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Der Carioca ist ein Schwein und liebt es, den Müll auf die Strasse zu werfen

Dies behauptet laut Journalisten-Blogger Andre Balocco der Bürgermeister der Stadt an der Guanabara. "Wenn es jemand wissen will, ob die Müllwagen von Comlurb den Müll auf der Strasse verteilen, hier habe ich sie "in Flagranti" erwischt: Vor dem Gebäude, in dem ich wohne, liegen Kartoffelschalen und Krabbenköpfe auf dem Asfalt. Bald werden sie weggeschwemmt und verstopfen die Abflüsse in Copacabana an diesem regnerischen Tag", schreibt Andre Balocco, um dann den Bürgermeister wie oben angeführt zu zitieren. Der Ordnung halber sei hinzugefügt, dass die "Cariocas" der in Brasilien geläufige Name für die Bewohner von Rio sind.

Aber die Inkompetenz der Stadtverwaltung scheine sich ja nicht nur auf das Müllproblem zu beziehen. Das Inkompetenz-Drama spielt sich laut Andre Balocco auch anderswo ab: Strassenbeleuchtung, die auch am Tag brennt und gleichzeitig tagt heute die Stadtverordneten-Versammlung, um zu beschliessen, dass die Elektrizitätsgesellschaft "Rio Luz" Strassenbeleuchtungsgebühren erheben darf. Warum solle man Gebühren bezahlen, wenn die Verwaltung nicht in der Lage sei, ihr Licht am Tag auszumachen? Abgesehen von ökonomischen Verschwenung sei es ökologisch falsch, zumal zur Zeit die ganze Welt daran arbeite, das Bewusstsein bezüglich des Energieverbrauchs im Hinblick auf einen verantwortungsbewussten Umgang zu schärfen. Rio müsste eigentlich ein gutes Beispiel geben, aber das Gegenteil sei der Fall.

Andre Balocco gibt dann zu, dass er nur für die Zona Sul (südliche Stadtteile) von Rio sprechen kann. Er erhalte eine Menge Nachrichten von Lesern, die sagen, dass seine Probleme die eines Privilegierten seien. Licht gäbe es definitiv nicht für alle in Rio. Er fände es deshalb gut, wenn "Rio Luz" den armen Beitragszahlungen die Gründe für die Verschwendung in der Stadt erklären würde. Wenn sie ihm erklären könnten, welchen Grund es für diese Gebühren gäbe und ihn überzeugen könnten, dass es für eine Megalopolis wie Rio normal sei, dass die Beleuchtung auch am Tag an sein müsse, dann würde er sogar diese Gebühr gerne bezahlen. Er befürchtet, dass das aber nicht passieren wird.

Informationsquelle: Blog Cidade Copacabana Jornal do Brasil

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