Donnerstag, 29. April 2010

Keine Euthanasie für Hunde!

Bukarest hat weiterhin ein gravierendes Problem mit den tausenden von Strassenhunden, die die Viertel der Stadt bevölkern. Nachdem ein "Adoptionsprogramm" nicht den gewünschten Erfolg gezeigt hat, steht die "Euthanasie" der Strassenhunde wieder auf dem Programm. Der Krieg gegen die Strassenhunde, der vom ehemaligen Bürgermeister und heutigem Staatspräsidenten Basescu 2001 erklärt wurde, soll weitergeführt werden. Die Direktorin der "Verwaltunsgehörde zur Überwachung herrenloser Hunde erklärt den Sachstand: "Wir wüssten nicht wie wir die Zahl der Hund feststellen können, ihre Anzahl schwankt ständig. Ich kann ihnen nur sagen, dass wir von Juni 2008 bis Dezember 2009 11.000 von ihnen sterilisiert haben." Man schätzt, dass es etwa 40.000 herrenlose Hunde in Bukarest gibt.

Nach einem neuen Gesetzesvorschlag sollen nur kranke und aggressive Hunde eingeschläfert werden. Die anderen sollen eingefangen werden, mit Mikro-Chips versehen und zur "Adoption" freigegeben werden.
Schärfster Gegner des Euthanasie-Programms ist sind rumänische und ausländische Tierschutzorganisationen, unter anderem "Vier Pfoten". Sie verlangen, dass statt Euthanasie die Hunde sterilisiert werden. Die Euthanasie bereichere nur die Geldbeutel einiger Lokalpolitiker. Bezüglich der Hunde werde nur mit Lügen gearbeitet und es fehle der Wille die Probleme richtig anzugehen. So soll "Vier Pfoten" schon vor 2 Jahren dem Oberbürgermeister von Bukarest angeboten haben, die Kosten der Sterilisierung zu bezahlen.

Rumänische Tierschützer greifen inzwischen zu Protesten in Form der Hungerstreiks, um die Stadtverwaltungen von Euthanasie-Massnahmen abzuhalten. Eine Protestierende erklärt: "Wir, die Zivilgesellschaft, können nur etwas tun, wenn wir Druck von der Strasse aus machen. Ich frage mich, wo die ganzen Staatsgelder für das "Hundeproblem" geblieben sind. Wo sind sie geblieben, wenn alle Hunde und Katzen noch auf der Strasse sind? Es wurde gestohlen! Man sieht es an den Villen und den Autos. Wir wollen nicht, dass die Tiere auf der Strasse bleiben. Wir wollen, dass sie sterilisiert werden. Sogar in der Türkei hat man das geschafft und das ist ein muselmanisches Land! Man muss den Weg der Sterilsierung gehen und die Tiere verwahren und kontrollieren. Kein Euthanasie.

Die Tiere werden mit Stomstössen getötet."
Die Stimmung in der Bevölkerung steht eher für ein Euthanasieprogramm, damit auf den Strassen mehr Sicherheit einkehrt. Die Zahl der von Hunden gebissenen Personen ist sehr hoch und alle haben Angst, dass die Tiere von der Tollwut infiziert sind.

Siehe auch Blogbeitrag:
Brigitte Bardot schmeisst hin

Informationsquelle: Evenimentul Zilei, Iubitorii de câini cer sterilizarea în masă în locul eutanasierii