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Kabelsalat in Barcelona

In der Weltstadt Barcelona hängen immer noch 360 km Stromkabel (cables de la luz) an den Aussenwänden der Häuser und Wohnblocks. Betroffen sind vor allem die Stadtteile Poble Nou, Poble Sec, Gràcia, Clot-Camp de l"Arpa, Vallvidrera, Congrés, Baix Guinardó, Barceloneta und Les Planes. Die derzeit amtierende Stadtverwaltung es bisher nur geschafft, 50 km unter die Erde zu legen. Weitere Pläne hat sie in diesem Bereich nicht.

Die Bewohner der betroffenen Stadtteile halten die luftigen Stromkabel nicht nur für ein ästhetisches, sondern auch ein Sicherheitsproblem. Ein Bewohner des Stadtteils drückt es so aus: "Wenn etwas mit den Kabeln passiert, hast Du das Gefühl eine Metro fährt dir in das Fenster. Zudem werden Rettungsarbeiten bei Bränden durch die Kabel erschwert. Es ist eine Schande (vergüenza), dass es im 21. Jahrhundert in Barcelona noch Kabel- und Telefonmaste aus Holz gibt!".

Die Betroffenen geben neben der Stadtverwaltung auch der Barcelona dominierenden Elektrizitätsgesellschaft Fecsa-Endesa die Schuld, dass sich an dem Zustand nichts ändert. Laut Stadtverwaltung gibt es ein Abkommen mit Fecsa, dass im Falle einer Stadtteilsanierung, diese die Stromleitungen unter die Erde verlegt und die Kosten dafür übernimmt.

Neben der Ästhetik und der Sicherheit gibt es Probleme mit den geflügelten Bewohner der Stadt. Hier sind es vor allem die Tauben (las palomas), die die Stromleitungen für sie folgenlos zur Ruhezone erklärt haben. Mit ihrem Kot verschmutzen sie die Aussenfassaden der Wohnungen.

Warum nutzt man nicht die Mittel aus dem derzeitigen Konjunkturprogramm der spanischen Regierung, um das Problem zu lössen, fragen sich die Bewohner.

Informationsquelle: La Vanguardia, Nueve barrios de Barcelona viven pendientes de un hilo
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