Direkt zum Hauptbereich

Bulgarien wehrt rumänische Invasion durch Nahrungsentzug ab

Osterferien, an denen wollen auch die Rumänen verreisen. Natürlich sollte es inzwischen schon das Ausland und das zu sehr günstigen Preisen sein. So etwas bietet der Nachbar Bulgarien. Nach den jahrelangen Enttäuschungen über den Service und die Preise an der eigenen Schwarzmeerküste, wurde an den diesjährigen Ostern die bulgarische Schwarzmeerküste von rumänischen Touristen fast überrannt. Genauso schnell wie das Volk zu Hauf an den gleichen Ort rennt, genauso schnell sinkt natürlich die Einstellung zum Service am Empfangsort.

Nicht anders ging es auch vielen Rumänen, die über Ostern Hotels in der Gegend um Varna gebucht hatten. Die Hotels waren voll mit Rumänen, die hier für 3-4 Tage eine richtige Oster-Sause erleben wollten. Nur 22 Euro pro Tag kostete der Aufenthalt in einem 4-Sterne Hotel namens Sfânta Elena, das im gleichnamigen Ort steht. In den 22 Euro war sogar alles "all-inclusive". Was kann man dafür bekommen? Die rumänischen Touristen erfuhren es am eigenen Leibe: "Miserables Essen in unzureichenden Mengen, Alkohol und Erfrischungsgetränke schlechtester Qualität, mieser Service und Angestellte, die nur mit Schulterzucken auf die Beschwerden der Kunden antworteten. Am dritten Feiertag gab es dann gar kein Essen mehr. Die hungrigen Touristen waren jetzt zu allem bereit. Das Restaurantpersonal verschanzte sich angesichts der brenzligen Situation in der Küche und sah sich zu keinerlei Erklärungen bereit. Ein durchgedrehter Tourist demolierte 2 Teller, worauf ein Kellner auf den Plan trat und versuchte mit 4 Omeletts und mit Resten von Lammbraten die Situation zu retten. Das war eindeutig für die 30 wartenden hungrigen Mäuler zu wenig. Zur Bekämpfung der Revolutionsstimmung gab das Hotel Alarm und die Polizei eilte herbei und verhaftete den Teller-Zerstörer. Als sie ihn abführen wollten, rastete der Rest der rumänischen Touristen aus. Es gab einen Auflauf, die Menge beschimpfte Polizei und Hotalangestellte und verlangte: "Der Hoteldirektor soll kommen! Die machen sich einen Scherz mit uns! Das Geld habt ihr schon genommen, ihr Diebe! Das ist eine Schande. Pro-TV (rumänischer privater Fernsehsende) wird kommen und sich das ansehen." Und so machten sie sich auf rumänisch, bulgarisch, englisch und sogar russisch Luft. Das wüste Geschrei beeindruckte die Polizei, sie zog sich ohne den Übeltäter zurück.

Ein Repräsentant einer grossen rumänischen Reiseagentur, die Reisen nach Bulgarien verkauft, sagte dazu: "Das was da passierte war ein einmaliger Zwischenfall, glauben sie mir das. Kommen sie in andere Hotels und sie werden sehen, dass die Leute sehr zufrieden sind. Ich weiss nicht, was da passiert ist, aber ich glaube es hing mit einer schwachen Organisation innerhalb des Hotels zusammen."

Informationsquelle: Evenimentul Zilei, Ofertă de Paşte la bulgari: Sejur cu scandal

Beliebte Beiträge

"Die Faschisten von Soros wollten mich lynchen"

Gabriela Firea ist Oberbürgermeisterin von Bukarest. Sie ist 43 Jahre alt und von Beruf Journalistin. 2012 wechselte sie in die Politik und wurde für die Partidul Social Democrat (PSD) in den rumänischen Senat gewählt. Im Juni 2016 wurde sie zur Oberbürgermeisterin von Bukarest gewählt. Inzwischen hat sie einen sehr hohen Beliebtheitsgrad in Rumänien und nach einer neueren Umfrage würden sie bei Präsidentschaftswahlen meht Stimmen bekommen als der derzeitige Amtsinhaber Iohannis.

Etwas rätselhaft ist diese Intention der Bevölkerung, denn in Bukarest ist Frau Firea nicht unbedingt beliebt. Sie hat bei den Wahlen viel versprochen und bisher wenig gehalten. Ein empörter Bukarester Bürger beschreibt die bisherige Erfolgbilanz von Frau Firea so: "Sie hat bisher nichts getan. Sie soll zurücktreten. Es gibt keine Parkplätze, der öffentliche Nachverkehr ist genauso schlecht wie bisher. Sie hat nichts von dem gehalten, was sie versprochen hat wie zum Beispiel Klimaanlagen in den öffentlic…

Wer versteht diese Theresa May?

Theresa May, die britische Premierministerin, gibt ein seltsames Bild ab. Sie war einmal gegen den Brexit und ist nun feurige Durchsetzerin des knappen Bürgervotums für den Brexit, eines Votums, das laut britischer Gesetzgebung nur beratenden Charakter hatte. "Brexit meint Brexit" war nun ihr ständiges Mantra und dann sah sie auch noch die Chance angesichts der zerstrittenen Labour-Partei durch aus opportunistischen Gründen schnell vorgezogene Wahlen eine überwältigende Mehrheit im Parlament zu bekommen. Jetzt lautet das Mantra, nur mit mir wird es eine "starke und stabile" (strong and stable) Regierung geben. Drei brutale terroristische Anschläge in kürzester Zeit stellen diesen Wahl-Spruch inzwischen vor eine Prüfung. Und hier sieht die Lage dann nicht mehr so gut aus. Sie war schließlich vor der Übernahme des Premierministeramtes 6 Jahre Innenministerin.

