Direkt zum Hauptbereich

Hilfe Frankreich! Ein Wallone kotzt sich aus

Belgien steht seit Jahren vor einer Zerreissprobe. Der Konflikt zwischen den beiden Volksgruppen der Flamen und Wallonen scheint nicht mehr kittbar. Hier die Flamen mit ihrer niederländischen Sprache und dort die Wallonen, französisch sprechend und sich dem französischen Kulturkreis zurechnend.

Vor dieser Kulisse kommt im französischen Online-Magazin "Agoravox" ein verzweifelter Wallone zur Sprache. Er titelt: Zu Hilfe Frankreich! Und er fährt fort in Richtung Franzosen: "Ihr seid unsere nächsten Brüder und ihr tut wie wenn nichts wäre, während wir 2 Finger breit davon entfernt sind, zum Kosovo eines Ex-Jugoslawien zu werden, das uns erniedrigt und versucht uns unter sein Joch zu bekommen. Wir sind eure kulturellen Brüder, mehr noch als ein anderer Staat der Frankophonie und ihr hört uns nicht! Schlimmer noch, ihr versteht überhaupt nichts von unseren Problemen..."

Was treiben die Co-Belgier, die Flamen, in seinen Augen: "Sie haben ein furchtbares Klima geschaffen, mindestens einmal im Monat demonstrieren sie unter dem Schutz ihrer Polizei in den Gebieten, in denen sie in der grossen Minderheit sind, mit Rufen wie "Franse ratten buiten" (französische Ratten raus!). Toleranz und Respekt des einen gegen den andern, das gibt es nicht. Der Präsident der Europäischen Univon ist Flame, er schweigt in allen Sprachen. Sein kleiner Bruder, der Mitglied des flämischen Parlaments ist, spricht offen von einer linguistischen Säuberung. Er weiss wohl nicht so genau, was das bedeutet. Wo bleibt Milosevic?"

Und weiter: "Wo werden sie Halt machen? Lieber Gott, wo werden sie Halt machen. Die Antwort ist klar: Niemals und nirgendwo! Nur an dem Tag, wo die Stadt (Brüssel) wieder flämisch ist. La victoire, l’Anschluss." Er geht dann darauf ein, welche Situation die letzten Wahlen gebracht haben: "In Flandern: 20% für die sich offen zur extremen Rechte erklärende Gruppierung. 30% für die extremen Rechten, die wenigstens noch so klug sind, auf den Hitler-Gruss zu verzichten. 10% für Leute ähnlichen Kalibers, die es aber vorgezogen haben auf eigener Liste zu kandidieren. 20% für die katholische Partei. 12% für die Liberalen, die für den Sturz der Regierung verantwortlich waren und etwa gleich viel für die Sozialisten sowie 5% für die Grünen. ..... Die Regierungsverhandlungen liefen dann auch so ab: Ihr akzeptiert alles, was wir verlangen und es macht keinen Sinn zu protestieren, denn man hört euch nicht. Ihr seid nur dreckige wallonische Profiteure und wir haben den Schlammassel eure Faulheit zu subventionieren. Schätzt euch glücklich, dass ihr so nicht ganz zu Untermenschen werdet. ..... Von Bart DeWever, ihrem neuen Führer, der es geschafft hat seine Partei von 5% auf 30% gebracht hat, sagt man, dass er "de slimste man van Vlaanderen" sei. .... Sein Vater war ein notorischer Nazi-Kollaborateur."

Von den wallonischen Politikern hält er auch nichts. Zwar gab es im Wahlkampf eine geeinigte frankophone Gruppe, aber der Sozialist Elio Di Rupo, der den Erfolg im Wahlkampf darauf zurückführen darf, dass er Geld versprochen hatte, das er gar nicht hat, ist nur daran interessiert, Ministerpräsident zu werden. Dafür verkaufe er auch Brüssel, wo die Flamen die absolute Minderheit seien, an die Flamen.

