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Deprimierte Brasilianer

Aus mit dem Traum von der "Hexa" bei der Fussball-WM. Die Niederlande rissen die Brasilianer aus ihren Träumen. Ein Spieler ist bereits Zielscheibe der Kritik brasilianischer Medien: Der Torwart Julio César - "einen Fehler gibt er zu. Und die andern?" - fragt Jornal do Brasil. "Und die Orange presste Brasilien aus. Hexa jetzt 2014" meint der Diario de Pernambuco. Blogger Cassio Zirpoli sieht es so: "Wir haben alle gekämpft.... Wir haben alle verloren. Hexa wir kommen 2014!".

In São Paulo berichtet bereits "Folha de São Paulo", dass Trainer Dunga die Mannschaft nicht mehr trainieren wird. Leser der Folha Online dürfen ihren Frust loslassen und das geht dann so: "Brasilien ist ohne Bedeutung... Ich bin von Corinthians!!! Ich scheisse auf Brasilien" oder "Unsere Mannschaft ist nun einmal so... es sah aus wie der Bürokratenfussball von 2006". Einer bekommt bei diesen Kommentraren einen dicken Hals und schreibt angewidert: "Eine Sache verstehe ich nicht ..... warum wohnen diese Anhänger, die gegen unsere Mannschaft sind, in Brasilien???? Wenn's ihnen hier nicht gefällt, dann raus mit ihnen".

In Südbrasilien berichtet der "Diario Catarinense" von traurigen Anhängern in Florianópolis unter dem Titel "Trauer in Hauptstadt als Brasilien ausscheidet", um dann hinzu zu setzen "es waren traurige Gesichter. Aber es fehlte dann nicht die traditionnelle Hexenjagd. Alle suchten Schuldige für das Versagen der Seleção".

In der Amazonas-Hauptstadt Manaus strömte das Volk auf die grossen Plätze der Stadt, um gemeinsam das Spiel anzusehen. Entsetzte Gesichter und Tränen nach dem Spiel.

Die Cariocas sind sauer. Das bekam der holländische Konsul zu spüren, der in einem Hotel im Stadtteil Leme von Rio de Janeiro den Sieg seiner Mannschaft feierte. Er wurde von einem Feuerwerk getroffen und erlitt Verbrennungen. Statt ihr Feuerwerk in die Luft zu schiessen, feuern die enttäuschten Anhänger ihre Raketen horizontal ab.

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Vor kurzem wurde in Sao Paulo Ricardo Silva Nascimento, ein Müllsammler, schwarzer Hautfarbe, kaltblütig durch die Militärpolizei erschossen, mit einem Schuss in den Körper und zwei in den Kopf, nur weil er es wagte in einem Restaurant in einem Stadtviertel der Mittelklasse nach Essen zu betteln. Diesselbe Polizei, die ihn tötete, manipulierte vor aller Öffentlichkeit die Beweise am Tatort, transportierte illegalerweise den Körper ab und löschte auf den Mobiltelefonen von denen, die die Tat filmten, den Beweis des Verbrechens.

Bewohner des Viertels sollen dabei der Militärpolizei zugejubelt haben.

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Die Betontürme von Barcelona: Auch Betonschrott macht anhänglich

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