Es ist unklar, was sie eigentlich antreibt. Der Verdacht, dass es ihr nur um ihre eigene Karriere geht, dräng…

Brasilianer haben die Nase voll von ihrer Regierung: Diretas já!

Am vergangenen Sonntag kam es am Strand der Copacabana zu einer Großdemonstration, an der ungefähr 150.000 Personen teilgenommen hatten. Organisiert wurde die Demonstratien von vielen Bürgerbewegungen und von bekannten Künstler wie den Sängern und Musikern Caetano Veloso und Milton Nascimento. Das Ziel des Protestes ist es, das brasilianische Parlament zu einem Beschluss über eine Verfassungsänderung, der direkte Wahlen für das brasilianische Präsidentenamt ermöglicht, zu drängen.
Die brasilianischen Politiker hatten es geschafft, die legitim gewählte Präsidentin Dilma Rousseff unter windigen Gründen per Impeachment aus dem Amt zu putschen. Rousseff wurden haushaltsrechtliche Verfehlungen vorgeworfen. Nachfolger wird in einem solchen Fall laut brasilianischer Verfassung der Vizepräsident und das war Michel Temer. Inzwischen stellt sich heraus, dass Temer in Korruptionsskandale verwickelt ist und seine Position als Präsident wackelt bedenklich. Sollte auch er aus seinem Amt entfernt w…

Polizei auf Bettler-Jagd in Timisoara

Der OB von Timisoara / Temesvar, der Hauptstadt des rummänischen Banats, hat der eigenen Lokalpolizei vorgeworfen, dass Bettlerproblem in der Stadt nicht ausreichend zu bekämpfen. Das Zentrum der Stadt sei inzwischen beliebtes Ziel von Bettlern. Tags darauf haben die Gescholtenen beschlossen in Zivil auf Bettler-Jagd zu gehen.

Die Webseite deBANAT.ro berichtet über die Arbeit der Lokalpolizei:

Die Polizisten haben sich nach der Schelte sofort an die Arbeit gemacht und eine Razzia im  öffentlichen Nahverkehr vorgenommen. "Die Aktion erfolgte auf der Strecke Badea Richtung Nordbahnhof. Es wurden auch Strafen für die Tatsache des Alkoholkonsums, Bettlerei, Müllverursachung und anderes erlassen. Bereits im vergangenen Monat haben die Aktionen auf diesen Linien zur Festnahme von 81 Bettlern geführt, gegenüber denen gesetzliche Massnahmen angewendet wurden, aber leider kommen diese Personen immer wieder auf die Straße zurück", erklärte der Verantwortliche der Lokalpolizei. Er erkl…

Großbritannien, das zerstrittene Königreich, auf den Spuren Griechenlands

Das Vereinigte Königreich (UK) verlässt die EU. Nach dem Brexit-Referendum hatten die regierenden Konservativen  um Premierministerin May entdeckt, wie toll ein solcher Abschied vom europäischen Kontinent ausgehen könnte. Ungeahnte Möglichkeiten würden dem Land in der weiten Welt winken, die nur darauf warte, mit den Briten ins Geschäft zu kommen. Realistischerweise hat Premierministerin May schon einmal erklärt,  dass das nur funktioniere, wenn das Land zu einer Steueroase à la Panama umgebaut werde.

Die EU schien in dieser Zukunftphantasie keine Rolle zu spielen,  obwohl sie doch der größte Handelspartner des Landes ist. In einem Anflug von völliger Betriebsblindheit setzte May noch Neuwahlen an, weil man ihr eine überwältigende absolute Mehrheit prognostizierte. Das ging dann gründlich schief und jetzt steht Großbritannien ratlos vor einem Scherbenhaufen. Plötzlich kommen auch Bedenken auf, ob ein knallharter völliger Abschied von der EU tatsächlich für Großbritannien positiv sein…

Das Besondere an der Korruption in Spanien

Von osteuropäischen Ländern sind wir eine offensichtliche Korruption gewöhnt. Hier besticht jeder jeden, der ihm/ihr etwas zu bieten hat. Der Verkehrspolizist lässt bei Geschwindigkeitsüberschreitungen oder Falschparken die Sünder laufen, wenn man ihm einen Schein in die Hand drückt.  Im Krankenhaus sind Pflegekräfte und Ärzte besonders motiviert, wenn sie mit Zugaben gefüttert werden. In Spanien ist das ein bisschen anders. Die Korruption ist hier versteckter. Beamte machen sich nicht die Hände schmutzig. Wenn man von ihnen was haben will, muss man auch für banale Dinge einen Vermittler, den "Gestor", einschalten. Der teilt sich dann sein Einkommen mit dem Beamten. Wer im öffentlichen Dienst nicht so viel zu bieten hat, ist eher nicht korrupt. Dagegen kennt die Korruption im Kreise der Mächtigen aus Wirtschaft und Politik keine Grenzen und wurde bisher als selbstverständlich angesehen und vom Volk so hingenommen.

Die derzeitige Regierungspartei Partido Popular hat da ein r…