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Geburtsstation wird zur Flammenhölle

Die Geburtsstation des Krankenhauses "Panait Sârbu" von Bukarest hat eine moderne Abteilung für die Behandlung von Frühgeburten. Sie wurde mit einem Kredit der Weltbank vom rumänischen Gesundheitsministerium auf neuesten Stand gebracht und genügte höchsten europäischen Standards. Das Personal wurde von Fachleuten aus den USA geschult. Die Klinik hat vielen rumänischen Frühgeborenen ein Überleben ermöglicht.

In der Nacht vom Montag auf Dienstag wurde der gute Ruf der Geburtsstation in wenigen Minuten Opfer der Flammen. Durch einen vermuteten Kurzschluss in einer Klimaanlage brach ein Brand in den Räumen für Frühgeburten aus, 4 Säuglinge verbrannten und weitere 7 schweben mit schweren Verbrennungen zwischen Leben und Tod. Eine Gruppe von 10 israelischen Ärzten ist inzwischen in Bukarest eingetroffen. Sie helfen mit, die überlebenden Säuglinge zu retten. Die Geburtsstation musste geschlossen werden, was zu einer Überbelegung in den anderen Krankenhäusern Bukarests führte.

Die Unglücksursache vermutet man bei den nichtisolierten Drähten, mit denen die Klimaanlage mit dem Stromnetz verbunden war. Da es aber auch eine Explosion gab, die nicht von der Klimaanlage ausgegangen sein soll, wird auch noch in andere Richtungen ermittelt. Auch wird überprüft, ob die diensthabende Krankenschwestern ihren Verpflichtungen nachkam. Zwischen dem Ausbruch des Feuers und dem Anruf auf der Notrufnummer 112 sollen 10 Minuten vergangen sein. Drei der Säuglinge befanden sich auf einem Tisch und waren sofort tot. Acht Inkubatoren wurden brennend aus den Räumen gebracht.

Der Leiter der Geburtsstation, Prof. dr. Bogdan Marinescu, nahm zu den Vorgängen in einem Interview Stellung. Er wies noch einmal daraufhin, dass in der Vergangenheit viele Säuglinge aus dem Grossraum Bukarest in seiner Klinik gerettet werden konnten. Das Unglück treffe sie alle sehr schwer, denn sie seien es gewohnt, Leben zu erhalten und nicht zu verlieren. Bei der Ursachenforschung müsse auch beachtet werden, dass das Krankenhaus personell unterbesetzt sei. Es gäbe 34 vakante Posten bei den Ärzten und Krankenpflegern, allein in der Frühgeburtenabteilung würden 7 Stellen offen sein. Der Grund sei, dass im rumänischen Gesundheitswesen zur Zeit keine Einstellungen genehmigt würden. So müssten sie sich oft Ärzte von anderen Krankenhäusern ausleihen, um den Betrieb aufrecht erhalten zu können. Der bauliche Zustand des Krankenhauses, habe ihm oft Sorgen gemacht. Sie hätten jetzt 54 Klimaanlagen, damit seien auch der Geburtssaal und die Operationsräume für Neugeborene ausgestattet worden. Die Geräte seien regelmässig kontrolliert und gewartet worden.

Informationsquelle: Evenimentul Zilei, "Fabrica de viaţă Giuleşti", transformată în infern

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