Direkt zum Hauptbereich

Heimat der Schläger

Es gibt ein Dorf des Grauens in der Schweiz. Es ist das Dorf Schüpfen. Schweizweit als Heimat der Schläger bekannt. Viele Bewohner trauen sich kaum noch auf die Strasse. Wenn, dann nur noch mit Pfefferspray.

Schüpfen liegt im Kanton Bern. Den Ort bewohnen 3.464 Personen, davon 3.225 Schweizer und 239 Ausländer (Stand: 31.12.2009). Eigentlich alle Voraussetzungen für eine ruhige und übersichtliche Gemeinde. Aber die Dorfbewohner berichten, dass Gewaltdelikte in ihrer Gemeinde schon länger zur Tagesordnung gehören. In der Nacht bewegt sich manche Frau nur noch in männlicher Begleitung. Es ist soweit, dass Besucher aus anderen Teilen der Schweiz den Ort nur noch mit zitternden Knien betreten.

Der Grund ist vermutlich ein Igor L. (22) und ein Amir Z. (14), die wohl zur Gruppe der Dorf-Terroristen gehören. Trotz der etwas unschweizerischen Vornamen sollen sie aber Schweizer sein. Ein Einheimischer, der sich zum Bedrohungspotential äussert, meint man solle sie "nach Sibirien schicken". Die letzte Tat, die man den beiden zuschreibt, empörte die Dorfbevölkerung: Der Wirt vom "Restaurant zum Löwen" wurde brutal verprügelt, einer der Täter soll ihm den Aschenbecher gegen den Kopf gehauen haben, so dass der sich blutüberströmt der Presse stellen musste. Nach dem brutalen Angriff soll Igor in die Saustallbar in Schüpfen gegangen sein, wo er bedient werden wollte als wäre nichts gewesen. Dies obwohl er in der Saustallbar Hausverbot hat. Angeblich soll das alles nur die Spitze eines Eisberges sein.

Der Gemeindepräsident ist, nachdem er den Hauptübeltäter Igor vergeblich versucht hatte, in einem Gespräch zu einem friedlicheren Verhalten zu überreden, verzweifelt. "Wenn er trinkt, vergisst er sich", erklärte er. Nun fragt man sich, warum man in der Schweiz gegen Gewalttäter dieses Kalibers machtlos ist. Der Gemeindepräsident hatte ohne Erfolg bei allen möglichen Stellen Hilfe gesucht. Bei der Polizei, dem Regierungsstatthalter, dem Untersuchungsrichter. "Natürlich wünschen sich viele, dass ein solcher Mensch hinter Schloss und Riegel bleibt. Aber bei unseren Gesetzen ist das halt nicht möglich", sagt der Gemeindepräsident konsterniert.

Der damit befasste Untersuchungsrichter erklärte: "Aufgrund der Informationen, die das Untersuchungsrichteramt von der Polizei erhalten hat, gab es keinen Grund, Untersuchungshaft für den erwachsenen Tatverdächtigen zu beantragen. Dafür waren die gesetzlichen Voraussetzungen nicht gegeben."

Somit muss Schüpfen mit der Hölle der Gewalt leben. Oder sind die Täter doch nicht solche Monster als die sie dargestellt werden?

Informationsquelle: Tagesanzeiger, «Es muss wohl zuerst jemand sterben, bevor etwas passiert»
Berner Zeitung, Schläger von Schüpfen zeigt keine Reue, Löwen-Schläger: Unverbesserlich und doch frei, Ganz Schüpfen fragt sich: Was muss noch alles passieren?

Beliebte Beiträge

Es reicht!

Vor kurzem wurde in Sao Paulo Ricardo Silva Nascimento, ein Müllsammler, schwarzer Hautfarbe, kaltblütig durch die Militärpolizei erschossen, mit einem Schuss in den Körper und zwei in den Kopf, nur weil er es wagte in einem Restaurant in einem Stadtviertel der Mittelklasse nach Essen zu betteln. Diesselbe Polizei, die ihn tötete, manipulierte vor aller Öffentlichkeit die Beweise am Tatort, transportierte illegalerweise den Körper ab und löschte auf den Mobiltelefonen von denen, die die Tat filmten, den Beweis des Verbrechens.

Bewohner des Viertels sollen dabei der Militärpolizei zugejubelt haben.

In Brasilien erlebt man zur Zeit einen Rückfall in die alte Tradition der Sklavengesellschaft und der Unterdrückung einer Bevölkerung, die ausgebeutet wird und in tiefer Armut lebt. In der Zeit der Präsidentschaft von Lula da Silva gab es eine Politik für die Armen, ein Programm, das sich "Zero fome" (Kein Hunger) nannte und mit dem man den beschämenden Zustand eines reichen Lande…

Pulverfass Brasilien

Im Juni 2013 wurde Brasilien von heftigen und gewalttätigen Demonstrationen erschüttert. Ausgangspunkt waren Fahrpreiserhöhungen im öffentlichen Nahverkehr. Die Situation verschärfte sich derart, dass die damalige Präsidentin Dilma Rousseff ihr Kabinett zu einer Dringlichkeitssitzung einberufen musste. Der Gewaltausbruch war unerwartet und verbreitete sich in ganz Brasilien in kürzester Zeit. Es wurde versuch,t Amtsgebäude zu stürmen und es gab viele Akte des Vandalismus. Die Polizei wurde nur mühsam Herr der Lage.

