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Málaga bald Wüstenstadt?

Der Klimawandel wird die Region und Stadt Málaga und die Costa del Sol mit voller Wucht treffen. Dies zeigt zumindest eine Modellvorhersage der Universität von Málaga (Universidad de Málaga). Für die Region wird ein drastischer Rückgang der Niederschläge erwartet. Die Wüstenbildung wird sich verschärfen und die Biodiversität immer mehr verloren gehen.

Die Studie ist eine Gemeinschaftsaktion der Universitäten von Bar-llan (Israel) und Bologna (Italien), die von der Europäischen Union finanziert wurde. Die Forscher gehen von den Niederschlägen als Hauptindikator für den Klimawandel am Mittelmeer aus. Für die Region Málaga wurden die Wetterdaten von 1961 bis 2007 herangezogen. Es konnte festgestellt werden, dass die Niederschläge in diesem Zeitraum jährlich um jeweils 10 Liter pro Quadratmeter weniger wurden.

Im Modell der Universität Málaga für die Zeit ab 2007 bis 2050 wird sich der Rückgang der Niederschläge erheblich verschärfen. Die Universität kommt in ihren Berechnungen auf einen Rückgang von jeweils 55 Liter pro Quadratmeter jährlich. Hinzu kommt, dass die Regenfälle unregelmässiger werden und grosse Mengen innerhalb weniger Tage fallen werden. Dies wird die Erosion und Desertifizierung der Landschaft beschleunigen. Fruchtbare Erde wird weggeschwemmt werden.

Wie wird sich das auswirken? Die Wasserversorgung für die Bewohner der Region wird immer problematischer und in eine dramatische Konkurrenz zur Landwirtschaft und Bewässerungswirtschaft treten. Es wird noch heisser und Dürren drohen. Die Wasserkraftwerke müssen mangels Wasser ihre Produktion einstellen.

Málaga hat bereits jetzt die zweifelhafte Ehre, nach der Provinz Almeria das bezüglich der Wüstenbildung am zweitstärksten betroffene Gebiet Spaniens zu sein. Málaga verfügt über ein Gebiet von 738.554 Hektar und 42% davon befinden sich in einem schwerwiegenden oder sehr schwerwiegenden Zustand der Erosion und Wüstenbildung. Jeder Hektar Land verliert im Jahr 50 bis 100 Tonnen Erde. Die fehlende Vegetationsdecke wie auch die Entwaldung führen die Region auf ein Desaster zu, das von Überschwemmungen, Erdrutschen und Zerstörung der Infrastruktur begleitet sein wird. Ein mahnendes Beispiel ist die Stadt Rincón de la Victoria nahe Málaga, wo 2004 durch heftige Regenfälle von mehr als 200 Liter pro Quadratmeter den Bewohnern das Wasser buchstäblich bis zum Hals stand.

"¿Estamos preparados? Die Frage ist, sind wir vorbereitet", fragt der Diario Sur seine Leser.

Informationsquelle: Diario Sur, El cambio climático golpea de lleno a Málaga

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