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Blutige Weihnachten in Suriname

An den Ufern des Flusses Maroni, in Albina, im südamerikanischen an Brasilien angrenzenden Suriname sind brasilianische Goldwäscher tätig. In der Weihnachtsnacht gegen 22 Uhr kam Panik auf, eine Brasilianerin warnte schreiend ihre Landsleute, dass ein Brasilianer einen Surinamesen getötet habe und diese dafür Rache üben wollten. Ein Grossteil wollte fliehen, wurden aber von einem Auto gestoppt, von dem 6 mit Messern und Macheten bewaffnete Männer sprangen, die brüllten "Wir werden alle Brasilianer fertig machen!"

Die Augenzeugin Regiane sprang in den Fluss und musste mit ansehen wie alle, die sich nicht rechtzeitig retten konnten, von den Männern angegriffen wurden. "Die stürzten wie Tiere auf die Leute. Es waren Kriegsszenen. Schläge, Messerstiche. Ich sah Leute mit total zerschnittenem Gesicht. Sie ergriffen einige Leute im Hotel, verschütteten Benzin und zündeten es an", erzählte sie. Es dauerte mindestens 2 Stunden bis Hilfe kam.

Regiane befand sich erst seit 3 Tagen an diesem Ort. Sie wollte eigentlich weiterreisen, an die andere Seite des Flusses nach Französisch-Guyana. "Jetzt, nachdem wir alles verloren haben, Geld und Kleider, möchte ich so schnell wie möglich Suriname verlassen. Ich bin dankbar, dass ich mit dem Leben davon kam", erklärte sie.

Die überlebenden Brasilianer wurden mit Hilfe brasilianischer Unternehmer in Surinam vorläufig in 2 Hotels in Paramaribo untergebracht. Viele werden vermisst. Die Kollegen vermuten, dass sie sich im Wald versteckt halten. Die Einheimischen sollen die Strasse verbarrikadiert haben.

Wie das brasilianische Aussenministerium jetzt mitteilte, wird die brasilianische Luftwaffe ein Flugzeug nach Suriname entsenden, um den Opfern zu helfen.

Informationsquelle: Folha Online, "Pareciam uns animais", conta brasileira que escapou de ataque no Suriname

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