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Felipe Gonzalez soll den Nationalpark Coto de Doñana retten

Wikipedia beschreibt den Nationalpark "Coto de Doñana" wie folgt: Der Nationalpark Coto de Doñana (auch Parque Nacional de Doñana) an der Costa de la Luz in Andalusien ist heute, nach der Erweiterung 2004, 54.252 Hektar groß, dazu kommen noch einmal 26.540 Hektar als Pufferzone (preparque). Er ist Spaniens wichtigstes Feuchtgebiet. Dies liegt vor allem an den marismas; einem flachen, periodisch überschwemmten Feuchtgebiet."

Felipe González Márquez, geboren 1942 in Dos Hermanas, Provinz Sevilla, war von 1982 bis 1996 Ministerpräsident (presidente del gobierno) von Spanien und von 1974 bis 1997 Generalsekretär der Spanischen Sozialistischen Arbeiterpartei PSOE. Zu seiner Regierungszeit hatte er als Andalusier den Nationalpark bekannt gemacht. Hochrangige Politiker wie Francois Mitterrand, Helmut Kohl, Mario Soares oder Michail Gorbatschow wurden von ihm zur Besichtigung des Parkes eingeladen. Damals war es die spanische Regierung, die für den Nationalpark zuständig war, heute liegt die Zuständigkeit bei der Landesregierung von Andalusien.

All die Zuständigkeiten und politischen Besuche haben dem Nationalpark nicht viel gebracht. Er steht kurz vor dem Aus. Zwar steht er nach den heftigen Regenfällen der vergangenen Woche unter Wasser, aber das ist leider nur eine einmalige Erscheinung. Die harte Wahrheit ist, dass der Park nach Meinung der Experten in den vergangenen 30 Jahren mehr Wasser verloren hat wie die letzten 6.000 Jahre davor. Das Grundwasserreservoir, das den Südwesten Andalusiens von Lebrija bis Palos und Moguer mit Wasser versorgt, ist an einigen Stellen bis zu 20 Meter abgesunken. Grund sind Wasserverschwendung durch die Landwirtschaft, Städtebau und Tourismus. Teile des Parkes dohen nicht nur eine Wüste zu werden, sondern sie sind es schon. So gibt es einen Abschnitt von 300 Hektar bei den Playas del Rocío, der wegen der eingetrockneten Feuchtgebiete und Versalzung der Böden zur Wüste geworden ist.

Felipe González Márquez ist nun von der Regierung Andalusiens in den "Consejo de Participación de Doñana" beufen worden. Dieses Organ wird zusammengesetzt aus Vertretern der 14 Gemeinden, die am Nationalpark liegen. Hinzu kommen die Nationalparkverwaltung, Vertreter von Wirtschafts- und sozialen Gruppen sowie Universitäten, Wissenschaftler und Ökologen.

Eine wichtigen Massnahme wird für Felipe Gonzalez ganz vorne auf der Agenda stehen. 2012 läuft das europäische Diplom für den Park aus, der viele Millionen Euro an EU-Subventionen bedeutet und Investitionen von bis zu 200 Millionen im Rahmen des II. Planes zur nachhaltigen Entwicklung (Plan de Desarrollo Sostenible) bringen könnte. Die Aufgabe wird nicht einfach sein, denn der WWF hat angekündet, dass er diese Region, die durch ein ungezügeltes urbanistisches und touristisches Wachstum wie durch die Kanalisierung des Guadalquivir, Infrastrukturmassnahmen, Autobahnen, Strassen und sogar eine Ölleitung, die nahe am Nationalpark liegt genau unter die Lupe nehmen wird. Der Öl- und Energiekonzern Cepsa

Der Generalsekretär der UNO für die Ramsar-Konvention hat angekündigt, dass er nicht ausschliesst, das Biosphärenreservat der Doñana vorzeitig zu evaluieren und er versicherte dabei, dass "dieser Naturraum ein Beispiel für das Zusammenleben bei der Bewahrung seiner Reichtümer und der Unterhaltung nachhaltiger, wirtschaftlicher Aktivitäten sein müsse."

Felipe Gonzalez wird vielleicht helfen, dass die Umweltgesetzgebung in Spanien in letzter Zeit verschärft und besser organisiert wurde. Vielleicht gelingt es ihm endlich die Pläne für den Bau einer Strasse zwischen Huelva und Cádiz vom Tisch zu bringen sowie die Strasse von El Rocío nach Matalascañas zurückbauen zu lassen. Fast 30 Jahre nachdem er damals die Amtsgeschäfte übernommen hat und kurz vor dem 40-jährigen Jubiläum der Ernennung des Coto de Doñana zum Nationalpark, fliessen die Abwässer der Gemeinden Almonte, Bollulos und Rociana ungeklärt weiterhin in die Mitte das Herz der Nationalparks. Die damals von versprochene Wasserzufuhr aus dem "Chanza al Condado" ist bis heute realisiert worden.

Schafft es Felipe?

Informationsquelle: Diario de Sevilla, Los deberes de Felipe González
musste verpflichtet werden, die Leitungen zu seiner Erdölraffinerie Cepsa-La Rábida den neuen Sicherheitsanforderungen anzupassen.

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