Direkt zum Hauptbereich

Die Toreros sind sauer

Die Entscheidung des katalanischen Parlaments, den Stierkampf zu verbieten, hat bei den Stierkämpfern Empörung, Trauer und Enttäuschung hervorgerufen. Die bekanntesten von ihnen haben sich zu Wort gemeldet und ihre Meinung zum Beschluss des katalanischen Parlaments geäussert.

Manuel Benitez, genannt "El Cordobés" meint, dass er beim Eintreffen der Meldung "Lust zu heulen gehabt habe, denn es ist ärgerlich, dass sie etwas zerstören, was funktionierte. Den Politikern, die diese Entscheidung getroffen haben sollte man mit Respekt sagen, dass sie sich mehr auf ihr eigenes Fachgebiet konzentrieren sollten, das voll mit Unkraut sei und von ihnen vorrangig geräumt werden müsste. Es wäre besser, wenn man zum Wohle Aller Lösungen für die Arbeitslosigkeit finden würde, indem man Arbeitsplätze schafft und Fabriken baut. Das sollte sie vorrangig beschäftigen und den Stierkampf in Ruhe lassen, bei dem viele Familien ehrenhaft ihren Lebensunterhalt verdienen. Was soll das eigentlich, die Ausspielung von Menschenrechte und Tierschutz gegeneinander?"

Ein anderer bedeutender Stierkämpfer, Santiago Martin, genannt "El Viti", erklärte, dass ihn die Entscheidung wütend und niedergeschlagen gemacht habe. Gerade in Barcelona habe er viele Stierkämpfe bestritten und gewonnen. "Ich fühle mich ohnmächtig. Ein Mischung aus Wut, Schmerz und Niedergeschlagenheit. Ich kann nicht verstehen, warum die gegenwärtige Regierung derart reaktionär und hirnlos ist, weil sie uns ständig attackieren wie wenn wir Kriminelle wären. Was sie tun, ist auf das eigene Dach spucken, ihre Kultur und ihre Wurzeln. Ein richtige Schande begangen von Schurken."

Soweit "El Viti". Und noch ein pensionierter Torero durfte zu Wort kommen, Pedro Gutiérrez, genannt "Niño de la Capea". Er versucht's mit Zynismus: "Jetzt müssen halt die spanischen Stierkampfanhänger nach Perpignan fahren, um Stierkämpfe zu sehen. Es ist wie mit den Pornofilmen, da mussten sie auch nach Perpignan fahren als diese in Katalonien verboten waren." Und ernster: "Die Entscheidung ist ein Anschlag auf die Freiheit und unerhöhrter Affront gegen die Kultur. Es gibt keine Pluralität in Barcelona. Wenn sich dieses Volk von ihren Politiker freimacht, dann kommt das Verständnis zurück und es gibt kein Verbot".

Und die Leser des "Diario de Sevilla"? Einer verlangt Boykott von allem, was katalanisch riecht. Und er ist damit nicht allein, der Katalanen-Boykott stösst bei den Andalusiern auf Beifall. "Bestiario" ist für das Verbot des Fischfangs, der sei viel schlimmer als das Setzen der "Banderillas". "Pilar" fordert die Toreros auf aus Protest zu streiken und nie wieder einen Stierkampf zu bestreiten.

"Pilar" scheint eine ganz schlaue Diskutantin zu sein, ihr Vorschag wäre doch die grundsätzliche Lösung des Problems!

Informationsquelle: Diario de Sevilla, Las figuras del toreo se rebelan

Beliebte Beiträge

Es reicht!

Vor kurzem wurde in Sao Paulo Ricardo Silva Nascimento, ein Müllsammler, schwarzer Hautfarbe, kaltblütig durch die Militärpolizei erschossen, mit einem Schuss in den Körper und zwei in den Kopf, nur weil er es wagte in einem Restaurant in einem Stadtviertel der Mittelklasse nach Essen zu betteln. Diesselbe Polizei, die ihn tötete, manipulierte vor aller Öffentlichkeit die Beweise am Tatort, transportierte illegalerweise den Körper ab und löschte auf den Mobiltelefonen von denen, die die Tat filmten, den Beweis des Verbrechens.

Bewohner des Viertels sollen dabei der Militärpolizei zugejubelt haben.

In Brasilien erlebt man zur Zeit einen Rückfall in die alte Tradition der Sklavengesellschaft und der Unterdrückung einer Bevölkerung, die ausgebeutet wird und in tiefer Armut lebt. In der Zeit der Präsidentschaft von Lula da Silva gab es eine Politik für die Armen, ein Programm, das sich "Zero fome" (Kein Hunger) nannte und mit dem man den beschämenden Zustand eines reichen Lande…

Pulverfass Brasilien

Im Juni 2013 wurde Brasilien von heftigen und gewalttätigen Demonstrationen erschüttert. Ausgangspunkt waren Fahrpreiserhöhungen im öffentlichen Nahverkehr. Die Situation verschärfte sich derart, dass die damalige Präsidentin Dilma Rousseff ihr Kabinett zu einer Dringlichkeitssitzung einberufen musste. Der Gewaltausbruch war unerwartet und verbreitete sich in ganz Brasilien in kürzester Zeit. Es wurde versuch,t Amtsgebäude zu stürmen und es gab viele Akte des Vandalismus. Die Polizei wurde nur mühsam Herr der Lage.