Die Schlussfolgerung: "Wir haben die widernatürliche Allianz zwischen den Sozialisten und der extremen Rechten. Bei euch wäre das nicht möglich. Bei uns ist das Tatsache. Und das noch mit der Teilnahme der Grünen, was überhaupt nicht mehr zu verstehen ist. Nein, in Belgien ist nichts unmöglich! Hilfe, sie sind alle verrückt geworden..."

Trost vom grossen Bruder? Ein Kommentar eines französischen Lesers zu seinem Aufruf: "Mein Kleiner von der andere Seite von Quievrin, das wird sich in den nächsten Jahren alles einpendeln, eure politische Klasse ist genauso eine Null wie die unsere, nur noch etwas mehr verfilzt mit ihren unberechtigten Pfründen und vervielfacht durch einen verdummenden und überbewerteten Föderalismus eines Operettten-Königreichs".

Informationsquelle: Agoravox, Au secours la France !

Beliebte Beiträge

Ikonen küssen kann tödlich sein

In rumänisch-orthodoxen Kirchen sind die Heiligenbilder im Ikonenstil ein fester Bestandteil des Inventars und die Bilder von besonders wunderwirkenden Heiligen haben einen herausragenden Platz. Zu ihnen pilgern alle, die sich etwas von Ihnen erhoffen und als besondere Verbindung zwischen Gläubigen und dem/der Heiligen gilt der Kuss auf die Ikone. Viele Ikonen sind an bestimmten Stellen dadurch schon ziemlich in Mitleidenschafft gezogen.

Das Orthodox-Wiki erklärt den Brauch so:

Der Kuss
Der Kuss ist ein in der Orthodoxie tief verwurzelter Brauch. Wenn man in die Kirche geht, gibt es die Gewohnheit der orthodoxen Christen die Ikonen zu verehren oder zu küssen. Durch diese Handlung zeigt der Christ Liebe und Respekt für die Geschenke und Taten Gottes für den Menschen.

Genauso küsst der Gläubige die rechte Hand des Priesters bei bestimmten Gelegenheiten. Mit der rechten Hand gibt der Priester den Wilkommensgruß, der nicht von ihm kommt, sondern von Gott. Durch diesen Akt der Verehrung e…

7 Gründe warum man nicht nach Rumänien auswandern oder fliehen sollte

Journalistin Laura Stefanut von der Webseite “Romania Curata” hat 7 Gründe dafür gefunden, dass man nicht nach Rumänien auswandern oder fliehen sollte. Sie spricht zwar von Einwanderern, aber tatsächlich geht es um Flüchtlinge. Die Situation sieht für diese so aus:

Rumänien ist ein Land, aus dem Millionen Auswanderer nach Westeuropa und Nordamerika ausgewandert sind. Es ist aber kein Land, in das man auswandert. Gegenwärtig gibt es etwa 60.000 Einwanderer von außerhalb der EU im Land. Forscher der Sozialwissenschaften warnen, dass Rumänien auf eine schnelle demographischen Überalterung zusteuert, das viele Vorteile aus der Integration von Einwanderern ziehen könnte. Aber trotz aller Warnungen und Forschungen hat der Staat wenig sinnvolles in diese Richtung getan. Vor kurzem gab es Nachrichten über 2 Flüchtlinge, die aus Versehen in Rumänien gelandet waren und anfingen zu weinen als sie merkten, wo sie waren. Leider, das bestätigen die Forschungen, ist Rumänien kein gutes Z…

Aus der Hölle für Schweine frisch auf den europäischen Tisch

"Die Misshandlung der Tiere ist weit verbreitet im Sektor der spanischen Schweinezucht. Die Tiere werden nicht als Lebewesen, sondern als Ware behandelt", schreibt die Journalistin Esther Vivas. In ihrem Meinungsbeitrag, den ich nachstehend übersetzt wiedergebe, schildert sie in der Zeitung "El Periódico" die Zustände in der spanischen Schweinezucht und -verarbeitung:

Wir leben in einem Land von Schweinen, das ist wörtlich zu verstehen. In Spanien werden jedes Jahr 46 Millionen dieser Tiere geopfert, eines pro Einwohner, die höchste Zahl in ganz Europa. Fleisch, das zum größten Teil für den Export bestimmt ist. Die Schweine wachsen und leben unter miserablen Bedingungen hier, zusammengepfercht auf wenig Raum, auf Gitterböden und umgeben von Fäkalien werden sie nie das Licht das Tages sehen. Danach werden sie geschlachtet und weg sind sie. Was lassen sie zurück? Ein Haufen Scheiße. 

