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Vater will Ausnahmeregelung für ungeratenen Sohn

Ein junger Herr namens Honorius Prigoană erlaubte sich, auf der Nationalstrasse 1 in der Nähe von Bukarest anstatt der erlaubten 70 km/h mit 115 km/h zu fahren. Leider hatte die Polizei etwas dagegen. Er wurde angehalten und es wurde ihm der Führerscheinentzug angedroht.

Honorius hat aber einen engagierten Vater, der sich tapfer vor seinen missratenen Sohn stellte und sofort den Sprecher der Polizei von Bukarest anrief und sich bitter über die Aktion der Polizei beklagte. Und dies tat er folgendermassen: "Das ist ein schlechtes Gesetz! Was soll ich über Honorius sagen ........ er hat die Fahrschule nicht rechzeitig gemacht, er ging unregelmässig hin oder hat sie aus der Ferne besucht. Er wusste nicht, dass die vorgeschriebene Geschwindigkeit auf dem Tacho überschritten war. In der Tat kennt er die Zahlen da nicht oder sieht sie nicht". Er fügte hinzu: "Die Bürger von heute sind nicht geschützt, die Gesetze respektieren die Bürger nicht. Das Verkehrszeichen dort macht überhaupt keinen Sinn." Und bezüglich der Erziehungsmassnahmen gegenüber seinem Sohn ist er ganz hilflos: "Das Gesetz ist nicht gut! Ich kann ihn doch nicht bestrafen, er ist 25 Jahres alt, soll ich ihn verhauen?"

Honorius hat Glück gehabt. Er fuhr nur 45 km/h schneller als erlaubt. Erst ab 50 km/h Überschreitung wird in Rumänien der Führerschein entzogen. Er ist aber ein Wiederholungstäter. Bereits im letzten Jahr wurde er mit überhöhter Geschwindigkeit erwischt und einmal wurde ihm deswegen der Führerschein für 2 Monate entzogen. Da er natürlich nicht auf den sicher vom Vater finanzierten Lamborghini verzichten wollte, fuhr er halt ohne Führerschein und wurde auch da erwischt. Gegen seine Intelligenz spricht, dass er wohl nicht lernfähig ist.

Vermutlich musste er den Führerschein gar nicht machen, sondern der Papa hat diesen für ihn gekauft. Denn der Vater ist nicht irgendwer. Silviu Prigoană, geboren 1963, ist ein bekannter Geschäftsmann und Politiker in Rumänien. Er sitzt zur Zeit als Abgeordneter im Parlament und ist Gründer des Fernsehsenders "Realitatea TV". Er gehört der Partei der Liberaldemokraten, PD-L, an. Eigentlich kaum verständlich, dass sich dieser Mann so für sein Söhnchen in die Bresche schlägt.

Im Gegenteil, er liebäugelt wohl mit einer "Prigoană"-Dynastie. Auf der Webseite des Vaters steht eine Pressemitteilung mit dem Titel: "Honorius Prigoană im Senat des Staates Illinois, USA". Sohnemann durfte da auf Initiative des Senators Christopher J. Lauzen eine kurze Rede halten. Nach Angaben der Webseite wurde er "als junger Rumäne mit Perspektiven in Politik und Geschäftswelt" vorgestellt. Kann man sich eigentlich gar nicht vorstellen, wenn er nicht einmal den Tacho ablesen kann!

Informationsquelle: Adevarul, Băiatul lui Prigoană prins cu 115 km/h pe DN1

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