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Dacia in dramatischer Krise

Die Autofabrik "Dacia" in Pitesti in Südrumänien gelegen und inzwischen dem Renault-Konzern gehörend, steht laut Aussagen des Vizepräsidenten der Firma, Constantin Stroe, vor einer dramatischen Krise. Die Firma produziert den Dacia "Logan", der auch im westlichen Europa als preiswerter Mittelklassewagen bekannt geworden ist. Jetzt sind die Verkaufszahlen um 30% gesunken und für November wird ein Rückgang von 50% erwartet. Das Werk wird deshalb ab 24. November für 3 Wochen schliessen und die Weihnachtsferien verlängern.

Die Zeitung "Evenimentul Zilei" hat sich mit Herrn Stroe unterhalten und folgende Gründe für den Produktionseinbruch bekommen:
  • Die Gebrauchtwagen aus dem Ausland, deren Import zunehmend aggressiver wird (numărul automobilelor second-hand invadează din ce în ce mai agresiv România - die Zahl der Gebrauchtwagen die mehr und mehr aggressiv in Rumänien eindringen).
  • Kostensteigerung und Gewinn-Minimierung durch soziale Verbesserungen (îngrijorări sociale), die eine fatale Aussicht für das kommende Jahr geben.
  • Die Umweltsteuer (taxă de poluare - Verschmutzungssteuer) auf Neuwagen, die alte Fahrzeuge bevorteilt, sowie die verschärften Kreditbedingungen für Käufer.

Herr Stroe ruft dazu auf, dass alle ein wenig Verständnis für die schwierige Lage haben und ihre Renditen- und Gewinnerwartungen zurückschrauben. Beispielhaft für diese neue Bescheidenheit führt er an: "Auf der Autobahn von Piteşti nach Bukarest könnte ich wie ein Sturm (pe furtună) fahren. Ich kann aber auch mit 60 km/h fahren und mein einziges Ziel wird sein, in Bukarest anzukommen. Egal in welcher Zeit (nu în cât timp), Hauptsache ist, dass ich in Bukarest ankomme."

Bildquelle: http://images.myjob.ro/data/logos/14397.jpg

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