Katalonien ist das Gebiet mit den meisten Schweinen in Spanien. Von den 4 Millionen …

Die Betontürme von Barcelona: Auch Betonschrott macht anhänglich

Wer von den höheren Positionen der Collserola auf Barcelona hinunterblickt, dessen Blick bleibt bald an 3 Türmen im Nordosten von Barcelona hängen. Diese drei Türme, die an der Mündung des Flusses Besós ins Meer liegen, gehörten zu einem konventionellen thermischen Kraftwerk, das in den 70er Jahren gebaut worden war. Seit 2011 ist dieses Kraftwerk stillgelegt. Es hatte zuvor kräftig zur Luftverschmutzung in Barcelona beigetragen. Es liegt nicht auf der Gemarkung der Stadt Barcelona, sondern der Vorortgemeinde Sant Adrià.

Drei Türme aus Beton dienten als Kamine über die die Abgase des Kraftwerks abgeleitet wurden. Beim Bau waren sie 90m hoch über den bereits 90m hohen Hochöfen gebaut worden, Es stellte sich heraus, dass in dieser Höhe die Abgase das Stadtklima beeinträchtigten und so wurden sie bis auf 200m erhöht. Sie übertrafen damit die Türme der Kathedrale Sagrada Familia, das Wahrzeichen von Barcelona. Man könnte sich vorstellen, dass ein solches hässliches Bauwerk als Verschande…

Der spanische Staat verteidigt den Zentralismus mit Händen und Füßen

"Barcelona en Comú" (spanisch: Barcelona en común) und für ganz Katalonien "Catalunya en Comú" ist eine Bürgerplattform, die in eine politische Partei umgewandelt wurde, um 2015 an den Kommunalwahlen in Barcelona teilnehmen zu können. Eine ihrer engagiertesten Aktivistinnen ist Ada Colau, frühere Sprecherin der Plattform für die Betroffenen von Hypotheken (Plataforma de Afectados por la Hipoteca (PAH)). Sie wurde zur Oberbürgermeisterin von Barcelona gewählt. "Barcelona en Comú" ist ein Parteienbündnis, dem die Parteien "Iniciativa per Catalunya Verds", "Esquerra Unida i Alternativa", "Equo", "Procés Constituent" und "Podemos" angehören. Es handelt sich um Parteien aus dem linken und grünen Spektrum. Im Unabhängigkeitskonflikt Kataloniens mit der Zentralregierung nimmt dieses Parteienbündnis eine gemässigte Position sein. Es tritt nicht für die Unabhängigkeit ein, aber sehr wohl für eine erweiterte Autono…

Es reicht!

Vor kurzem wurde in Sao Paulo Ricardo Silva Nascimento, ein Müllsammler, schwarzer Hautfarbe, kaltblütig durch die Militärpolizei erschossen, mit einem Schuss in den Körper und zwei in den Kopf, nur weil er es wagte in einem Restaurant in einem Stadtviertel der Mittelklasse nach Essen zu betteln. Diesselbe Polizei, die ihn tötete, manipulierte vor aller Öffentlichkeit die Beweise am Tatort, transportierte illegalerweise den Körper ab und löschte auf den Mobiltelefonen von denen, die die Tat filmten, den Beweis des Verbrechens.

Bewohner des Viertels sollen dabei der Militärpolizei zugejubelt haben.

In Brasilien erlebt man zur Zeit einen Rückfall in die alte Tradition der Sklavengesellschaft und der Unterdrückung einer Bevölkerung, die ausgebeutet wird und in tiefer Armut lebt. In der Zeit der Präsidentschaft von Lula da Silva gab es eine Politik für die Armen, ein Programm, das sich "Zero fome" (Kein Hunger) nannte und mit dem man den beschämenden Zustand eines reichen Lande…