Dienstag, 17. März 2009

Das Monster von Amstetten

Seit Josef Fritzl beschlossen hatte, seine Tochter nicht nur wegzuschliessen, sondern auch regelmässig zu vergewaltigen und auch nicht weich wurde, wie daraus Kinder geboren wurden, haben wir noch einmal in die Abgründe der menschlichen Seele gesehen. Für viele ist das unbegreifbar, aber wenn man sich noch einmal die Greueltaten der Nazis in ihren Konzentrationslagern durch den Kopf gehen lässt, dann wundert man sich auch darüber nicht mehr.

Weltweit erregt der Prozess Aufsehen. Ich habe mich einmal umgesehen mit welchen Worten die Weltöffentlichkeit reagiert:

Für "The Scotsman" ist Fritzl der "absolute Herrscher seiner betonierten Untergrundhölle" (The absolute ruler of his underground concrete hell). Für das britische Revolverblatt "The Sun" heisst die Schlagzeile "Er kam, vergewaltigte, haute ab" (He came, he raped, he left).

Der "Diario de Sevilla" spricht vom "Monster von Amstetten" (El 'monstruo de Amstetten'), der Mann mit der dünnen Stimme (hilo de voz), der wegen fehlender Liebe (falta de cariño) seiner Mutter zum Monster wurde. Für "La Vanguardia" ist er der "Gefängniswärter von Amstetten" ("carcelero de Amstetten").

Für "Antena 3 in Rumänien" ist er nur das Monster (monstrul) wie auch für das "Jornal do Brasil" (o monstro), das noch bemerkt, dass Fritzl zu Beginn des Prozesses seinen Kopf hinter einem blauen Aktenordner versteckte (uma pasta de arquivo azul).