 Der Philosoph Vladimir Safatle von der Universität hat jetzt in einem Beitrag zur Zeitung "Folha", dere auch im Blog "Combate Racismo Ambiental" veröffentlicht wurde, seine Befürchtung geäußert, dass diese Ereignisse sich bald in verstärkter Form wiederholen werden und hat die Gründe dafür benannt. Seine Ausführungen gebe ich nachstehend wieder:

Eine der offensichtlichen Züge des oligarchischen Gedankens ist die Form wie das Volk und die Mas…

Die Betontürme von Barcelona: Auch Betonschrott macht anhänglich

Wer von den höheren Positionen der Collserola auf Barcelona hinunterblickt, dessen Blick bleibt bald an 3 Türmen im Nordosten von Barcelona hängen. Diese drei Türme, die an der Mündung des Flusses Besós ins Meer liegen, gehörten zu einem konventionellen thermischen Kraftwerk, das in den 70er Jahren gebaut worden war. Seit 2011 ist dieses Kraftwerk stillgelegt. Es hatte zuvor kräftig zur Luftverschmutzung in Barcelona beigetragen. Es liegt nicht auf der Gemarkung der Stadt Barcelona, sondern der Vorortgemeinde Sant Adrià.

Drei Türme aus Beton dienten als Kamine über die die Abgase des Kraftwerks abgeleitet wurden. Beim Bau waren sie 90m hoch über den bereits 90m hohen Hochöfen gebaut worden, Es stellte sich heraus, dass in dieser Höhe die Abgase das Stadtklima beeinträchtigten und so wurden sie bis auf 200m erhöht. Sie übertrafen damit die Türme der Kathedrale Sagrada Familia, das Wahrzeichen von Barcelona. Man könnte sich vorstellen, dass ein solches hässliches Bauwerk als Verschande…

Die 70 gefährlichsten Straßenkilometer in Spanien lassen die Verantwortlichen kalt

Nach einem Bericht der Zeitung "El Pais" ist die Nationalstraße N-I auf einer Strecke von 70 km zwischen der Stadt Burgos und Miranda die gefährlichste Straße Spaniens. Täglich passieren 10.000 Fahrzeuge, die Hälfte davon Lastwagen, die Straße. Wie kam es dazu? El Pais schreibt:

1974 hat der Staat die Autobahn AP-1 eingeweiht, die von Burgos aus ins Baskenland führt und parallel zur N-I verläuft. Die Nutzung wurde privat geregelt, aber der Staat verpflichtete sich, die Autobahn in 5 Jahren freizugeben. Nach Ablauf dieses Zeitraum und aufgrund der Verzögerung bei den Einnahmen der Maut wurde die private Verwaltung bis 1999 verlängert. Nur 3 Jahre nach dieser Verlängerung wurde diese bis 2003 erweitert. Danach erfolgte eine weitere Verlängerung bis 2017 und jetzt soll sie erst 2018 mautfrei gemacht werden.

Der Autobahnbetreiber ist das Unternehmen Europistas, das eine Maut von 11,85 € für die Strecke von Burgos bis Ameyugo, einem Dorf 20 km vor Miranda del Ebro erhebt. Dies is…

7 Gründe warum man nicht nach Rumänien auswandern oder fliehen sollte

Journalistin Laura Stefanut von der Webseite “Romania Curata” hat 7 Gründe dafür gefunden, dass man nicht nach Rumänien auswandern oder fliehen sollte. Sie spricht zwar von Einwanderern, aber tatsächlich geht es um Flüchtlinge. Die Situation sieht für diese so aus:

Rumänien ist ein Land, aus dem Millionen Auswanderer nach Westeuropa und Nordamerika ausgewandert sind. Es ist aber kein Land, in das man auswandert. Gegenwärtig gibt es etwa 60.000 Einwanderer von außerhalb der EU im Land. Forscher der Sozialwissenschaften warnen, dass Rumänien auf eine schnelle demographischen Überalterung zusteuert, das viele Vorteile aus der Integration von Einwanderern ziehen könnte. Aber trotz aller Warnungen und Forschungen hat der Staat wenig sinnvolles in diese Richtung getan. Vor kurzem gab es Nachrichten über 2 Flüchtlinge, die aus Versehen in Rumänien gelandet waren und anfingen zu weinen als sie merkten, wo sie waren. Leider, das bestätigen die Forschungen, ist Rumänien kein gutes Z…

Die Brexit-Mauler wehren sich

Der Brexit, also der per Referendum angestossene Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union, ist für einige Wortneuschöpfungen im Englischen gut. "Brexit" selbst ist so eine Wortneuschöpfung, die sich inzwischen eingebürgert hat. Ein anderes Wort ist "remoaner". Dieses setzt sich zusammen aus "remain" und "moan". Ersteres stellt darauf ab, dass die Anhänger der EU in der EU bleiben wollen - in Englisch "remain" - und "moan" bedeutet "jammern". Der "Remoaner" ist also ein für den Verbleib in der EU jammernder Brite. Wobei ich das Wort "jammernd" eher als "maulend" bezeichnen würde, denn die "Remoaners" jammern nicht passiv und demütig.  Grundsätzlich erwarten die überzeugten Brexit-Anhänger, dass die Gegner endlich das Maul halten und demütig die Regierung bei der Durchführung des Ausstiegs aus der EU unterstützen.

Das Etikett "Remoaner" haben di…