiental" veröffentlicht wurde, seine Befürchtung geäußert, dass diese Ereignisse sich bald in verstärkter Form wiederholen werden und hat die Gründe dafür benannt. Seine Ausführungen gebe ich nachstehend wieder:

Eine der offensichtlichen Züge des oligarchischen Gedankens ist die Form wie das Volk und die Mas…

Die 70 gefährlichsten Straßenkilometer in Spanien lassen die Verantwortlichen kalt

Nach einem Bericht der Zeitung "El Pais" ist die Nationalstraße N-I auf einer Strecke von 70 km zwischen der Stadt Burgos und Miranda die gefährlichste Straße Spaniens. Täglich passieren 10.000 Fahrzeuge, die Hälfte davon Lastwagen, die Straße. Wie kam es dazu? El Pais schreibt:

1974 hat der Staat die Autobahn AP-1 eingeweiht, die von Burgos aus ins Baskenland führt und parallel zur N-I verläuft. Die Nutzung wurde privat geregelt, aber der Staat verpflichtete sich, die Autobahn in 5 Jahren freizugeben. Nach Ablauf dieses Zeitraum und aufgrund der Verzögerung bei den Einnahmen der Maut wurde die private Verwaltung bis 1999 verlängert. Nur 3 Jahre nach dieser Verlängerung wurde diese bis 2003 erweitert. Danach erfolgte eine weitere Verlängerung bis 2017 und jetzt soll sie erst 2018 mautfrei gemacht werden.

Der Autobahnbetreiber ist das Unternehmen Europistas, das eine Maut von 11,85 € für die Strecke von Burgos bis Ameyugo, einem Dorf 20 km vor Miranda del Ebro erhebt. Dies is…

Die Betontürme von Barcelona: Auch Betonschrott macht anhänglich

Wer von den höheren Positionen der Collserola auf Barcelona hinunterblickt, dessen Blick bleibt bald an 3 Türmen im Nordosten von Barcelona hängen. Diese drei Türme, die an der Mündung des Flusses Besós ins Meer liegen, gehörten zu einem konventionellen thermischen Kraftwerk, das in den 70er Jahren gebaut worden war. Seit 2011 ist dieses Kraftwerk stillgelegt. Es hatte zuvor kräftig zur Luftverschmutzung in Barcelona beigetragen. Es liegt nicht auf der Gemarkung der Stadt Barcelona, sondern der Vorortgemeinde Sant Adrià.

Drei Türme aus Beton dienten als Kamine über die die Abgase des Kraftwerks abgeleitet wurden. Beim Bau waren sie 90m hoch über den bereits 90m hohen Hochöfen gebaut worden, Es stellte sich heraus, dass in dieser Höhe die Abgase das Stadtklima beeinträchtigten und so wurden sie bis auf 200m erhöht. Sie übertrafen damit die Türme der Kathedrale Sagrada Familia, das Wahrzeichen von Barcelona. Man könnte sich vorstellen, dass ein solches hässliches Bauwerk als Verschande…

Trump setzt auf die Hilfe Gottes beim Schutz seiner Luxus-Immobilien und findet willige Helfer

Präsident Trump liegt sein heiß geliebtes Luxus-Golf-Resort Mar-a-Lago in Florida sehr am Herzen. Schliesslich hält er sich auch jede freie Minute da auf. Monster-Hurrican Irma bedrohte nun seine Glückseligkeitsinsel und um Schaden abzuwenden griff er auf die Hilfe des Allerhöchsten zurück. Allerdings nicht dahingehend, dass an seinem Resort keine Schäden angerichtet werden, sondern dafür, dass evakuierte Amerikaner nicht seine schöne Anlage stürmen und dort die Einrichtung versauen.

Blogger Allan Ishac beschreibt das Ansinnen von Trump an "God":

Präsident Donald Trump wandte sich am Samstag (9. September) an den spirituellen Berater des Weißen Hauses und bat ihn darum, für Mar-O-Lago, seinen Immobilienbesitz an der Küste in Palm Springs zu beten. Das Resort lag auf dem Weg von Hurrikan Irma.

"Ich fragte Joel (Osteen), ein toller Kerl, für Gottes Hilfe zu beten, um die Bewohner in Florida zurückzuhalten in mein Winter-Weißes-Haus zu marschieren und es zu ihrer persönliche…

Spanien muss sich seiner Geschichte stellen, dann kann auch Katalonien seinen Platz finden

Spanien hatte mal einen blutigen Diktator, der als Sieger aus dem Bürgerkrieg (1936-1939) dank der Hilfe von Nazi-Deutschland und dem faschistischen Italien hervorging. Francisco Franco terrorisierte das Land im Verbund mit seinen Generälen und den spanischen Faschisten mit seiner Herrschaft bis zu seinem Tod im Jahre 1975.

"Ursachen für den Ausbruch des Krieges sind in den extremen sozialpolitischen und kulturellen Verwerfungen in der spanischen Gesellschaft sowie in regionalen Autonomiebestrebungen zu finden, etwa im Baskenland und in Katalonien", ist in Wikipedia zu lesen. Vor seinem Tod setzte Franco den König wieder als Staatsoberhaupt ein. Ein König der in den faschistischen Militärakademien ausgebildet wurde. Das Volk wurde zur Wiedereinführung der Monarchie nicht befragt. Spanien gab sich dann eine Verfassung, die im Rahmen der "Transition" keinen radikalen Schnitt mit der Vergangenheit machte. Die Generäle drohten im Hintergrund, jede ihnen nicht passende…