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Sommerregen macht Rio Angst

Nach drückender Hitze über Weihnachten macht Rio de Janeiro erneut Bekanntschaft mit sintflutartigem Regen. In den Bergen im Norden von Rio hat es gestern und heute morgen so stark geregnet, das es zu Überschwemmungen in der Baixada Fluminense und vor allem in der Bergregion um Xerém kam. In Xerém wurden hunderte von Häusern zerstört, 1 Mensch kam ums Leben und 18 werden vermisst, 600 sind obdachlos. Dort trat der Capivari-Fluß über die Ufer. In den in der Nähe gelegenen Städten Petrópolis und Teresopolis wurde Alarm gegeben, es kam zu Erdrutschen.

Auch in Angra dos Reis, der Heimat eines brasilianischen Atomkraftwerks, kam es zu Überschwemmungen und Erdrutschen. 20.000 Personen in Risiko-Gebieten wurden aufgefordert die Gegend zu verlassen. Für Angra dos Reis wurde der Notstand ausgerufen. Die Stadtverwaltung fürchtet jetzt eine Flutwelle, die Bürgermeisterin erklärte: “Das Meer steigt. Das erhöht die Überschwemmungsgefahr. Wir versenden SMS, damit die Menschen die gefährdeten Gebiete verlassen und fordern von der Bevölkerung Ort für Notunterkünfte an. Wir flehen darum, dass das Meer sich wieder zurück zieht”.

Der Bundesstaat Rio de Janeiro hat einen Krisenstab eingerichtet. In Xerém soll der Grund für die Verwüstungen aus sein, dass herumliegender Müll die Kanalisation verstopft hatte. Noch kann keine Entwarnung gegeben werden, da neue heftige Regenfälle angekündigt sind.

Siehe auch
Angra dos Reis: Umweltsünden und Aberglaube rächen sich
Steht Rio vor einer Katastrophe?
Nova Friburgo 100 Tage nach dem Desaster
Lerne die Katastrophe kennen

Informationsquelle
Calamidade pública em Xerém que já tem um morto e 600 desabrigados- Jornal do Brasil
Chuva diminui em Angra dos Reis - Exame

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