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Swakopmund im Visier der Atomindustrie

In der Nähe von Swakopmund in Namibia startet der französische Atomkonzern Areva mit dem Abbau von Uranoxid, der Brennstoff für die Atomkraftwerke. In einer der trockensten Gebiete Namibias soll mit hohem Wasseraufwand das Uran aus den Felsen gelöst werden. Deswegen wurde in der Nähe von Swakopmund eine grosse Meerwasserentsalzungsanlage gebaut, um mit diesem Wasser das Bergwerk zu betreiben. Wasser, das das Bergwerk nicht braucht, soll der Bevölkerung zugute kommen. Damit will Areva seine Verpflichtungen im sozialen und Umweltschutzbereich nachkommen.

Die weltweit steigende Zahl der Staaten, die wieder auf die Kernkraft setzen, hat auch die Mine Trekkopje in Namibia wieder rentabel gemacht. In ihr sollen aus etwa 1 Million Tonnen Gestein 36.000 Tonnen Uranium innerhalb von 12 Jahren gewonnen werden. Das Gestein enthält nur etwa 120 Gramm Uran pro Tonne.

2009 wurde Areva der Weltmarktführer in der Produktion von Uran sowie im Bau von Atomkraftwerken. Der Konzern träumt davon, bis 2020 30% des Weltmarktes für Uran zu produzieren.

Die Präsidentin von Areva, Anne Lauvergeon, jubelt. 1999, bei ihrem Amtsantritt, habe man die Atomindustrie totgesagt. Jetzt habe es sich gezeigt, dass es richtig war, auf die Ausbeutung neuer Lager zu setzten. Kostete 1999 das Pfund Uran 6 Dollar, bekomme man jetzt 60 Dollar. Und natürlich jubeln sie alle, weil die Welt wieder endlich das Glück der Atomkraft entdeckt.

Siehe auch Blogbeitrag: Geheimnisvoller Atomtransport

Informationsquellle: Le Monde, Areva fait de la Namibie sa nouvelle frontière pour l'extraction d'Uranium

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Kafkaeske Erfahrungen mit Coliposte

Der Blogger Eric aus Frankreich berichtet in seinem Blog "PresseCitron", den ich heute neu in meine Blog-Liste aufgenommen habe, über eine deprimierende Erfahrung mit der französischen Gepäckpost. Unter dem Titel "Ne vous déplacez pas, de toute façon vous étiez absent" (gehen sie nicht weg, auf jeden Fall werden sie abwesend sein) berichtet er über eine nur auf dem Papier stehende Dienstleistung der Gepäckzusteller.

In der Episode 1 wird ihm in seiner Abwesenheit vom Postboten (facteur) ein Paket gebracht. Wie er nach Hause kommt findet er den Auslieferungszettel (le bordereau) in seinem Briefkasten, auf dem er in großen Buchstaben daraufhingewiesen wird: "Gehen sie nicht weg" (Ne vous déplacez pas). Er soll am andern Morgen zwischen 9 und 12 Uhr den Boten erwarten. Bittere Bemerkung von Eric dazu: Scheinbar haben die Postmenschen (les postiers) noch nicht begriffen, dass sie im Dienst des Kunden stehen und nicht umgekehrt.

Episode 2: Am nächsten Morgen st…

Bittere Cashew-Nüsse und schwarze Kinderhände

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Pina Bausch und die Katalanen

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"Jenes 1980 war ein Schock in einem Moment, in dem Barcelona's Theaterwelt bedingt durch den Franco-Faschischmus gerade aus der szenischen Lethargie aufwachte. 1980 wurde das Fenster geöffnet, durch das ein eiskalter Wind zog, der alles entblösste und den Eintritt des Barceloneser Theater nach Europa bedeutete. Pina Bausch hat uns aufgewühlt und hat uns während Dekaden mitfühlen lassen", schreibt Avui.

Viele katalanische Theatergruppen wurden vom Tanz von Pina beeinflusst, sei es die bereits verschwundene Gruppe "Heura" bis zur heutigen "Senza Tempo" oder auch Marta Carra…