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Russe ruiniert Wahrzeichen von Marbella

Das Hotel "Los Monteros" war eines der ersten grossen Luxushotels in Marbella, das viel zur touristischen Entwicklung des Ortes beigetragen hat. An der Costa del Sol hat das Hotel Kult-Status. Im Dezember 2008 kaufte der Russe Ernest Malyshev das Hotel. Nach dem Kauf stellte er die Gehaltszahlungen an die 183 Angestellten ein. Dreimal wurde versucht, eine Übereinkunft über die Gehaltszahlungen und ein Neustart für den Hotelbetrieb zu erreichen. Alles ohne Erfolg, nach Ansicht der Spanier, weil Malyshev seinen Verpflichtungen nicht nachkam. Ende Mai schloss Malyshev das Hotel unter dem Vorwand, dass die Angestellten sich aggressiv verhielten sowie die Einrichtungen des Hotels zerstört und vernächlässigt würden. Eine Inpektion des Hotels durch das Arbeitsinspektorat (Inspección de Trabajo) ergab dafür aber keine Anhaltspunkte.

Ernest Malyshev ist Präsident der russischen North-West Oil Group. Die North-West Oil Group
wurde 2004 gegründet. Das Unternehmen produziert und vertreibt Erdöl, Erdölprodukte und Gas.

Die andalusische Landesregierung (Junta de Andalucia) versuchte mehrfach, mit Krediten und Strafzahlungen, die Aufrechterhaltung des Hotelbetriebes zu erzwingen. Am 31. Juli entschied sie, keine Kredite mehr an Malyshev zu vergeben, da sie sich von diesem verschaukelt fühlte.

Das Hotel ergibt heute ein Bild des Jammers: Ohne Licht, ohne Wasser, ohne Essensangebot. Die Gärten vertrocknet und die Fische in den Teichen sterben, weil das Wasser nicht erneuert wird. Theoretisch ist das Hotel noch offen, weil der Besitzer den Schein des Funktionierens aufrecht erhalten will, um Strafen zu vermeiden.

Marbella solidarisiert sich inzwischen mit dem Hotel und kämpft gegen seinen Niedergang. "Wenn Los Monteros schliesst, stirbt etwas von Marbella", erklärt der Sekretär des andalusischen Gaststättenverbandes der CC OO, Gonzalo Fuentes. Gewerkschaften, politische Parteien und Bürgerbewegungen versammelten sich gestern in Marbella zu einer Protestversammlung. Die Bürger Marbellas wurde aufgerufen, dafür zu sorgen, dass eines seiner Wahrzeichen nicht stirbt.

Informationsquelle: El Pais, Los Monteros, una insignia agonizante

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