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Spanische Mittelmeerküste, ein Betonfriedhof

"Die (spanische) Mittelmeerküste ist ein Betonfriedhof (cementerio de hormigón)", schreibt der Journalist Lluís Pellicer in der Zeitung "El Pais". An der Mittelmeerküste gibt es einen halbe Million unverkäufliche Wohnungen. Das ist das traurige Resultat von einem 10 Jahre dauernden Immobilien-Boom in Spanien.

In manchen Mittelmeerort sieht es düster aus. Es gibt viele Bauruinen entlang der Küste. Statt neue Wohnungen stehen nun Betonskelette in Siedlungen, die halb leer sind. Zyniker bezeichnen diese Viertel als "zonas fantasmas" (Geisterzonen).

In den letzten 9 Jahren sind nach einem Bericht von Greenpeace Spanien, der sich "Destrucción a toda costa 2009" (Zerstörung um jeden Preis, Jahresbericht 2009) nennt, 4 Millionen neue Häuser an der spanischen Mittelmeerküste gebaut worden. Vielfach wuden geschützte und ökologisch wertvolle Landschaften illegal und mit Genehmigung von korrupten Politikern bebaut. So wurde im Jahr 2003 ein Hotel mit 411 Zimmern an den Strand von "El Algarrobico" mitten in den Naturpark von Cabo de Gata gebaut. Greenpeace bezeichnet diesen Hotelbau als die Spitze eines Eisberges (la punta del iceberg) einer Bautätigkeit, die völlig an den Bedürfnissen der Bewohner vorbeiging.

Bei den jetzt leerstehenden Wohnung sind es häufig Zweitwohnungen, auf die in Zeiten der Wirtschaftskrise als Erstes verzichtet wird. Nach Schätzungen von Experten dürfte es 3 bis 4 Jahre dauern bis die letzten Immobilien verkauft sind.

Sie auch Blogbeiträge:
Abusos urbanísticos - Städtebau zum Kotzen
Andalusien bestraft Landschaftszerstörung

Informationsquelle: El Pais, La costa es ya un cementerio de hormigón

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