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Bist du nicht willig, brauch ich Gewalt

Im Sommerloch ist es wieder einmal an der Zeit, den Blick schweifen zu lassen, um zu sehen wie anderswo man sich bei sommerlichen Temperaturen vergnügt. Während man sich im Schwarzwald aufregt, wenn ein Hallodri ein Sechserpack Bier aus dem Supermarkt klaut und man dies auch für eine berichtenswerte Nachricht für die Zeitung hält, geht es anderswo doch etwas handfester zu.

Zum Beispiel in Madrid, wo scheinbar die Hitze die Gemüter nicht lähmt, sondern in Wallung bringt. Hier starb eine 55-jährige Frau, nachdem sie nach einem geringfügigen Verkehrsunfall sich mit ihrem Gegner in die Haare gekommen war. Dieser, 77 Jahre alt, zückte seine Pistole und erschoss die Frau kaltblütig mit mehreren Schüssen. Auf deren Ehemann schoss er ebenfalls, traf aber nicht. Anschliessend ergriff er die Flucht, wurde aber von einem mutigen Verkehrsteilnehmer verfolgt. Die Polizei konnte ihn dank dieser Mithilfe bald stellen.

Im brasilianischen Nordosten, wo die Hitze das ganze Jahr anhält, ist es selbstverständlich, dass man bei der Erledigung strittiger Fragen noch resoluter ist. Der Blogger Fredson Paiva berichtet aus dem brasilianischen Hinterland von einem Landwit, der mit 2 Schüssen auf seinem Bauernhof erschssen wurde. Die Mörder haben ihm sogar den Finger abgeschossen, der getrennt von der Leiche lag. All dies domunentiert Fredson mit sehr realistischen Bildern. Er darf das, denn er ist so etwas wie der Polizeiberichterstatter von Araripina und geniesst das Vertrauen der Polizei. Zuvor hatte bereits in Araripina ein 16-Jähriger seinen Onkel mit der Pistole bedoht. Er wurde gestört von einem auftauchenden Polizeiwagen, worauf er mit dem Fahrrad flüchtete, aber später festgenommen werden konnte. Seine Pistole hatte er von einem Ex-Häftling erhalten. Nicht weit von Araripina wurden 2 Kriminelle bei der Durchführung von Überfällen gestört. Einer konnte sofort gestellt werden, der Zweite flüchtete um sich schiessend. In Recife wurde ein 17-jähriger Jugendlicher zu Tode geprügelt. Keiner vermisst ihn, keiner kennt die Täter.

In Rio de Janeiro macht man es gleich richtig. Im Stadtteil São Conrado in der Nähe der Favela da Rocinha kam es heute morgen zu einer Schiesserei, nachdem 15 Banditen schwerbewaffnet das Hotel Intercontinental gestürmt und sich mit 30 Angestellten als Geiseln in der Küche verschanzt hatten. Ein Frau starb und 4 Personen wurden verletzt. 9 der Banditen sollen inzwischen verhaftet sein. Das Drama dauert noch an, die Polizei verhandelt über die Freilassung der Geiseln.

Geradezu himmlische Ruhe herrscht in Rumänien. Viele werden es nicht glauben, aber da gab es aus dem Bereich Kriminalität nichts zu berichten. Wobei man davon ausgehen kann, dass der Diebstahl eines Sechserpacks Bier für die Presse nicht erwähnenswert ist. Deshalb muss die Presse auf Autounfälle ausweichen und hier gibt es ein sehenswertes Video über einen Verkehrsunfall auf der Hauptverkehrsstrasse von Bukarest, dem "Magheru", aus dem man lernen kann, dass Rechtsüberholen schwerwiegende Folgen haben kann.

Die Briten entwickeln scheinbar kriminelle Energien, die mit ihrer Einstellungen zum sportlichen Leben zusammenhängen. Der Sport nennt sich "Crash for cash" und bedeutet, dass es in Grossbritannien immer populärer wird, einen Unfall vorzutäuschen, um die Versicherungssaumme zu kassieren. Die Topliste solcher Vorkommnisse soll Nordwest-England anführen, dich gefolgt von London.

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Wer den Jakobsweg Richtung Santiago de Compostela wandert kommt an Wälder vorbei, die so gar nicht in diese Landschaft passen. Es sind Eukalyptus Plantagen,  die dieser doch wasserreichen und sehr grünen Landschaft in weiten Bereichen einen desolaten Aspekt geben. 
Vor etwa 50 Jahren hatte Diktator Francisco und sein Regime die Idee, den Eukalyptus großflächig in Galicien und in Nordspanien anpflanzen zu lassen mit dem Ziel weltweit die Zellulose-Industrie beliefern zu können. Ganze Gebiete wurden für die Monokultur freigegeben.  Die Zellulosefabrik ENCE in der Nähe der Stadt Pontevedra erhielt weitreichende Anbau-Konzessionen. Im letzten Jahr wurden die Konzessionen für das Unternehmen um 60 Jahre verlängert und gleichzeitig die Produktionserlaubnis für ein Biomasse Kraftwerk erweitert. 
Der Blogger "Mendigo" gibt dem Protest dagegen eine wütende Stimme:
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"Die Faschisten von Soros wollten mich lynchen"

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Etwas rätselhaft ist diese Intention der Bevölkerung, denn in Bukarest ist Frau Firea nicht unbedingt beliebt. Sie hat bei den Wahlen viel versprochen und bisher wenig gehalten. Ein empörter Bukarester Bürger beschreibt die bisherige Erfolgbilanz von Frau Firea so: "Sie hat bisher nichts getan. Sie soll zurücktreten. Es gibt keine Parkplätze, der öffentliche Nachverkehr ist genauso schlecht wie bisher. Sie hat nichts von dem gehalten, was sie versprochen hat wie zum Beispiel Klimaanlagen in den öffentlic…

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