 Der Philosoph Vladimir Safatle von der Universität hat jetzt in einem Beitrag zur Zeitung "Folha", dere auch im Blog "Combate Racismo Ambiental" veröffentlicht wurde, seine Befürchtung geäußert, dass diese Ereignisse sich bald in verstärkter Form wiederholen werden und hat die Gründe dafür benannt. Seine Ausführungen gebe ich nachstehend wieder:

Eine der offensichtlichen Züge des oligarchischen Gedankens ist die Form wie das Volk und die Mas…

Die Betontürme von Barcelona: Auch Betonschrott macht anhänglich

Wer von den höheren Positionen der Collserola auf Barcelona hinunterblickt, dessen Blick bleibt bald an 3 Türmen im Nordosten von Barcelona hängen. Diese drei Türme, die an der Mündung des Flusses Besós ins Meer liegen, gehörten zu einem konventionellen thermischen Kraftwerk, das in den 70er Jahren gebaut worden war. Seit 2011 ist dieses Kraftwerk stillgelegt. Es hatte zuvor kräftig zur Luftverschmutzung in Barcelona beigetragen. Es liegt nicht auf der Gemarkung der Stadt Barcelona, sondern der Vorortgemeinde Sant Adrià.

Drei Türme aus Beton dienten als Kamine über die die Abgase des Kraftwerks abgeleitet wurden. Beim Bau waren sie 90m hoch über den bereits 90m hohen Hochöfen gebaut worden, Es stellte sich heraus, dass in dieser Höhe die Abgase das Stadtklima beeinträchtigten und so wurden sie bis auf 200m erhöht. Sie übertrafen damit die Türme der Kathedrale Sagrada Familia, das Wahrzeichen von Barcelona. Man könnte sich vorstellen, dass ein solches hässliches Bauwerk als Verschande…

Die 70 gefährlichsten Straßenkilometer in Spanien lassen die Verantwortlichen kalt

Nach einem Bericht der Zeitung "El Pais" ist die Nationalstraße N-I auf einer Strecke von 70 km zwischen der Stadt Burgos und Miranda die gefährlichste Straße Spaniens. Täglich passieren 10.000 Fahrzeuge, die Hälfte davon Lastwagen, die Straße. Wie kam es dazu? El Pais schreibt:

1974 hat der Staat die Autobahn AP-1 eingeweiht, die von Burgos aus ins Baskenland führt und parallel zur N-I verläuft. Die Nutzung wurde privat geregelt, aber der Staat verpflichtete sich, die Autobahn in 5 Jahren freizugeben. Nach Ablauf dieses Zeitraum und aufgrund der Verzögerung bei den Einnahmen der Maut wurde die private Verwaltung bis 1999 verlängert. Nur 3 Jahre nach dieser Verlängerung wurde diese bis 2003 erweitert. Danach erfolgte eine weitere Verlängerung bis 2017 und jetzt soll sie erst 2018 mautfrei gemacht werden.

Der Autobahnbetreiber ist das Unternehmen Europistas, das eine Maut von 11,85 € für die Strecke von Burgos bis Ameyugo, einem Dorf 20 km vor Miranda del Ebro erhebt. Dies is…

7 Gründe warum man nicht nach Rumänien auswandern oder fliehen sollte

Journalistin Laura Stefanut von der Webseite “Romania Curata” hat 7 Gründe dafür gefunden, dass man nicht nach Rumänien auswandern oder fliehen sollte. Sie spricht zwar von Einwanderern, aber tatsächlich geht es um Flüchtlinge. Die Situation sieht für diese so aus:

Rumänien ist ein Land, aus dem Millionen Auswanderer nach Westeuropa und Nordamerika ausgewandert sind. Es ist aber kein Land, in das man auswandert. Gegenwärtig gibt es etwa 60.000 Einwanderer von außerhalb der EU im Land. Forscher der Sozialwissenschaften warnen, dass Rumänien auf eine schnelle demographischen Überalterung zusteuert, das viele Vorteile aus der Integration von Einwanderern ziehen könnte. Aber trotz aller Warnungen und Forschungen hat der Staat wenig sinnvolles in diese Richtung getan. Vor kurzem gab es Nachrichten über 2 Flüchtlinge, die aus Versehen in Rumänien gelandet waren und anfingen zu weinen als sie merkten, wo sie waren. Leider, das bestätigen die Forschungen, ist Rumänien kein gutes Z…

Die Brexit-Mauler wehren sich

Der Brexit, also der per Referendum angestossene Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union, ist für einige Wortneuschöpfungen im Englischen gut. "Brexit" selbst ist so eine Wortneuschöpfung, die sich inzwischen eingebürgert hat. Ein anderes Wort ist "remoaner". Dieses setzt sich zusammen aus "remain" und "moan". Ersteres stellt darauf ab, dass die Anhänger der EU in der EU bleiben wollen - in Englisch "remain" - und "moan" bedeutet "jammern". Der "Remoaner" ist also ein für den Verbleib in der EU jammernder Brite. Wobei ich das Wort "jammernd" eher als "maulend" bezeichnen würde, denn die "Remoaners" jammern nicht passiv und demütig.  Grundsätzlich erwarten die überzeugten Brexit-Anhänger, dass die Gegner endlich das Maul halten und demütig die Regierung bei der Durchführung des Ausstiegs aus der EU unterstützen.

Das Etikett "Remoaner" haben di…